1. Spieltag
x
SV Wehen Wiesbaden
1:2
Karlsruher SC
( 0:1 )
Zuschauerzahl: 6781
Schiedsrichter: Dingert (Gries)
Austragungsort: Brita-Arena
Spielplan

Der Ball rollt wieder: KSC gastiert in Wiesbaden

Vorberichte von David Ruf

Nach der rund zweimonatigen Sommerpause rollt der Ball in der 2. Bundesliga endlich wieder. Der KSC startet am Sonntag (15.30 Uhr) beim Mitaufsteiger SV Wehen Wiesbaden in die neue Saison.

„Wir freuen uns auf die Runde“, sagte Cheftrainer Alois Schwartz, der - ebenso wie sein komplettes Trainerteam - am Freitag seinen Vertrag verlängert hatte. Der 52-Jährige nutzte die Gelegenheit der Jahrespressekonferenz in den Räumlichkeiten von Hauptsponsor Klaiber Markisen auch dazu, noch einmal auf die Vorbereitung zurückzublicken und zeigte sich zufrieden mit deren Verlauf. „Wir sind gut reingekommen in die Vorbereitung, weil die Mannschaft auch in der Pause gut gearbeitet hat. Das Trainingslager verlief sehr gut, wir hatten sehr gute Testspiele und es hat sich im Team ein sehr gutes Gefüge gebildet.“

Nun liege ein langer Weg vor der Mannschaft, der am Sonntag in Wiesbaden beginnt. Dort wird Benjamin Uphoff das Tor hüten, der als Nummer eins in die Saison gehen wird. Dies sei mit Torwarttrainer Markus Miller so besprochen, sagte Schwartz, der gleichzeitig auch Uphoff-Vertreter Marius Gersbeck, im Sommer von Hertha BSC nach Karlsruhe gekommen, für seine Leistungen während der Vorbereitung lobte. Kontinuität gibt es ebenso im Spielerrat, der mit Kapitän David Pisot, dessen Stellvertreter Daniel Gordon sowie den weiteren Mitgliedern Marvin Wanitzek, Marco Thiede und Uphoff unverändert bleibt.

Pisot betonte, dass die Vorfreude innerhalb der Mannschaft riesig sei. „Wir haben darauf hingearbeitet, wieder in der 2. Bundesliga auflaufen zu können. Ich sehe uns gut gerüstet für die neue Saison“, erklärte Pisot. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und tolle Leute dazu bekommen.“

Mit Blick auf die sechs externen Neuzugänge Dirk Carlson, Lukas Fröde, Philipp Hofmann, Marco Djuricin, Lukas Grozurek und Gersbeck sowie den aus der U19 hochgezogenen Dominik Kother sprach auch Sportdirektor Oliver Kreuzer von „richtig guten Jungs, die Qualität haben“. Eigenschaften wie Mentalität, Teamgeist und Charakter hätten das Team in der vergangenen Saison ausgezeichnet. „Darauf haben wir auch bei den Neuzugängen geachtet.“

Das Saisonziel könne nach zweijähriger Abstinenz nur der Klassenerhalt sein, betonten Präsident Ingo Wellenreuther, Sportdirektor Kreuzer und Trainer Schwartz einmütig. „Es wird ein langer Weg, wir rechnen mit einer ausgeglichenen Liga. Wir brauchen einen langen Atem, Geduld und müssen immer an unsere Leistungsgrenze gehen, sagte Schwartz und auch Kreuzer unterstrich: „Es gilt, in der Liga anzukommen und zu bestehen. Uns erwartet ein extrem harter Wettkampf. Aber wir freuen uns darauf.

Gegner im Detail: Der SV Wehen Wiesbaden

Vorberichte

Zum Start der 2. Bundesliga trifft der KSC direkt auf einen Bekannten aus der letzten Saison. Am Sonntag um 15.30 Uhr ist das Team von Alois Schwartz beim SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Wir haben die Hessen vor dem Spiel unter die Lupe genommen.

Über die Relegation in die 2. Liga
Trotz ihres Aufstiegs werden es die Blau-Weißen am Sonntag nicht gerade schwer haben, den Weg zum ersten Auswärtsspiel der Saison zu finden: es geht gegen die Mitaufsteiger aus Wiesbaden, die den Weg in die 2. Bundesliga über die Relegation geschafft haben. Dem 1:2 gegen den FC Ingolstadt 04 in der heimischen Brita-Arena folgte ein Rückspiel, in das die Wiesbadener mit viel Kampfgeist und Willen gingen. 3:1 lautete der Endstand. Damit glückte dem Verein nach zehn Jahren Drittklassigkeit wieder der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Fünf Siege aus sechs Testspielen
Seitdem arbeitet die Mannschaft für die Herausforderungen der zweithöchsten deutschen Spielklasse, unter anderem fand die Vorbereitung im Trainingslager in Bad Gögging in Niederbayern statt. Sechs Testspiele bestritten sie seit dem Ende der letzten Saison. Nur gegen die Würzburger Kickers musste der SVWW eine Niederlage einstecken, 2:4 lautete der Endstand. Die anderen Partien gewannen die Wiesbadener allesamt, wenn auch gegen größtenteils niederklassige Mannschaften wie den VfB Ginsheim (Hessenliga), den Bonner SC (Regionalliga West) oder den SV Wacker Burghausen (Regionalliga Bayern). Im letzten Testspiel der Hessen war mit Boavista Porto ein internationaler Gast zu Besuch in der Brita-Arena, den portugiesischen Erstligisten schlug der SVWW mit 3:0.

Wiesbadener Stärke: Offensive
Tore schossen die Wiesbadener in den Testspielen zur Genüge, hier setzt sich der Trend der vergangenen Saison bei der Mannschaft fort. Mit 71 erzielten Toren stellten sie 2018/19 nämlich die beste Offensive der Dritten Liga. In den sechs Testspielen der letzten Wochen weisen die Hessen eine Tordifferenz von 19:9 auf. Häufig beteiligt an den Torerfolgen in den Testspielen war Neuzugang Phillip Tietz, der vom SC Paderborn in die Stadt am Rhein wechselte. Auch sein Kollege im Sturm, Daniel-Kofi Kyereh, steuerte einige Treffer bei. Vor der Offensive sollten die Blau-Weißen also schon einmal gewarnt sein, aber diese Stärke der Wiesbadener kennen sie ja noch aus der vergangenen Saison.

KSC in letzter Saison dankbarer Gegner
Aus 2018/19 haben die Karlsruher mit den Hessen übrigens noch eine Rechnung zu begleichen. Besser gesagt zwei. Denn sowohl in der Hin- als auch der Rückrunde musste sich das Team von Alois Schwartz dem SVWW geschlagen geben. Im Wildparkstadion stand es im Oktober 2018 am Ende 5:2 für die Wiesbadener, beim Rückspiel im März diesen Jahres zeigte die Anzeigetafel am Schluss ein 2:0 aus Sicht der Hausherren.

Neuzugänge für ein junges Team
Doch nun sind die Umstände andere. Beide Vereine haben sich auf dem Transfermarkt mit neuen Spielern verstärkt und andere abgegeben. Vom SVWW in Richtung Rostock verabschiedet hat sich Torhüter Markus Kolke, außerdem beendete Alf Mintzel nach neun Jahren und 272 Ligaspielen für die Wiesbadener diesen Sommer seine Karriere. Was die Neuzugänge angeht, setzten die Wiesbadener außer dem genannten Torjäger Phillip Tietz, Michael Niemeyer vom 1. FC Magdeburg und Marvin Ajani vom Halleschen FC vor allem auf junge, unbekanntere Talente. So kamen einige Spieler aus den zweiten Mannschaften großer Vereine, zum Beispiel der 20-jährige Dominik Franke vom VfL Wolfsburg II oder Tobias Mißner aus der zweiten Garde der Dortmunder Borussia. Daraus ergibt sich auch der niedrige Altersdurchschnitt des Teams, der bei 23,8 liegt. Zum Vergleich: 25,7 Jahre ist der Schnitt aus der Karlsruher Mannschaft. Wen die beiden Trainer letztendlich aufstellen werden, zeigt sich am Sonntag. Und um etwa viertel nach fünf steht dann auch fest, ob die Blau-Weißen ihre Rechnung mit dem SVWW begleichen konnten.

KSC holt mit 2:1 in Wiesbaden ersten Dreier

Spielberichte

Mit einem 2:1-Auswärtssieg setzte sich der KSC im ersten Saisonspiel 2019/20 gegen den Mitaufsteiger aus Wiesbaden durch. Das neu gebildete Angreiferduo aus Marvin Pourié und Philipp Hofmann entschied das Spiel durch seine beiden Treffer zugunsten der Blau-Weißen.

KSC-Trainer Alois Schwartz konnte beim Spiel gegen den Mitaufsteiger personell aus dem Vollen schöpfen. Benjamin Uphoff ist auch in dieser Zweitligasaison die Nummer eins im Tor, das gab Schwartz bereits bei der Jahrespressekonferenz am Freitag bekannt. Auch die Abwehr-Viererkette blieb mit Marco Thiede, Daniel Gordon, David Pisot und Damian Roßbach im Vergleich zur vergangenen Saison unverändert. Auf der Doppel-Sechs davor agierte Neuzugang Lukas Fröde gemeinsam mit Marvin Wanitzek. Auf den Außenbahnen kamen Burak Camoglu und Marc Lorenz zum Einsatz, den Angriff bildeten Marvin Pourié und Philipp Hofmann. Damit entschied sich Schwartz in der Startaufstellung für zwei Neuzugänge.

Beide Mannschaften starteten hochmotiviert in ihre erste Zweitligapartie nach dem Aufstieg. In der 6. Spielminute sahen die mitgereisten Fans die erste kleine Chance auf Seiten der Blau-Weißen. Nach einer Flanke von Burak Camoglu stand Marvin Pourié bei seinem Kopfball allerdings im Abseits. Direkt im Gegenzug kamen die Wiesbadener zu einer guten Möglichkeit. Michel Niemeyer konnte sich auf Höhe der Strafraumkante gegen drei Gegenspieler durchsetzen, aber David Pisot fälschte seinen Schuss zum Eckball ab (7.).

In der 14. Minute versuchte es dann Marvin Wanitzek aus etwa 16 Metern mit einem Abschluss, aber auch sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht, aus der keine Gefahr für die Wiesbadener entstand. Im Anschluss durften die Karlsruher doch jubeln: Nach einer Flanke von Marc Lorenz, die Daniel Gordon noch per Kopf verlängerte, stand Pourié am rechten Fleck und verbuchte seinen ersten Treffer in dieser Saison (15.).

In der 27. Minute brachte Pourié den Wiesbadener Torhüter Lukas Watkowiak in Bedrängnis, der den Ball daraufhin direkt auf Lorenz spielte. Dessen Schuss war aber nicht gefährlich genug. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Karlsruher das Spielgeschehen nach einer halben Stunde gut im Griff, zu zwingenden Chancen kamen sie dennoch eher selten. In der 30. Spielminute versuchte es Pisot mit einem Distanzschuss, der Watkowiak keine Schwierigkeiten bereitete.

Etwa zehn Minuten vor der Pause wurden dann auch die Hessen wieder aktiver und erarbeiten sich vereinzelte Tormöglichkeiten. In der 34. Minute konnte Lukas Fröde bei einem Angriff der Wiesbadener zum Einwurf klären, anschließend blockierten Pisot und Gordon Abschlüsse der Heimmannschaft (38., 39.). In der 45. Minute erspielten sich erneut die Karlsruher eine aussichtsreiche Chance, allerdings verfehlte Camoglus Flanke ihr Ziel. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff bekamen die Hessen dann noch einmal einen Freistoß, Moritz Kuhns Direktschuss strich allerdings links am Tor von Benjamin Uphoff vorbei (45.+1).

In die zweite Halbzeit startete das Team von Alois Schwartz mit Manuel Stiefler anstelle von Camoglu. In der 53. Minute entstand erstmals in Halbzeit zwei Gefahr vor dem Tor der Wiesbadener. Roßbach eroberte kurz nach der Mittellinie den Ball vom Gegner, gab ab auf Pourié, der sich bis in den Sechzehner durchsetzte. Dort kam der Stürmer zu Fall, einen Pfiff von Schiedsrichter Christian Dingert gab es aber nicht. Auf der anderen Seite folgte im Anschluss die große Chance für die Gastgeber. Niemeyers Schuss traf den auf der Linie stehenden Damian Roßbach, wodurch der Verteidiger gerade noch das Tor der Hessen verhinderte (55.).

Jubeln durften wenige Minuten später doch wieder die Blau-Weißen. Philipp Hofmann stieg nach einer Ecke von der rechten Seite hoch und köpfte zur 2:0-Führung ein (61.). Knappe zehn Minuten später gab es die große Chance auf das dritte Tor für die Badener. Wiesbadens Watkowiak hatte Probleme, Pouriés Schuss von links zu halten. Hofmann schnappte sich den Ball vor dem Torhüter und legte noch einmal auf Pourié zurück, dessen Schuss aber von der Wiesbadener Hintermannschaft geblockt werden konnte (72.). Daraufhin kamen die Hessen wieder zu einigen Chancen, die Karlsruher Abwehr und Torhüter Uphoff hatten einiges zu tun. In der 75. Minute testete der gerade eingewechselte Jeremias Lorch mit seinem starken Schuss Uphoff, der den Ball mit einer wichtigen Parade über die Latte lenken konnte.

In der Schlussviertelstunde wollte es das Team von Rüdiger Rehm noch einmal besonders wissen. Nach einigen kleineren Chancen, die wenig Gefahr ausstrahlten, gelang den Hessen in der Nachspielzeit doch noch der Anschlusstreffer durch Kyereh. Wenige Sekunden später pfiff Schiedsrichter Christian Dingert die Partie ab, die Karlsruher mussten also nicht mehr um den Sieg bangen. Mit dem 2:1 in der Brita-Arena landen damit die ersten drei Punkte in dieser Saison auf dem Konto der Aufsteiger aus Baden.

 

Das Spiel im Stenogramm:

SV Wehen Wiesbaden: Watkowiak - Kuhn, Mockenhaupt, Dams, Niemeyer - Shipnoski (58. Tietz), Gül (75. Lorch), Mrowca, Dittgen, Schäffler (67. Ajani), Kyereh. Bank: Bartels, Franke, Röcker, Chato, Titsch-Rivero, Guthörl. Trainer: Rüdiger Rehm.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu (46. Stiefler), Fröde, Wanitzek, Lorenz (90. Carlson) - Hofmann, Pourié (84. Djuricin). Bank: Gersbeck, Groiß, Kobald, Grozurek, Fink, Choi. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 0:1 Pourié (15.), 0:2 Hofmann (63.), 1:2 Kyereh (90.+2)

Gelbe Karten: Thiede (22.), Pisot (81.) - Schäffler (43.), Shipnoski (55.)
Zuschauer: 6.871
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

1. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 26.07.2019 20:30h
:
1:1 27.07.2019 15:30h
:
0:1 27.07.2019 13:00h
:
1:3 27.07.2019 15:30h
:
1:1 28.07.2019 13:30h
:
3:1 28.07.2019 15:30h
:
0:2 28.07.2019 15:30h
:
1:2 28.07.2019 15:30h
:
1:1 29.07.2019 20:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
1. FC Heidenheim
1 1 0 0 3:1 2 3
1.
Jahn Regensburg
1 1 0 0 3:1 2 3
3.
Erzgebirge Aue
1 1 0 0 2:0 2 3
4.
Karlsruher SC
1 1 0 0 2:1 1 3
4.
VfB Stuttgart
1 1 0 0 2:1 1 3
6.
1. FC Nürnberg
1 1 0 0 1:0 1 3
7.
Arminia Bielefeld
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
SV Darmstadt 98
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
Hamburger SV
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
Holstein Kiel
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
SV Sandhausen
1 0 1 0 1:1 0 1
7.
FC St. Pauli
1 0 1 0 1:1 0 1
13.
Hannover 96
1 0 0 1 1:2 -1 0
13.
SV Wehen Wiesbaden
1 0 0 1 1:2 -1 0
15.
Dynamo Dresden
1 0 0 1 0:1 -1 0
16.
VfL Bochum
1 0 0 1 1:3 -2 0
16.
VfL Osnabrück
1 0 0 1 1:3 -2 0
18.
SpVgg Greuther Fürth
1 0 0 1 0:2 -2 0
SV Wehen Wiesbaden
TOR Watkowiak
DEF Kuhn
DEF Mockenhaupt
DEF Dams
DEF Niemeyer
MIT Mrowca
MIT Gül
MIT Shipnoski
MIT Dittgen
ANG Kyereh
ANG Schäffler
Auswechselbank
TOR Bartels
D. Franke
Guthörl
B. Röcker
Chato
Titsch Rivero
Eingewechselt
P. Tietz
Ajani
Lorch
Karlsruher SC
TOR Uphoff
DEF Thiede
DEF Gordon
DEF Pisot
DEF Roßbach
MIT Fröde
MIT Wanitzek
MIT Camoglu
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
ANG Pourié
Auswechselbank
TOR Gersbeck
Kobald
Choi
Groiß
Grozurek
A. Fink
Eingewechselt
Stiefler
Djuricin
Carlson

Match
Center
1:0
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