19. Spieltag
Dynamo Dresden
1:0
Karlsruher SC
( 1:0 )
Zuschauerzahl: 27595
Schiedsrichter: Dr. Kampka (Mainz)
Austragungsort: Rudolf-Harbig-Stadion
Spielplan

Gegner im Detail: Die SG Dynamo Dresden

Vorberichte

Wer nicht absteigen will, muss kämpfen. Wer nach der Winterpause sieben Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hat, der muss kämpfen als ginge es um Leben und Tod. Die SG Dynamo Dresden hat in den kommenden Monaten einen steinigen Weg vor sich und möchte den, koste es was es wolle, bestreiten. 

Der Stand der Dinge
Die SG Dynamo Dresden bestreitet aktuell die neunte Saison in der 2. Bundesliga. Derzeit stehen die Sachsen nach elf verlorenen und drei gewonnen Spielen auf dem letzten Tabellenrang. Mit zuletzt nur einem Punktgewinn aus den vergangenen 12 Spielen der Hinrunde erkämpften die Dynamos im Durchschnitt nur 0,72 Punkte pro Spiel. Übrigens: Der Karlsruher SC spielte in der Saison 2011/2012 die schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Nach 18 Spieltagen konnten die Badener nur 12 Punkte verbuchen. Die schlechteste Hinrunde der zweiten Liga jemals spielte allerdings der 1. FC Schweinfurt 05. Die Unterfranken konnten in der Spielzeit 1990/1991 keine einzige Partie für sich entscheiden und verbuchten zur Winterpause insgesamt nur vier Punkte. In Zahlen sind das 2,78 Gegentore pro Spiel, ein durchschnittlicher Punktgewinn von 0,28 Zählern und ein Torverhältnis von 11:50. Aber zurück zu den Dresdnern. Die Jungs in Gelb haben sich noch keines Falles aufgegeben. Nachdem die Mannschaft eine sehr intensive Woche unter der spanischen Sonne absolvierte, verpflichtete der Verein einen Spieler, der einiges an Erfahrung mitbringt. Ondrej Petrak wechselte per Leihe aus Nürnberg an die Elbe. Der 27-jährige Defensivmann ist sowohl in der Innenverteidigung als auch im Mittelfeld einsetzbar. Der gebürtige Tscheche, der bei den Franken zuletzt keine Rolle mehr spielte, absolvierte für den Club insgesamt 94 Zweit- und 33 Erstliga-Spiele. Eine echte Verstärkung im Abstiegskampf. Außer Petrak verpflichtete die SG aus Dresden Marco Terrazzino vom SC Freiburg, Josef Husbauer, der vergangenes Jahr mit Slavia Prag in der Champions League spielte, Patrick Schmidt vom 1. FC Heidenheim und Godsway Donyoh von Nordsjaelland aus der Norwegischen Superligaen. Mit gestärkter Brust wollen die Dresdner nun das Thema Klassenerhalt angehen.
Kauczinksi glaubt an Wunder
Seit dem 10. Dezember 2019 ist Markus Kauczinksi Trainer bei Dynamo Dresden. Der Ex-Karlsruher löste damit Cristian Fiél ab, der die anhaltende Negativserie der Dresdener nicht abwenden konnte. Kauczinski verlor zunächst seine beiden ersten Spiele als Chefcoach der Dynamo, zeigte sich aber im Zuge des Trainingslagers durchaus positiv gestimmt. „Ich glaube, dass wir konkurrenzfähig sind und dass wir Ergebnisse liefern können. Das ist wichtig. Jeder erkennt Fortschritte, die Spieler erkennen Fortschritte“, sagte der geborene Gelsenkirchener in einem Interview mit Tag24.

Die Vorbereitung gestaltete sich für die Sachsen tatsächlich durchaus positiv. Mit drei Siegen gegen den FSV Zwickau, Dinamo Bukarest und Jeonbuk Motos aus vier Testspielen ist bei der Spielgemeinschaft ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar. Ausschließlich gegen den VfB Stuttgart musste sich die Kauczinski-Elf geschlagen geben, wobei man in diesem Fall auch von einer guten Leistung sprechen konnte. Die Partie endete 3:1. Eine grundlegende Änderung, die Kauczinksi bereits umgesetzt hat, ist die Umstellung des komplizierten 5-3-2-, in ein 4-2-3-1 System. Darin fühlen sich die Spieler offensichtlich wohler. Vor allem in der Defensive zeigten sich die Jungs in Gelb in den vergangenen Testspielen deutlich stabiler. Bis auf Kevin Ehlers und Marco Hartmann sind bei den Dresdnern bis zum Spiel gegen den KSC voraussichtlich alle fit, was Kauczinski sehr entgegen kommt. Schade für Dynamo, dass der KSC alles daransetzten wird, den Positivtrend der Sachsen aufzuhalten.
Keine Leihe zu drittem Verein
Luka Stor wechselte im Sommer 2019 für 400.000 Euro vom Slowenischen Erstligisten NK Aluminij an die Elbe. Der 21 Jahre alte Mittelstürmer absolvierte in der laufenden Spielzeit 12 Partien für die Sachsen und bereitete dabei zwei Treffer vor. Nun sollte das Jungtalent an den FSV Zwickau in die 3. Liga ausgeliehen werden, um dort Spielpraxis zu sammeln. Eigentlich war der Deal schon in trockenen Tüchern und die Unterschriften beider Vereine nur noch Formsache. Nun stellte sich allerdings heraus, dass ein Spieler binnen einer Saison zwar zwischen mehr als zwei Vereinen transferiert werden kann, jedoch für nur zwei Mannschaften auflaufen darf. Das legen die Statuten der DFL und des DFB so fest. So könnte Stor zwar an den FSV verliehen werden, dürfte dort aber nicht spielen. Damit platzte der Deal in letzter Sekunde. 
Neues Grün für ein besseres Spiel
Das Rudolf-Harbig-Stadion erhielt vergangene Woche einen neuen Rasen. Acht Experten verlegten bis Sonntagabend die knapp 8000 Quadratmeter Rollrasen, um der Mannschaft optimale Spielbedingungen zu gewährleisten. Nachdem zuvor im Stadion das Kreuzchor-Konzert und das Hockey Open Air stattfand, war der Platz nicht mehr bespielbar und es musste gehandelt werden. Das Feld wurde nun von der Mitte bis zu den Rändern mit einem einprozentigen Gefälle ausgestattet, sodass Regenwasser in Zukunft besser ablaufen kann. Die Mannschaft des KSC darf sich im ersten Spiel nach der Winterpause über einen noch nie bespielten Rasen freuen.

KSC gastiert in Dresden: "Wollen das Jahr mit einem positiven Ergebnis beginnen"

Vorberichte von David Ruf

Nach dreieinhalb Wochen Vorbereitungszeit rollt für den KSC der Ball in der 2. Bundesliga wieder. Zum Jahresauftakt gastieren die Blau-Weißen bei der abstiegsgefährdeten SG Dynamo Dresden (Mittwoch, 20.30 Uhr / Rudolf-Harbig-Stadion).

 

"Wir wollen das Jahr 2020 mit einem positiven Ergebnis beginnen. Dafür haben wir sehr ordentlich gearbeitet und uns vorbereitet", sagte Cheftrainer Alois Schwartz am Montag. Trotz normaler Höhen und Tiefen sei man sehr gut durch die Vorbereitung gekommen und habe sich in den Testspielen sukzessive gesteigert. Zuletzt gab es in der Generalprobe beim Drittligisten FC Ingolstadt einen souveränen 4:0-Erfolg.

Neu mit an Bord für die Mission Klassenerhalt ist seit einigen Tagen Jerôme Gondorf, der am Montag neben Schwartz auf dem Podium des Presseraums im Wildpark Platz nahm. "Über unseren Neuzugang bin ich sehr begeistert. Seine Qualität und Erfahrung soll uns helfen und wird das auch, da bin ich mir sicher, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen", betonte Schwartz. Auch die beiden U19-Akteure Jannis Rabold und David Trivunic hätten ihre Sache im Trainingslager sehr gut gemacht. Christoph Kobald und Dirk Carlson zählte Schwartz ebenso zu den Gewinnern der Vorbereitung.

Man darf also gespannt sein, welche Anfangsformation Schwartz am Mittwochabend beim Tabellenletzten auf den Rasen schicken wird. Noch keine Entscheidung ist in der Torhüterfrage gefallen. "Ich werde mich mit unserem Torwarttrainer Markus Miller zusammensetzen und dann wird am Dienstagabend die Entscheidung fallen." Es dürfte jedenfalls eine enge Entscheidung werden zwischen Benjamin Uphoff und Marius Gersbeck, die laut ihres Chefcoachs eine fehlerfreie Vorbereitung absolviert hätten.

Neuzugang Gondorf wird in Dresden auf alle Fälle zu seinem Pflichtspieldebüt im KSC-Dress kommen. Knapp zwei Wochen ist der 31-Jährige nun beim KSC und sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt, in seine badische Heimat zurückzukehren. "Meine Eindrücke sind sehr positiv. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen und ich habe mich direkt wohlgefühlt." Auf die Vorbereitung blickt auch Gondorf positiv zurück. "Wir haben sehr intensiv gearbeitet. Dresden ist für den Anfang natürlich ein prickelnder Gegner, aber wir werden uns nicht kampflos ergeben."

KSC unterliegt Dynamo Dresden

Spielberichte von David Ruf

Der KSC hat zum Jahresauftakt eine 0:1-Niederlage bei der SG Dynamo Dresden kassiert. Für die Hausherren traf ausgerechnet der frühere Karlsruher Marco Terrazzino.

Nach der rund dreieinhalb Wochen dauernden Vorbereitung entschied sich Cheftrainer Alois Schwartz für Kontinuität auf der Torwartposition und nominierte erneut Benjamin Uphoff. Marius Gersbeck muss sich damit weiter mit der Position des Herausforderers begnügen. Auch die Viererabwehrkette blieb mit Marco Thiede, Daniel Gordon, Kapitän David Pisot und Damian Roßbach im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf unverändert. Vor dem einzigen Sechser Lukas Fröde agierten am Mittwochabend Manuel Stiefler, Neuzugang Jerôme Gondorf, Marvin Wanitzek und Dirk Carlson im Verbund. Im Angriff durfte Philipp Hofmann erneut von Beginn an ran. Bei den Hausherren brachte der frühere KSC-Coach Markus Kauczinski mit dem ehemaligen KSC-Profi Marco Terrazzino einen seiner insgesamt sechs Neuzugänge.

Die Karlsruher brauchten einige Minuten, um in die Partie zu finden und kamen erst nach 14 Minuten in die Dresdner Gefahrenzone - bezeichnenderweise durch eine Standardsituation. Nach Gondorfs Freistoß wurde Stieflers Schuss allerdings geblockt. Zuvor hatten die Sachsen in der Anfangsphase durch Linus Wahlquist eine erste Möglichkeit, doch hier ging der Ball weit links am Tor vorbei (3.). Der KSC kam auch danach vorerst nur durch Standards in die gefährliche Zone, nach einem Eckball und einem Freistoß von Wanitzek kam die SGD aber erneut nicht wirklich in Bedrängnis. Nach 28 Minuten nahm sich Gondorf ein Herz, doch sein Distanzschuss aus rund 30 Metern flog links am Kasten vorbei. In der Schlussphase der ersten Hälfte gelang Dynamo aber doch ein Führungstreffer. Zunächst konnte Daniel Gordon in der 37. Minute nach Brian Hamalainens Flanke von der linken Seite noch zur Ecke klären. Doch dann war es soweit: Terrazzino kam nach dem Eckstoß von Patrick Ebert an den Ball und versenkte das Leder halbhoch im rechten Eck des KSC-Tors (38.). Florian Ballas setzte nach 44 Minuten noch einen Kopfball neben den Kasten, danach ging es für die Gäste mit dem 0:1-Rückstand in die Kabinen.

Beide Trainer setzten die Partie im zweiten Durchgang mit identischem Personal fort. Gleich zu Beginn bediente Linus Wahlquist den in der Mitte postierten Patrick Schmidt, dessen Kopfball Uphoff abfangen konnte (47.). Nach 61 Minuten reagierte Schwartz und brachte mit Marc Lorenz und Marco Djuricin zwei frische Kräfte für Roßbach und Fröde. Wenige Sekunden nach dem Doppelwechsel brachte Gondorf einen Distanzschuss aufs Tor, wo Kevin Broll zur Stelle war. Richtig gefährlich wurde es dann bei Djuricins Hereingabe von der rechten Seite und Hofmanns Schuss, der nur knapp über die Latte flog (73.). Auf der Gegenseite rettete Pisot knapp 60 Sekunden später bei Schmidts Schuss für den bereits geschlagenen Uphoff. Für die letzten elf Minuten brachte Schwartz mit Anton Fink eine weitere Offensivkraft und stellte in der Defensive auf Dreierkette um. Dennoch blieb es beim 1:0 für Dynamo und dem missglückten Jahresauftakt des KSC.

Für den KSC geht es in der 2. Bundesliga bereits am Samstag weiter. Zu Gast im Wildparkstadion ist dann ab 13.00 Uhr Holstein Kiel.

Das Spiel im Stenogramm:

SG Dynamo Dresden:
  Broll - Wahlqvist, Burnic, Ballas, Hamalainen - Nikolaou, Ebert (79. Atik), Terrazzino, Horvath (90. Petrak), Klingenburg - Schmidt (75. Jeremejeff). Bank: Wiegers, Kreuzer, Löwe, Müller, Donyoh, Königsdörffer. Trainer: Markus Kauczinski.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede (79. Fink), Gordon, Pisot, Roßbach (61. Lorenz) - Fröde (61. Djuricin) - Stiefler, Gondorf, Wanitzek, Carlson - Hofmann. Bank: Gersbeck, Camoglu, Röser, Groiß, Kobald, Grozurek. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 1:0 Terrazzino (38.)
Gelbe Karten: Burnic (27.), Schmidt (51.), Horvath (64.), Ebert (77.) - Hofmann (43.)
Zuschauer: 27.595
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)

19. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:0 28.01.2020 18:30h
:
1:0 28.01.2020 20:30h
:
3:0 28.01.2020 20:30h
:
1:0 28.01.2020 20:30h
:
3:0 29.01.2020 18:30h
:
1:1 29.01.2020 20:30h
:
1:0 29.01.2020 20:30h
:
1:3 29.01.2020 20:30h
:
4:1 30.01.2020 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Arminia Bielefeld
19 10 7 2 37:21 16 37
2.
Hamburger SV
19 9 7 3 40:20 20 34
3.
VfB Stuttgart
19 10 4 5 33:24 9 34
4.
1. FC Heidenheim
19 8 6 5 27:21 6 30
5.
Jahn Regensburg
19 8 5 6 33:28 5 29
6.
Erzgebirge Aue
19 8 5 6 29:27 2 29
7.
SpVgg Greuther Fürth
19 8 4 7 28:24 4 28
8.
SV Sandhausen
19 6 9 4 24:21 3 27
9.
VfL Osnabrück
19 7 5 7 26:22 4 26
10.
Holstein Kiel
19 6 6 7 30:31 -1 24
11.
SV Darmstadt 98
19 4 10 5 21:26 -5 22
12.
FC St. Pauli
19 5 6 8 24:26 -2 21
13.
Hannover 96
19 5 6 8 22:31 -9 21
14.
VfL Bochum
19 4 8 7 32:36 -4 20
15.
Karlsruher SC
19 4 8 7 29:37 -8 20
16.
SV Wehen Wiesbaden
19 5 5 9 22:35 -13 20
17.
1. FC Nürnberg
19 4 7 8 27:38 -11 19
18.
Dynamo Dresden
19 4 4 11 18:34 -16 16
Dynamo Dresden
TOR K. Broll
DEF Wahlqvist
DEF Nikolaou
DEF Ballas
DEF Hamalainen
MIT Klingenburg
MIT Burnic
MIT Horvath
MIT Ebert
MIT Terrazzino
ANG Pat. Schmidt
Auswechselbank
TOR Wiegers
Kreuzer
C. Löwe
J. Müller
Donyoh
Königsdörffer
Eingewechselt
Jeremejeff
Atik
Petrak
Karlsruher SC
TOR Uphoff
DEF Thiede
DEF Gordon
DEF Pisot
DEF Roßbach
MIT Fröde
MIT Stiefler
MIT Wanitzek
MIT Gondorf
MIT Carlson
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Gersbeck
Kobald
Camoglu
Groiß
Grozurek
M. Röser
Eingewechselt
M. Lorenz
Djuricin
A. Fink

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