12. Spieltag
FC St. Pauli
2:2
Karlsruher SC
( 0:0 )
Zuschauerzahl: 29546
Schiedsrichter: Günsch (Marburg)
Austragungsort: Millerntor-Stadion
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Duell am Millerntor: KSC-Serie soll auch auf St. Pauli halten

Vorberichte von David Ruf

Sieben Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage und das Erreichen des Achtelfinals im DFB-Pokal haben KSC-Cheftrainer Alois Schwartz im Vorfeld des Auswärtsspiels beim FC St. Pauli (Samstag, 13.00 Uhr / Millerntor-Stadion) positiv auf die vergangenen Partien blicken lassen.

„Die letzten Wochen waren für uns sehr positiv, zuletzt mit dem Sieg im DFB-Pokal in Darmstadt am Dienstag“, bekannte der 52-jährige Fußballehrer. „Wir sind insgesamt gefestigter und variabler geworden, haben viele Systeme gespielt.“ Seit 26 Monaten ist Schwartz nun bei den Blau-Weißen im Amt, diese Kontinuität zahlt sich aus. „Wir sind jetzt mehr als zwei Jahre zusammen und haben uns sukzessive verstärkt. Die Mannschaft versteht sich gut, das merkt man auch auf dem Platz.“

Ihre positive Serie wollen die Karlsruher nun am Samstag am Hamburger Millerntor gegen die in der Liga zuletzt dreimal sieglosen Kiezkicker fortsetzen, die zudem im Pokal am Mittwoch Eintracht Frankfurt unterlagen. „Wir wissen, was uns dort erwartet. Es wird ein schweres Spiel vor einer tollen Kulisse“, sagte Kapitän David Pisot am Donnerstag. „Wir wollen mit breiter Brust auftreten und drei Punkte mit nach Hause nehmen.“

Personell kann Trainer Schwartz, dessen Team in Hamburg von rund 2.500 Fans unterstützt werden wird, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Marco Djuricin fällt mit Fieber aus. Lukas Grozurek hat nach seiner Erkrankung zwar noch Trainingsrückstand, könnte laut Schwartz aber eine Option für den Kader sein. In der Liga wird Stammkeeper Benjamin Uphoff ins Tor zurückkehren, auch wenn Marius Gersbeck seine Sache am Dienstagabend in Darmstadt laut Schwartz „hervorragend“ gemacht habe.

Gegner im Detail: Der FC St. Pauli

Vorberichte

Der Karlsruher SC spielt am Samstag (02.11., 13 Uhr) im Kiez. Trainer Jos Luhukay schämt sich für seine Mannschaft und ein 28-Jähriger gab diese Woche für den FCSP sein Profi-Debüt.

Sportlich so lala
Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen in der Liga und der Pokalniederlage gegen Eintracht Frankfurt könnte man beim FCSP von einer Minikrise sprechen. Nach dem Spiel gegen Heidenheim sagt Trainer Jos Luhukay in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt, dass er sich schäme und seine Mannschaft nur als durchschnittlich einstuft. Große Worte von einem Trainer; ob er sich damit bei Spielern und Fans beliebt macht, sei dahin gestellt. Nichtsdestotrotz wollen die Kiezkicker wieder punkten und das am besten schon gegen den Karlsruher SC. Die meisten Tore geschossen bei den Hamburgern hat Dimitrios Diamantakos, der übrigens schon mal für den KSC auflief. Mit seinen fünf Treffern kommt er zwar nicht an Philipp Hofmann heran, nichtsdestotrotz geht von ihm die meiste Gefahr aus. Aufgepasst, Gordon und Co!
Irres Comeback
Korbinian Müller schreibt beim FC St. Pauli aktuell vielleicht die schönste Geschichte. Der Keeper floh nach nur einem Jahr am Millerntor wieder aus der Hansestadt, weil er wenig bis keine Aussicht auf Spielzeit hatte. Der 28-Jährige hatte seine Profikarriere quasi schon beendet, als der FCSP ihn reaktivierte. Nach einer schweren Verletzung von Ersatztorhüter Svend Brodersen, feierte Müller im Pokalspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt sein Profi-Debüt. Der Keeper wechselte 2018 von Unterhaching in den Kiez, wobei seine Ex-Mannschaft zu seiner Zeit noch in der vierten Liga spielte.
Die Derbybilanz
So wie für den KSC der VfB Stuttgart, so ist für den FC St. Pauli der Hamburger SV der ewige Rivale im Duell um die Fußballvorherrschaft der Region. Bereits 93-mal standen sich die beiden Teams seit 1924 nun schon gegenüber. Die Bilanz spricht jedoch nicht für Pauli, sondern deutlich für den HSV. Nach rund 8.370 Spielminuten unterlagen die Kiezkicker den Hamburgern 59-mal und kassierten 292 Gegentreffer, wohin gegen der FCSP nur 14 Partien für sich entscheiden konnte und dabei 107 mal ins Schwarze traf. Nichtsdestotrotz gelang den Jungs ins Brown, wie sie sich selber nennen, am 16. September 2019 historisches. Der FC St. Pauli konnte erstmal seit 79 Jahren wieder ein Heimspiel gegen den HSV gewinnen. Glückwunsch!
Alte Team-Kameraden treffen
Kyoung-Rok Choi trifft am Samstag am Millerntor auf alte Bekannte. Der Mittelfeldmann des KSC spielte in der U19-Jugendmannschaft des FCSP, ehe er dort in den Profikader befördert wurde. Zu Beginn der letzten Saison wechselte der Südkoreaner dann nach Baden-Württemberg. Der KSC wünscht Kyoung ein frohes Wiedersehen und hoffentlich ein Tor gegen seinen Ex-Verein.
Live-Ticker
Den Live-Ticker findet ihr wie immer bei Twitter, Facebook und auf KSC.de.

Matchfacts: Alles Wissenswerte zum Auswärtsspiel beim FC St. Pauli

Vorberichte

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (13.00 Uhr) beim FC St. Pauli haben wir alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zu dieser Partie zusammengetragen.

St. Pauli und Karlsruhe treffen zum 21. Mal in der 2. Liga aufeinander. Gegen keinen aktuellen Zweitligisten gewann St. Pauli so oft wie gegen den KSC (9).

Das letzte Duell im Februar 2017 gewann St. Pauli zu Hause mit 5-0 – der höchste Sieg in diesem Duell. Überhaupt fuhr St. Pauli in der 2. Liga nur einmal einen höheren Sieg ein (7-1 gegen Braunschweig im September 2002).

St. Paulis Trainer Jos Luhukay verlor nur 1 seiner 6 Duelle mit dem Karlsruher SC – mit Augsburg in Karlsruhe (0-1 im März 2010). Ansonsten feierte Luhukay gegen den KSC 4 Siege und holte 1 Unentschieden.

Während der Karlsruher SC ligaweit am häufigsten nach Ecken traf (6-mal), kassierte St. Pauli die meisten Gegentore nach Ecken (5).

St. Pauli verlor zuletzt 2-mal in Folge mit 0-1 – eine längere Niederlagen-Serie hatte der Klub 2019 noch nicht. Mehr Niederlagen in Serie kassierten die Hamburger zuletzt im August/September 2018 unter Markus Kauczinski (3).

St. Pauli feierte alle 3 Saisonsiege 2019/20 am heimischen Millerntor. Während die Kiezkicker auswärts seit 11 Partien sieglos sind, holten sie 9 ihrer bisherigen 13 Saisonpunkte vor den eigenen Fans.

Der Karlsruher SC spielte zuletzt 5-mal in Serie unentschieden – neuer Vereinsrekord in der 2. Liga. Der Zweitliga-Rekord liegt bei 7 Punkteteilungen in Folge, gehalten von Unterhaching im Jahr 1996.

Beim 3-3 gegen Hannover kam Karlsruhe 3-mal nach einem Rückstand zurück und holte doch noch einen Punkt. In dieser Zweitliga-Saison holte Karlsruhe schon 7 Punkte nach Rückstand (Höchstwert zusammen mit Bielefeld und Aue).

Der Karlsruher SC wartet seit dem 2-1 beim SV Wehen Wiesbaden am 1. Spieltag (28. Juli) auf einen Auswärtssieg. Seither gab es 5 sieglose Gastspiele, aus denen der KSC nur 3 Punkte holte.

Karlsruhes Daniel Gordon erzielte gegen Hannover seinen ersten Doppelpack als Profi und wurde damit zum ersten KSC-Verteidiger mit einem Doppelpack in der 2. Liga seit Guido Buchwald im Dezember 1998 beim SSV Ulm (5-1).

2:2 auf St. Pauli: Kraftvoller Schlussspurt sichert KSC einen Zähler

Spielberichte von David Ruf

Dank eines kraftvollen Schlussspurts hat der KSC sich am Samstag beim FC St. Pauli einen Zähler gesichert. Nach einem Rückstand durch zwei Tore nach Foulelfmetern kamen die Karlsruher durch die Treffer von Marc Lorenz und Marvin Pourié doch noch zu einem 2:2-Unentschieden.

Beim KSC nahm Cheftrainer Alois Schwartz im Vergleich zum 1:0-Erfolg im DFB-Pokal in Darmstadt am Dienstagabend für die heutige Partie drei personelle Änderungen vor. Benjamin Uphoff kehrte wie angekündigt zurück zwischen die Pfosten, zudem rutschten Christoph Kobald und Marc Lorenz in die Startelf. Marius Gersbeck und Anton Fink mussten deshalb auf die Bank, Manuel Stiefler war erst gar nicht mit nach Hamburg gereist, da seine Freundin in diesen Tagen das erste gemeinsame Kind erwartet. Kyoung-Rok Choi hingegen stand an seiner früheren Wirkungsstätte zum vierten Mal in Folge in der Anfangsformation.

In einer flotten Anfangsphase kamen beide Mannschaften früh zu jeweils einer Schusschance. Sowohl Waldemar Sobota als auch Kyoung-Rok Choi verfehlten jedoch das Tor (4., 5.). Wesentlich gefährlicher wurde es nach sechs Minuten, als Sobota aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, Uphoff mit dem Knie den Ball aber abwehren konnte. Frei vor dem KSC-Keeper tauchte nach 17 Minuten auch der frühere Karlsruher Dimitrios Diamantakos auf, sein Schuss ging haarscharf am linken Pfosten vorbei. Aufgrund einer Abseitsstellung des Griechen hätte der Treffer ohnehin nicht zählen dürfen. Die Gäste blieben zunächst weiter durch Distanzschüsse gefährlich, dabei scheiterte Choi an Robin Himmelmann, der den Ball im Nachfassen sichern konnte (26.). Nach genau einer halben Stunde probierte es Marvin Wanitzek vom rechten Strafraumeck, Daniel Buballa konnte das Leder ins Aus abfälschen. Auf der Gegenseite musste Uphoff bei Sobotas nächster Aktion eingreifen, konnte den Schuss von der Strafraumkante aber zur Seite lenken (34.). Nachdem Uphoff auch gegen Mats Moeller Daehli zur Stelle war (42.), ging es zur Pause torlos in die Katakomben.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Buballa kam im Laufduell mit Marco Thiede im KSC-Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Christof Günsch entschied auf Elfmeter. Der Referee blieb auch nach Rücksprache mit dem Videoassistenten und eigener Betrachtung der Fernsehbilder bei seiner Entscheidung. Diamantakos verwandelte vom Punkt, Uphoff hatte die Ecke zwar geahnt, der Schuss des Griechen ins linke untere Eck war jedoch zu platziert (49.). Doch es kam nach 61 Minuten noch schlimmer für die Badener. Lukas Fröde traf Ryo Miyaichi bei einem Zweikampf mit dem Fuß im Gesicht, Günsch entschied erneut auf Strafstoß. Den verwandelte ebenso Diamantakos, diesmal hoch und mittig.

Nach dem zweiten Gegentreffer brachte Schwartz mit Marvin Pourié für Choi eine frische Offensivkraft. Gefährlich wurde es zunächst aber nur nach einer Standardsituation, als Daniel Gordon im Anschluss an eine Ecke von der rechten Seite einen Kopfball knapp links am Tor vorbeisetzte. Als es dann beim KSC in der Offensive endlich einmal schnell ging, wurde es prompt richtig gefährlich. Christoph Kobald schickte Pourié auf die Reise, der das Hamburger Tor frei vor Himmelmann nur knapp verfehlte (75.). Erfolgreich war hingegen Marc Lorenz nach 85 Minuten, als ihm vom linken Strafraumeck der Anschlusstreffer gelang. Damit war aber noch nicht Schluss, denn in der ersten Minute der Nachspielzeit durften die rund 3.000 mitgereisten KSC-Fans Pouriés Kopfballtreffer zum 2:2-Endstand bejubeln.

Durch den Punktgewinn bleiben die Blau-Weißen auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen. Am Montag, 11. November (20.30 Uhr) geht es in der nächsten Partie im heimischen Wildpark gegen den FC Erzgebirge Aue.

Das Spiel im Stenogramm:

FC St. Pauli:
Himmelmann - Zander, Östigard, Buballa - Miyaichi, Flum, Becker, Penney (29. Ziereis), Sobota (80. Lankford), Möller Daehli (86. Veerman) - Diamantakos. Bank: Müller, Knoll, Gyökeres, Kalla, Carstens, Diarra. Trainer: Jos Luhukay.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach (77. Camoglu) - Wanitzek, Fröde (77. Fink), Kobald, Lorenz - Hofmann, Choi (64. Pourié). Bank: Gersbeck, Röser, Kother, Groiß, Carlson, Grozurek. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 1:0 Diamantakos (49., Foulelfmeter), 2:0 Diamantakos (62., Foulelfmeter), 2:1 Lorenz (85.), 2:2 Pourié (90.+1)
Gelbe Karten: Flum (63.), Buballa (90.+5) - Kobald (57.), Fröde (61.)
Zuschauer: 29.546 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin)

12. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:1 01.11.2019 18:30h
:
3:3 01.11.2019 18:30h
:
2:2 02.11.2019 13:00h
:
3:1 02.11.2019 13:00h
:
1:1 02.11.2019 13:00h
:
3:1 03.11.2019 13:30h
:
2:1 03.11.2019 13:30h
:
1:1 03.11.2019 13:30h
:
3:1 04.11.2019 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Hamburger SV
12 7 4 1 29:11 18 25
2.
Arminia Bielefeld
12 7 4 1 24:13 11 25
3.
VfB Stuttgart
12 7 2 3 20:17 3 23
4.
Erzgebirge Aue
12 5 4 3 19:18 1 19
5.
SpVgg Greuther Fürth
12 5 3 4 14:15 -1 18
6.
1. FC Heidenheim
12 4 5 3 17:14 3 17
7.
Jahn Regensburg
12 4 4 4 22:18 4 16
8.
Karlsruher SC
12 3 6 3 21:23 -2 15
9.
FC St. Pauli
12 3 5 4 16:16 0 14
10.
SV Sandhausen
12 3 5 4 11:12 -1 14
11.
1. FC Nürnberg
12 3 5 4 20:22 -2 14
12.
Holstein Kiel
12 4 2 6 14:17 -3 14
13.
Hannover 96
12 3 5 4 14:18 -4 14
14.
SV Darmstadt 98
12 3 5 4 12:16 -4 14
15.
VfL Osnabrück
12 3 4 5 13:12 1 13
16.
VfL Bochum
12 2 6 4 23:25 -2 12
17.
SV Wehen Wiesbaden
12 2 4 6 14:25 -11 10
18.
Dynamo Dresden
12 2 3 7 13:24 -11 9
FC St. Pauli
TOR Himmelmann
DEF Zander
DEF Östigard
DEF Buballa
DEF Penney
MIT Flum
MIT Becker
MIT Miyaichi
MIT Möller Daehli
MIT Sobota
ANG Diamantakos
Auswechselbank
TOR Ko. Müller
Carstens
Kalla
Knoll
Diarra
Gyökeres
Eingewechselt
Ziereis
Lankford
Veerman
Karlsruher SC
TOR Uphoff
DEF Thiede
DEF Gordon
DEF Pisot
DEF Roßbach
MIT Fröde
MIT Kobald
MIT Wanitzek
MIT M. Lorenz
ANG Choi
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Gersbeck
Carlson
Groiß
Grozurek
M. Röser
Kother
Eingewechselt
Pourié
A. Fink
Camoglu

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