11. Spieltag
Karlsruher SC
3:3
Hannover 96
( 1:2 )
Zuschauerzahl: 13370
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Austragungsort: Wildparkstadion
Spielplan

Matchfacts: Alles Wissenswerte zum Heimspiel gegen Hannover 96

Vorberichte

Zum heutigen Heimspiel gegen Hannover 96 liefern wir Euch alle wichtigen statistischen Daten, Zahlen und Fakten rund um diese Partie. Anpfiff im Wildparkstadion ist um 13.00 Uhr.

Am 24. November 1986 feierte Hannover 96 beim 8-0 gegen Karlsruhe seinen höchsten Sieg in der eingleisigen 2. Bundesliga. Für den KSC war es die höchste Niederlage in Liga 2. Am Saisonende stiegen beide Teams in die Bundesliga auf.

Der Karlsruher SC gewann zwar nur 2 der vergangenen 12 Pflichtspiele gegen Hannover 96 (2 Remis, 8 Niederlagen), die beiden Siege gab es aber in den jüngsten 3 Duellen, welche alle im Wildpark stattfanden.

In der 1. Runde des DFB-Pokals 2018/19 gewann Bundesligist Hannover 96 beim Drittligisten Karlsruher SC deutlich mit 6-0, 2019/20 revanchierte sich der KSC im Duell der inzwischen Zweitligisten mit einem 2-0-Erstrundensieg.

Durch das 3-3 in Bochum ist Karlsruhe seit 5 Zweitliga-Spielen ungeschlagen (1 Sieg und zuletzt 4 Remis in Folge). Das gab es zuletzt im April/Mai 2016. Eine längere Serie gelang dem KSC letztmals im Herbst 2015 (7 Spiele).

Erstmals überhaupt spielte der Karlsruher SC innerhalb einer Zweitliga-Saison 4-mal in Folge unentschieden. Zuvor gab es das nur saisonübergreifend zwischen Mai 2016 und August 2016.

Karlsruhes Philipp Hofmann, in Bochum per Kopf zum zwischenzeitlichen 1-0 erfolgreich, erzielte 2019/20 die meisten Kopfballtore im deutschen Profifußball (4). In der Zweitliga-Torjägerliste liegt nur M. Schäffler (8 Tore) vor Hofmann (7).

Hannover 96 spielte zuletzt zwar erstmals in dieser Zweitliga-Saison 2-mal in Folge zu null, blieb aber auch in 4 der jüngsten 6 Partien torlos. Kein Team erzielte in diesem Zeitraum weniger Treffer als die Niedersachsen (4).

Aufstiegshoffnung: 3 Teams in der eingleisigen 2. Liga standen nach 10 Spielen bei 12 (wie Hannover aktuell) oder weniger Punkten und stiegen am Saisonende dennoch auf: Bochum 1999/2000, Frankfurt 2004/05 und Paderborn 2013/14.

Aufstiegsdämpfer: Hannover 96 stand bei seinen 4 Bundesliga-Aufstiegen aus der eingleisigen 2. Liga nach 10 Spielen stets bei mindestens 17 Punkten.

Hannover 96 bestreitet in Karlsruhe sein 300. Auswärtsspiel in der 2. Liga und könnte dabei erstmals seit 1999 wieder 3 Auswärtssiege in Folge feiern. Innerhalb einer Zweitliga-Saison gab es das sogar zuletzt 1986 (damals 4 Siege).

"Wenn wir alles abrufen, sind wir zu Hause schwer zu schlagen."

Vorberichte

Endlich wieder ein Spiel im Wildpark! Nach zwei Auswärtsspielen und der Länderspielpause, bestreitet der KSC kommenden Samstag sein nächstes Ligaspiel wieder vor heimischer Kulisse (26.10). Mit Hannover 96 wartet ein echter Brocken auf die Karlsruher.  

"Ich denke wir haben mehr als einen verdienten Punkt aus dem Pott mitgenommen. Wir haben eine klasse Mannschaftsleistung abgeliefert. Kompliment - 75 Minuten in Unterzahl: Charakter, Moral, Mentalität, aber auch Qualität, Das hat da alles gepasst" - so Cheftrainer Alois Schwartz bei der Pressekonferenz. Bis auf Lukas Fröde, der gegen Bochum eine sehr unglückliche rote Karte sah und Lukas Grozurek, der sich nach überstandener Krankheit noch nicht bei 100 Prozent seiner Fitness befindet, kann der Trainer gegen Hannover aus vollem Repertoire schöpfen.
"Hannover steht in der Auswärtstabelle auf Platz zwei und zu Hause auf Platz 18. Die Mannschaft hat sicher einen anderen Anspruch und deshalb kommt Samstag ein harter Bocken auf uns zu, aber da freuen wir uns auch drauf."

"Wir bereiten uns vor wie auch auf jedes andere Spiel. Wir müssen unsere Stärken auf den Platz bringen, vor heimischer Kulisse und wenn wir alles abrufen was wir können, dann sind wir auch schwer zu schlagen. Man hat es in Bochum gesehen, wir sind super reingekommen, es hat alles gepasst und mit dem Willen und der Gier, die drei Punkte hier zu behalten, wollen wir das Spiel am Samstag angehen" - meinte Marvin Wanitzek, der vergangene Woche in Bochum einen Elfmeter für seine Mannschaft heraus holte. 

Auf die Frage, wie Schwartz den gesperrten Fröde ersetzen möchte, antwortet er: "Alex (Groiß) hat's in Darmstadt gut gemacht, hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisiert und auch jetzt gegen Bochum kam er rein und es war nicht leicht für ihn, mit einem Mann weniger, aber auch das war ordentlich. Andererseits haben wir auch schon in anderen Systemen gespielt." 

"Wir sind sehr stark im schnellen Umschaltspiel, müssen aber von Anfang an aus der Defensive heraus arbeiten, um dann auch unsere Stärken einzubringen und Nadelstiche zu setzen. Ich denke, wenn wir da von unserer kämpferischen und läuferischen Arbeit alles geben, dann werden wir unsere Chancen bekommen und auch eventuell die Tore machen", erklärt Wanitzek zuversichtlich mit Hinblick auf die kommende Partie.

Turbulente Schlussphase im Wildpark: Doppelpacker Gordon trifft zum Punktgewinn

Spielberichte von David Ruf

Der KSC bleibt auch im sechsten Spiel in Serie ungeschlagen. Im Heimspiel gegen Hannover 96 besorgte Daniel Gordon in einer turbulenten Schlussphase den Treffer zum 3:3-Unentschieden.

KSC-Trainer Alois Schwartz musste seine Startelf für das Duell mit den Niedersachsen auf einer Position verändern, weil Lukas Fröde aufgrund seines umstrittenen Platzverweises am letzten Wochenende in Bochum heute gesperrt fehlte. Seinen Part im defensiven Mittelfeld übernahm Alexander Groiß. Auf der rechten Seite bot Schwartz erneut Kyoung-Rok Choi auf, dem in Bochum sein erster Pflichtspieltreffer gelungen war.

Im Wildparkstadion erlebten die 13.370 Zuschauer eine turbulente Anfangsphase mit zwei Treffern in den ersten acht Minuten. Den Beginn machten die Gäste in der 6. Minute, als Hendrik Weydandt aus acht Metern traf. Über Marc Stendera und Cedric Teuchert war der Ball in der Mitte beim Angreifer gelandet, der sich die Gelegenheit frei vor Benjamin Uphoff nicht entgehen ließ. Doch nur knapp 120 Sekunden später konnten die Karlsruher ausgleichen. Marcel Franke hatte den Ball nach Chois Pass im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt, Schiedsrichter Guido Winkmann entschied korrekterweise auf Strafstoß. Marvin Wanitzek überwand Hannovers Schlussmann Ron-Robert Zieler dabei mit einem platzierten Schuss ins linke obere Eck zum 1:1.

Der KSC drehte nach dem Ausgleich weiter auf gegen nun verunsicherte Hannoveraner, für die Zieler gleich zweimal retten musste. Zunächst konnte er eine Flanke von Choi gerade noch abwehren, kurz darauf war er bei Hofmanns Schuss aus 20 Metern zur Stelle (16., 19.). Nach der anschließenden Ecke setzte Hofmann zudem einen Kopfball nur knapp über den Querbalken (20.). Nach 29 Minuten landete der Ball zehn Meter vor dem Tor beim verdutzten Hofmann, dessen Schuss Zieler dann vor keine großen Probleme stellte. Während die Blau-Weißen das aktivere Team blieben, wurde es bei den Gästen - wie beim Führungstreffer - nur über das Zentrum gefährlich. Der vor Uphoff auftauchende Marvin Duksch brachte nach 38 Minuten jedoch  nur einen harmlosen Schuss zustande. Der Hannoveraner Angreifer stand auch bei der nächsten Aktion kurz vor der Halbzeit im Mittelpunkt. Damian Roßbach brachte Duksch im eigenen Sechzehner zu Fall, auch hier entschied Winkmann auf Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an gegen Uphoff und verwandelte zur 2:1-Pausenführung.

Die Karlsruher kamen zum zweiten Durchgang mit Schwung und dem agilen Choi aus der Kabine. Der Südkoreaner zog in der 47. Minute nach innen und schoss das Leder aus 17 Metern aufs Tor. Zieler konnte die Kugel jedoch abwehren. Auf der Gegenseite war Uphoff bei Teucherts Flachschuss ebenso zur Stelle (53.). In der Folgezeit passierte vor beiden Toren recht wenig, dafür war die Partie aufgrund von Fouls und Nickligkeiten immer wieder unterbrochen.

Schwartz reagierte nach 70 Minuten und brachte mit Marvin Pourié einen zweiten Angreifer. Alexander Groiß ging für ihn vom Feld, der KSC agierte fortan im 4-4-2-System. Nur wenige Minuten später kam der KSC zum verdienten Ausgleich, der sehenswerte Treffer gelang mit Daniel Gordon allerdings einem Abwehrspieler. Marco Thiedes weit geschlagene Flanke von der rechten Seite konnte Gordon mit einigem Anlauf wuchtig in Zielers Tor versenken (77.).

Gordons Treffer war der Auftakt zu einer spektakulären Schlussphase, in der zunächst der KSC zwei Chancen zur Führung vergab. Hofmanns Fallrückzieher landete neben dem Tor und Zieler konnte einen Freistoß von Wanitzek gerade noch aus dem linken unteren Eck fischen (82., 90.+1). Dafür schlug es überraschend auf der Gegenseite ein, Weydandt traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 für die Gäste. Doch die Karlsruher steckten nicht auf und kamen durch Gordons zweiten Treffer an diesem Nachmittag zum vielumjubelten Ausgleich (90.+6). Der bereits verwarnte Zieler ließ sich nach dem Tor zu einem Foul hinreißen und sah für seine Attacke auf den jubelnden Gordon Gelb-Rot.

Durch den erneuten Punktgewinn sind die Karlsruher nun seit inzwischen fünf Partien unbesiegt. Für den KSC geht es nun Schlag auf Schlag weiter: Bereits am Dienstagabend (20.45 Uhr) steht das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim SV Darmstadt 98 auf dem Plan, in der Liga gastiert das Schwartz-Team am kommenden Samstag (13.00 Uhr) beim FC St. Pauli.
 

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede (90.+8 Fink), Gordon, Pisot, Roßbach - Groiß (70. Pourié) - Choi (90.+4 Kobald), Stiefler, Wanitzek, Lorenz - Hofmann. Bank: Gersbeck, Camoglu, Röser, Djuricin, Carlson, Hanek. Trainer: Alois Schwartz.

Hannover 96: Zieler - Korb, Franke, Elez, Albornoz - Anton, Stendera (71. Haraguchi), Prib, Teuchert (84. Bakalorz) - Weydandt, Ducksch (90.+3 Hansson). Bank: Esser, Trevizan, Ostrzolek, Muslija. Trainer: Mirko Slomka.

Tore: 0:1 Weydandt (6.), 1:1 Wanitzek (8., Handelfmeter), 1:2 Duksch (43., Foulelfmeter), 2:2 Gordon (77.), 2:3 Weydandt (90.+4), 3:3 Gordon (90.+6)
Gelbe Karten: Groiß (48.), Torwarttrainer Miller (61.), Hofmann (73.), Cheftrainer Schwartz (78.), Wanitzek (80.) - Anton (36.), Elez (65.)
Gelb-Rote Karte: Zieler (90.+6)
Zuschauer: 13.370
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)

11. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 25.10.2019 18:30h
:
1:0 25.10.2019 18:30h
:
6:2 26.10.2019 13:00h
:
0:1 26.10.2019 13:00h
:
3:3 26.10.2019 13:00h
:
1:1 27.10.2019 13:30h
:
1:0 27.10.2019 13:30h
:
0:0 27.10.2019 13:30h
:
0:0 28.10.2019 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Hamburger SV
11 7 3 1 28:10 18 24
2.
Arminia Bielefeld
11 6 4 1 22:12 10 22
3.
VfB Stuttgart
11 6 2 3 17:16 1 20
4.
Erzgebirge Aue
11 5 3 3 18:17 1 18
5.
1. FC Heidenheim
11 4 4 3 16:13 3 16
6.
Jahn Regensburg
11 4 3 4 19:15 4 15
7.
SpVgg Greuther Fürth
11 4 3 4 11:14 -3 15
8.
1. FC Nürnberg
11 3 5 3 19:19 0 14
9.
Karlsruher SC
11 3 5 3 19:21 -2 14
10.
Holstein Kiel
11 4 2 5 13:15 -2 14
11.
SV Darmstadt 98
11 3 5 3 11:13 -2 14
12.
FC St. Pauli
11 3 4 4 14:14 0 13
13.
SV Sandhausen
11 3 4 4 10:11 -1 13
14.
Hannover 96
11 3 4 4 13:17 -4 13
15.
VfL Osnabrück
11 3 3 5 10:9 1 12
16.
VfL Bochum
11 1 6 4 20:24 -4 9
17.
Dynamo Dresden
11 2 3 6 12:21 -9 9
18.
SV Wehen Wiesbaden
11 2 3 6 13:24 -11 9
Karlsruher SC
TOR Uphoff
DEF Thiede
DEF Gordon
DEF Pisot
DEF Roßbach
MIT Groiß
MIT Wanitzek
MIT Stiefler
MIT Choi
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Gersbeck
Carlson
Camoglu
Hanek
M. Röser
Djuricin
Eingewechselt
Pourié
Kobald
A. Fink
Hannover 96
TOR Zieler
DEF Korb
DEF M. Franke
DEF Elez
DEF Albornoz
MIT Anton
MIT M. Stendera
MIT Prib
MIT Weydandt
MIT Teuchert
ANG Ducksch
Auswechselbank
TOR Esser
Felipe
Ostrzolek
Muslija
Eingewechselt
Haraguchi
Bakalorz
Hansson

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