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Spielplan

Finale um den bfv-Rothaus-Pokal: "Wollen uns den Cup sichern"

Vorberichte von David Ruf

Vor dem wohlverdienten Sommerurlaub steht für die KSC-Profis noch ein letztes Pflichtspiel an: Am Sonntag (14.00 Uhr) treffen die Blau-Weißen im heimischen Wildpark im Finale des bfv-Rothaus-Pokals auf den SV Waldhof Mannheim.

"Beide Mannschaften haben ihre Pflicht bereits erfüllt", sagte KSC-Cheftrainer Alois Schwartz angesichts der Tatsache, dass beide Teams in ihren jeweiligen Ligen bereits den Aufstieg feiern konnten. "Jetzt kommt die Kür und wir wollen den Pokal natürlich gewinnen." Durch einen Sieg würden die Karlsruher ihren Titel, den sie sich bereits im Mai 2018 sichern konnten, verteidigen.

Sowohl seine Schützlinge als auch die Mannheimer hätten sich in den letzten Tagen beim Mallorca-Ausflug "richtig intensiv vorbereitet", erklärte der KSC-Übungsleiter mit einem Augenzwinkern. "Ich hoffe auf eine schöne Partie, tolle Rahmenbedingungen und ein friedliches Spiel", so Schwartz weiter. "Wir wollen den Pokal in den Händen halten und dann geht's ab in den Urlaub."

Gegen den SV Waldhof kann Schwartz auf den gleichen Kader zurückgreifen, der zuletzt beim Heimspiel gegen den Halleschen FC zur Verfügung stand. Neben Ersatzkeeper Sven Müller fehlen also auch am Sonntag Marc Lorenz und Manuel Stiefler (beide Oberschenkelprobleme), Christoph Kobald (Schulterprobleme) sowie Alexander Groiß (Schambein). Dafür könnte der eine oder andere Spieler, der weniger zum Zug gekommen war, im letzten Pflichtspiel noch zu Einsatzzeiten kommen. Konkret betreffen könnte dies Keeper Mario Schragl, so Schwartz.

Unterdessen erklärte Martin Röser, dass man innerhalb des Teams wisse, worum es im Derby geht. "Wir werden das Spiel dennoch wie immer angehen. Die sportliche Brisanz ist sicher nicht die Größte, dennoch wollen wir natürlich mit einem positiven Erlebnis in die Sommerpause gehen."

Gegner im Detail: Der SV Waldhof Mannheim

Vorberichte

Am Sonntag geht es für den KSC im Finale des bfv-Rothaus-Pokal gegen den SV Waldhof Mannheim. Um 14 Uhr pfeift Schiedsrichter Tobias Fritsch das Duell der beiden Aufsteiger im Wildparkstadion an. Wir haben die Mannheimer einmal genauer unter die Lupe genommen.

Beeindruckende Punktequote
Vor der Partie am Sonntag steht eines schon mal fest: in der Liga sind sowohl der KSC als auch die Mannheimer aufgestiegen. Die Blau-Schwarzen spielten in der Regionalliga Südwest eine starke Saison und stehen nach dem letzten Spieltag mit 88 Punkten aus 34 Spielen souverän auf Tabellenplatz eins. Im Schnitt bedeutet das eine Ausbeute von 2,58 Punkten pro Spiel.

2,58 Tore pro Ligaspiel
Auch was das Tore schießen anging, waren die Kurpfälzer von ihren Ligakonkurrenten nicht einzuholen. 88 Tore stehen am Ende der Saison zu Buche. Dafür verantwortlich waren vor allem Valmir Sulejmani, zweitbester Torschütze der Regionalliga Südwest, und Timo Kern. Sulejmani erzielte in 32 Spielen 18 Tore und hat außerdem 12 Vorlagen auf dem Konto. Sein Mittelfeldpartner Timo Kern konnte bei 28 Einsätzen 17 Mal einnetzen und verbuchte 10 Assists. Tore und Vorlagen zusammengezählt, kommen die beiden Torjäger auf 57. Eine Zahl, die nicht mal das Sturmduo Fink und Pourié bei den Blau-Weißen erreichte. Sie erzielten zusammen 53 Tore und Vorlagen.

Ex-Karlsruher in den Reihen der Blau-Schwarzen
Der Name Timo Kern dürfte übrigens noch vielen KSClern ein Begriff sein. Schon als 11-Jähriger spielte er bei den KSC-Junioren, später dann in der Jugend und vor seinem Wechsel zum FC-Astoria Walldorf sogar in der ersten Mannschaft der Blau-Weißen. Insgesamt 12 Jahre war der heute 29-Jährige beim KSC.

Der SV in guter Form
Die Torgefahr, die er und sein Kollege Sulejmani bei Waldhof Mannheim versprühen, zeigte sich auch häufig in den Auswärtspartien der Pfälzer. In fremden Stadien holte die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares 15 Siege und zwei Unentschieden, keine einzige Niederlage musste sie auswärts einstecken. Allgemein sind die Blau-Schwarzen aktuell in einer guten Verfassung. In den letzten zehn Ligaspielen ließen sie nur zwei Punkte liegen.

Großer Unterschied beim Torverhältnis im Pokal
Zum Pokalfinaleinzug verhalfen den Mannheimern in ihren vorherigen Partien Siege über die SpVgg Neckarelz, den VfB Eppingen, den 1.CfR Pforzheim und den FC Nöttingen. Allerdings gab es gleich drei Mal einen knappen 1:0-Sieg, nur gegen Neckarelz setzten sich die Waldhöfer klar mit 4:0 durch. Im Vergleich dazu weist der KSC nach seinen vier Pokalspielen ein Torverhältnis von 20:1 auf. Das diesjährige Finale des bfv-Rothaus-Pokal ist übrigens eine Wiederholung des letztjährigen Halbfinales. Damals setzten sich die Blau-Weißen mit einem 4:0 klar über den Gegner aus der Pfalz hinweg. Ob sich auch dieses Ergebnis wiederholen wird, zeigt sich am Sonntag im Wildpark.

Tickets für das Aufsteigerduell
Wer das Derby nicht verpassen will, kann sich noch Tickets sichern: für Mitglieder und Dauerkarteninhaber online mithilfe der KSC-ID, für alle anderen noch heute und morgen im Fanshop und am Sonntag natürlich an der Tageskasse!

Matchfacts: Alles Wissenswerte zum Heimspiel gegen den Halleschen FC

Vorberichte von David Ruf

Am letzten Spieltag der 3. Liga trifft der KSC, der bereits als Aufsteiger feststeht, am Samstag (13.30 Uhr) auf den Halleschen FC. Wir haben alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zu dieser Partie gesammelt.

Der KSC konnte durch den 4:1-Erfolg in Münster bereits am letzten Samstag die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machen. Dem Halleschen FC ist der vierte Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Damit sind die Hallenser für den DFB-Pokal 2019/20 qualifiziert.

Der KSC ist in den bisherigen fünf Duellen mit dem Halleschen FC noch ungeschlagen (drei Siege, zwei Remis).

Das Hinspiel in Halle konnte der KSC im Dezember mit 3:0 für sich entscheiden. Anton Fink (2) und Marvin Pourié erzielten die Treffer in der Saalestadt.

Die Karlsruher haben ihre letzten vier Partien allesamt gewonnen und sind seit insgesamt sechs Partien ungeschlagen.

Mit nur 32 Gegentoren in der bisherigen Saison stellt der Hallesche FC die zweitbeste Abwehr der Liga, nur der Meister VfL Osnabrück fing sich weniger Tore ein.

KSC-Angreifer Marvin Pourié hat beste Chancen, erfolgreichster Drittliga-Torschütze der Saison zu werden. Er führt die Rangliste mit 22 Treffern klar vor dem Wiesbadener Manuel Schäffler (15) an.

Im Kader des HFC steht mit Mathias Fetsch ein Spieler mit KSC-Vergangenheit. Fetsch, von 1996 bis 2008 im KSC-Talentteam und beim KSC II aktiv, traf in dieser Spielzeit in 32 Partien 8 Mal.

Unter dem zu Saisonbeginn neu verpflichteten Trainer Torsten Ziegner holten die Hallenser in den bisherigen 37 Spielen 63 Zähler - Rekord für den HFC in der 3. Liga.

Ziegner war in der Saison 2002/03 beim FC Rot-Weiß Erfurt Spieler unter dem damaligen Coach Alois Schwartz.

Karlsruhe und Halle an der Saale sind seit 1987 Partnerstädte.

Martin Röser kam zu Beginn dieser Spielzeit vom HFC zu den Blau-Weißen. Zwei Saisons hatte er vorher bei den Saalestädtern verbracht und in dieser Zeit 13 Mal getroffen.

Karlsruher Aufsteiger empfangen Halle: "Wir wollen ein Fußballfest feiern"

Vorberichte von David Ruf

Nach dem bereits feststehenden Aufstieg in die 2. Bundesliga können die KSC-Profis ohne Druck in das letzte Saisonspiel gehen und befreit aufspielen. „Das hat sich die Mannschaft verdient“, betonte Kapitän David Pisot vor der Partie gegen den Halleschen FC (Samstag, 13.30 Uhr / Wildparkstadion).

Die Laune im Wildpark ist seit der Gewissheit, dass es mit der Zweitliga-Rückkehr geklappt hat, prächtig. Entsprechend gelöst gab sich auch Cheftrainer Alois Schwartz am Donnerstag. „Wir haben uns diesen Aufstieg durch eine tolle und konstante Mannschaftsleistung erarbeitet“, lobte der 52-Jährige. Als er im August 2017 in den Wildpark gekommen war, hatte Schwartz Stabilität und Kontinuität als Ziele ausgegeben. „In den 69 Spielen seither haben wir 135 Punkte geholt. Dafür ziehe ich den Hut vor meiner Mannschaft.“

„Jetzt wollen wir unseren Fans den Heimsieg schenken. Sie haben uns über die gesamte Saison zuhause und auswärts vorbildlich unterstützt. Auch das hat Punkte gebracht“, so Schwartz. Den Dank des Coaches gab es auch für das gesamte Trainerteam, die medizinische Abteilung („Wir hatten die ganze Saison über nur wenig Verletzte“), das KSC-Präsidium („Es war immer eine gute Zusammenarbeit“), die Medienvertreter und Sportdirektor Oliver Kreuzer. „Wir haben eine sehr gute, kommunikative und freundschaftliche Zusammenarbeit, die gefruchtet hat.“

Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft

Alois Schwartz

Gefruchtet hat auch das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. Der Lohn für Kapitän Pisot und seine Mitspieler sind der vorzeitige Aufstieg und ein Spiel ohne Druck gegen den HFC. „Das ist genau das, was wir uns erträumt haben. Wir wollen ein Fußballfest feiern. Jeder von uns freut sich riesig, wir genießen das einfach.“

Gegen die Hallenser, für die es als Tabellenvierter ebenfalls um nichts mehr geht, muss Trainer Schwartz auf mehreren Positionen umbauen. Neben Ersatzkeeper Sven Müller fehlen auch Marc Lorenz und Manuel Stiefler (beide Oberschenkelprobleme) sowie Alexander Groiß (Schambein). Deshalb sollen gegen Halle auch Spieler zum Zug kommen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten bekommen hatten. Darunter wird wohl Martin Röser sein, dem in Münster sein erster Saisontreffer gelungen war.

Gegner im Detail: Der Hallesche FC

Vorberichte

Der 38. Spieltag und damit der letzte in der Dritten Liga steht vor der Tür. Am Samstag geht es für den KSC im heimischen Stadion gegen den Halleschen FC. Das Thema Aufstieg ist für beide Mannschaften schon durch, die Karlsruher belegen am Ende sicher den zweiten Platz, Halle kann es nicht mehr in die Relegation schaffen. Doch einen positiven Saisonabschluss wollen beide Teams schaffen. Wir haben die Rot-Weißen unter die Lupe genommen.

Erfolgreiche Saison auch ohne Aufstieg
Mehrmals in dieser Saison standen die Hallenser unter Trainer Torsten Ziegner bereits auf dem Relegationsplatz, letztendlich müssen sie sich aber mit Platz vier in der Liga zufrieden geben. Bis zum vergangenen Spieltag, an dem die Rot-Weißen gegen die Eintracht aus Braunschweig antraten, träumte die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt noch von der Relegation. Doch trotz des eigenen 1:0-Sieges hatte es sich dann rein rechnerisch ausgeträumt, da auch der SV Wehen Wiesbaden drei Punkte einfuhr. Die Saalestädter können so den Vier-Punkte-Rückstand auf die Wiesbadener nicht mehr aufholen. Vom KSC trennen den Halleschen FC einen Spieltag vor Saisonende acht Punkte.

Starke Form der Hallenser im Saisonendspurt
Um den Fans einen würdigen Abschied von der Spielzeit 2018/19 zu liefern, wollen beide Mannschaften am Samstag noch einmal einen Sieg einfahren. Zuschauer können sich also auf ein spannendes Spiel einstellen, denn die Ausbeute beider Teams in den letzten sieben Spielen kann sich sehen lassen. Sowohl die Rot-Weißen als auch die Blau-Weißen nahmen aus ihren Partien von 21 möglichen Punkten 16 mit und verbuchten dabei fünf Siege. Besonders vor der Abwehr der Hallenser sollte der KSC gewarnt sein: Mit nur 32 Gegentoren in der bisherigen Saison stellt der Hallesche FC die zweitbeste Abwehr der Liga, nur der Meister VfL Osnabrück fing sich weniger Tore ein. Im direkten Vergleich zwischen den Karlsruhern und den Hallensern sieht es allerdings recht deutlich aus. 1:7 Tore aus Sicht des HFC. Kein einziger Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen gab es bisher gegen den KSC. So sah der Hallesche FC auch in der Hinrunde dieser Spielzeit gegen die Badener nicht gut aus. Ein 0:3 im eigenen Stadion mussten die Rot-Weiß am Ende hinnehmen.

Nur einer von drei Toptorschützen im Einsatz
Ein Problem für die Saalestädter könnte sein, dass zwei ihrer Toptorjäger bei der Partie am Samstag nicht dabei sein werden. Während Mathias Fetsch (acht Saisontore) wegen einer Meniskusverletzung ausfällt, muss Sebastian Mai (sieben Saisontore) aufgrund seiner zehnten gelben Karte aus dem vergangenen Spiel nun gegen die Karlsruher pausieren. Tore schießen wird dann wohl die Aufgabe von Bentley Baxter Bahn, der diese Saison acht Mal einnetzen konnte. Zusammengenommen haben die drei Torjäger der Rot-Weißen übrigens gerade einmal ein Tor mehr geschossen, als KSC-Stürmerstar Marvin Pourié. Apropos Torschützen: Möglich wäre in der Partie am Samstag, dass ein Spieler gegen seinen Ex-Verein knipst. Martin Röser kam zu Beginn dieser Spielzeit vom HFC zu den Blau-Weißen. Zwei Saisons hatte er vorher bei den Saalestädtern verbracht und in dieser Zeit 13 Mal getroffen.

Matchfacts: Alles Wissenswerte zum Auswärtsspiel bei Preußen Münster

Vorberichte von David Ruf

Zum letzten Auswärtsspiel der Saison tritt der KSC am Samstag (13.30 Uhr) beim SC Preußen Münster an. Wir haben alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zu der Partie gesammelt.

Die Karlsruher und die Münsteraner treffen am Samstag zum zehnten Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Der KSC siegte 6-mal (2 Remis, 1 Niederlage).

Das Hinspiel konnte der KSC im Wildpark klar mit 5:0 für sich entscheiden. Burak Camoglu (2), Anton Fink, Marc Lorenz und Marvin Pourié trafen für die Karlsruher beim Kantersieg.

KSC-Mittelfeldspieler Marc Lorenz spielte sowohl in der Jugend als auch später als Profi für die Preußen. Von 2009 bis 2011 absolvierte er 52 Partien und erzielte dabei vier Tore. Am Samstag fehlt der Mittelfeldmann aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre.

Beide Vereine waren 1963 Gründungsmitglieder der Bundesliga.

Abschied: Für Preußen-Trainer Marco Antwerpen, der zum Saisonende aufhört, ist es das letzte Heimspiel. Antwerpen ist seit Dezember 2017 im Amt und hatte seinen Abschied bereits im Januar verkündet. Sein Nachfolger wird Sven Hübscher.

Die „Adlerträger“ sind seit 5 Spielen ungeschlagen (3 Siege, 2 Remis).

Marvin Pourié (21 Treffer) und Anton Fink (13) haben in dieser Saison zusammen 34 der 58 KSC-Treffer erzielt.

Mit einem Sieg am Samstag würde der KSC in jedem Fall die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machen.

Der KSC zu Gast bei Preußen Münster: „Wir müssen alle Reserven rausholen, um das Ziel zu erreichen“

Vorberichte

Am Samstag um 13.30 Uhr spielt der KSC beim heimstarken SC Preußen Münster. Ein Sieg in diesem Spiel und der Aufstieg wäre den Blau-Weißen nicht mehr zu nehmen. Die Spieler müssen „alle Reserven rausholen“, fordert Alois Schwartz.

Auswärtsstarker KSC gegen heimstarkes Münster
Nach dem erfolgreich gestalteten Spiel gegen Großaspach am vergangenen Wochenende erwartet die Karlsruher am kommenden Samstag keine leichte Partie gegen Münster im Preußenstadion. „Wir wollen unsere Auswärtsstärke in Münster wieder unter Beweis stellen, um mit einem Sieg zurückfahren zu können“, so die Ansage von Schwartz. Die Münsteraner sind seit fünf Spielen ungeschlagen und ein besonders „heimstarkes Team“, wie auch Abwehrspieler Daniel Gordon in der Pressekonferenz vor dem Spiel anmerkt. „Es wird ein hartes Stück Arbeit“, ist er sich sicher. Das Aufstiegsrennen ist für die auf Tabellenplatz sechs stehenden Adlerträger zwar bereits gelaufen, dennoch werden sie dem KSC die drei Punkte nicht so einfach überlassen. Die gute Form von Münster ist natürlich auch Trainer Alois Schwartz nicht entgangen. „Sie sind sehr spielstark, lassen den Ball gut laufen und sind gut bei Standards. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen.“

Ein Teil der Verletzten kehrt zurück
Nicht mit von der Partie ist Sven Müller, der weiterhin mit Rückenproblemen zu kämpfen hat. Auch bei Christoph Kobald ist „an einen Einsatz noch nicht zu denken“, auch wenn seine Probleme mit der Schulter laut Schwartz bereits besser geworden sind. Marc Lorenz wird den Karlsruhern ebenfalls fehlen, das liegt an seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel, sowieso aber an der Sperre nach seiner gelb-roten Karte im Spiel gegen Großaspach. Bei drei anderen Spielern zeigt sich Trainer Alois Schwartz hoffnungsvoll für den Samstag. Neben Manuel Stiefler konnte auch Martin Röser am gestrigen Donnerstag wieder ins Training einsteigen, Sercan Sararer trainiert nach seinen Adduktorenproblemen schon seit Dienstag wieder mit der Mannschaft. Keine Zweifel gibt es an einer Einsatzfähigkeit von Marco Thiede, laut Schwartz könne man auf ihn „zu 100 Prozent zurückgreifen“.

Mit viel Selbstvertrauen zum Ziel
Dass der mögliche Aufstieg so nahe ist, beschäftigt die Mannschaft selbstverständlich, wie Daniel Gordon in der Pressekonferenz verrät. „Wir wissen jetzt natürlich, dass ein Sieg das Ding klar machen würde“, sagte er am Donnerstag. Deshalb gehen die Karlsruher mit dem klaren Ziel ins Spiel am Samstag, drei Punkte einzufahren. „Wir fahren mit sehr viel Selbstvertrauen nach Münster“, macht Gordon klar. Für Trainer Alois Schwartz heißt es wieder volle Konzentration auf die anstehende Partie. „Wir schauen auf uns, das haben wir die letzte Zeit auch gemacht, alles andere darf uns nicht interessieren“, gibt er vor. Begeistert zeigte sich der Trainer über die rund 2000 Fans, die mit nach Münster reisen werden, um das Team anzufeuern. Dann gilt es und die Mannschaft muss „alle Reserven rausholen, um das Ziel zu erreichen“, so Schwartz.

Gegner im Detail: Der SC Preußen Münster

Vorberichte

Am Samstag steht der vorletzte Spieltag in der 3. Liga an, um 13.30 Uhr beginnt die Partie des KSC im Preußenstadion in Münster. Gegen die Westfalen könnte bereits der Aufstieg klargemacht werden. Wir haben den Gegner vor dem Spiel genauer unter die Lupe genommen.

Keine Chance mehr im Aufstiegskampf
Das Spiel am Samstag im Preußenstadion kann eine wichtige Rolle im Rennen um den Aufstieg spielen. Jedoch nicht mehr für die Münsteraner. Die haben ihre Chancen auf eine Platzierung zwischen Platz eins und drei am Saisonende bereits verspielt. Mit einem Abstand von 16 Punkten auf den KSC stehen die Westfalen auf Tabellenplatz sechs. Sollten sie am Samstag im heimischen Stadion verlieren, steht dem Aufstieg des KSC nichts mehr im Wege. Doch der SC Preußen Münster wird es den Blau-Weißen sicherlich nicht leicht machen. Die Formkurve der Domstädter zeigt nämlich deutlich nach oben.

Fünf Spiele lang ungeschlagen
In den letzten fünf Spielen konnten die Münsteraner starke elf Punkte einfahren und blieben ungeschlagen. Siege holten die Adlerträger gegen die SG Sonnenhof Großaspach, 1860 München und den Halleschen FC, dessen Hoffnungen auf einen direkten Aufstieg sie damit zunichtemachten. Gegen den SV Meppen und Eintracht Braunschweig standen am Ende Unentschieden auf der Anzeigentafel. Nun will der SC unter Trainer Marco Antwerpen auch gegen die Blau-Weißen punkten, um die gute Saisonleistung zu untermauern. Außerdem soll die Hinspielpleite der Preußen im Wildparkstadion ausgeglichen werden.

Deutliche Niederlage der Münsteraner im Hinspiel
Im Dezember sahen die Westfalen gegen den KSC nämlich kein Land. Schon zur Pause stand es 3:0 für die Gastgeber, zwei Elfmeter ebneten den Blau-Weißen den Weg zum Heimspielerfolg. In Halbzeit zwei fand sich der Ball dann noch zwei Mal im Kasten des SC Preußen Münster, 5:0 war somit der Endstand. Im direkten Vergleich des KSC mit den Adlerträgern in allen Wettbewerben gewannen die Karlsruher sechs von zehn Spielen, drei Mal ging es Unentschieden aus. Die Statistik spricht also für die Blau-Weißen.

Keine bekannten Verletzungssorgen bei den Westfalen
Bei seiner Aufstellung für das Spiel gegen den KSC am Samstag hat Marco Antwerpen wie es bislang aussieht alle Möglichkeiten. Bis auf seinen schon seit April ausfallenden Innenverteidiger Dominik Lanius kann der Trainer soweit bekannt aus den Vollen schöpfen. Im vergangenen Spiel gegen Halle ließ Antwerpen seine Mannschaft unverändert auflaufen wie beim Unentschieden gegen Braunschweig eine Woche zuvor. Mit dabei natürlich der Top-Torschütze der Adlerträger, Martin Kobylanski. Er schoss in seinen bisherigen 36 Saisonspielen elf Tore. Als Vergleich: KSC-Stürmer Marvin Pourié, der beste Torschütze der Dritten Liga, erzielte 21 Tore.

Zuschauerzahlen über dem Saisondurchschnitt?
Noch nicht zu klären ist die Frage, wie viele Zuschauer am Samstag im Preußenstadion zu erwarten sind. Im Schnitt kamen diese Saison circa 7000 Fans zu den Heimspielen des SC Preußen Münster. Doch gegen Vereine wie den VfL Osnabrück oder 1860 München wurden über 10.000 Karten verkauft. Die Stadionkapazität ermöglicht jedenfalls bis zu 15.000 Zuschauer. Mit dabei sein werden etwa 2500 KSC-Fans, die die Reise nach Nordrhein-Westfalen auf sich nehmen. Die Verantwortlichen erwarten ein „stimmungsvolles“ Spiel.

Noch verfügbare Tickets für Kurzentschlossene
Wer an dieser Stelle auch Lust bekommen hat, im Preußenstadion dabei zu sein, aufgepasst: es gibt noch Tickets! Diese werden ab morgen um 9 Uhr bis Freitag um 12 Uhr im Fanshop am Wildparkstadion verkauft. Für je 12 Euro kann jeder Fan maximal vier Karten kaufen. Also sichert euch noch euer Ticket und seid dabei im Spiel gegen die Adlerträger.

Matchfacts: Alles Wissenswerte zum Heimspiel gegen Sonnenhof Großaspach

Vorberichte von David Ruf

Zum Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach heute um 14.00 Uhr haben wir vorab einen Blick auf die Statistik geworfen.

Beide Teams treffen am Samstag zum vierten Mal aufeinander. Zwei Duelle - darunter das Hinspiel - konnte der KSC für sich entscheiden. Die Niederlage in der Mechatronik Arena im September 2017 war gleichzeitig die Erste unter Cheftrainer Alois Schwartz.

Marco Thiede verpasst das heutige Spiel aufgrund einer Gelb-Sperre. Die droht bei den Blau-Weißen Marvin Wanitzek (9 gelbe Karten).

Die Großaspacher stehen zwar auf einem Abstiegsplatz, haben aber nach dem VfL Osnabrück (24 Gegentreffer) und dem KSC (33) die drittbeste Defensive der 3. Liga. 35 Gegentore gab es für das Team bislang.

Marvin Pourié (19 Tore) und Anton Fink (13) stellen den torgefährlichsten Angriff der 3. Liga.

Das 1:1 in Halle am letzten Spieltag war für die Sportgemeinschaft bereits das 18. Unentschieden der laufenden Saison.

KSC-Profi Saliou Sané war in der vergangenen Spielzeit in Großaspach aktiv. In 29 Einsätzen gelangen ihm acht Treffer.

Doppeltes Wiedersehen: Mit Max Reule und Michael Vitzthum hat Großaspach zwei frühere KSC-Akteure in seinen Reihen.

1994 schlossen sich die Spvgg Großaspach und der FC Sonnenhof Kleinaspach zur Sportgemeinschaft Sonnenhof Großaspach zusammen. 2014 schaffte man über die Relegation den Aufstieg in die 3. Liga.

Der KSC kann bereits heute den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen. Voraussetzung ist neben einem Karlsruher Sieg auch eine Niederlage von Wiesbaden in Lotte. Zudem darf Halle nicht gegen Münster gewinnen.

Gemeinsam HOCH: Noch 2.500 überdachte Plätze gegen Großaspach verfügbar

Vorberichte

Es geht nur zusammen: Unter dem Motto „Gemeinsam HOCH“ hofft der Karlsruher SC am morgigen Samstag gegen die SG Sonnenhof Großaspach (14 Uhr) auf ein ausverkauftes Wildparkstadion. Knapp 2.500 überdachte Plätze sind aktuell noch verfügbar.

Spielen der SV Wehen Wiesbaden und der Hallesche FC morgen für den KSC, können die Badener schon am morgigen 36. Spieltag den Aufstieg in die 2. Bundesliga klar machen. Voraussetzung ist dafür aber auch ein Heimsieg gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Gelingen soll dieser mit der Unterstützung von rund 17.500 KSC-Fans. Unter dem Motto „Gemeinsam HOCH“ wurde der Gästeblock in einen Heimbereich umgewandelt, sodass dort insgesamt 2.500 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen.

Dabei stehen die Zeichen gut für ein ausverkauftes Wildparkstadion: Nur noch rund 2.500 Karten sind für das Duell mit dem Tabellen-17. aktuell im KSC-Onlineticketshop, im Fanshop am Wildparkstadion sowie an den Vorverkaufsstellen verfügbar. Auf der Gegengerade sind noch rund 600 überdachte Sitzplätze zu haben, im Block D3 stehen dort auch knapp 1.400 Stehplätze zur Verfügung. Auf der Haupttribüne finden noch rund 500 Zuschauer Platz.

Jetzt Tickets unter ksc.de/tickets sichern! Die Tageskassen am Wildparkstadion öffnen um 10 Uhr.

Gastspiel in Rotterdam

Spielberichte

Zur Generalprobe vor dem Ligastart testete der KSC nochmal auf hohem Niveau. Gegen Feyenoord Rotterdam gab es in einem nicht öffentlichen Testspiel eine knappe 0:1-Niederlage. 

Der Ball zappelte in den ersten fünf Minuten der Partie gleich zweimal im KSC-Netz, doch nur der Schuss von Haps aus gut 17 Metern zählte für die Holländer (2.). Uphoff war bei dem platzierten Geschoss machtlos. Nur eine Minute später war es Larsson, der aus einem Meter den Ball aus einer Abseitsstellung über die Linie beförderte. Die Karlsruher brauchten gut 10 Minuten um auf dem Trainingsgelände der ersten Mannschaft in Rotterdam ins Spiel zu finden. Doch dann kamen Lorenz (11. Minute Distanzschuss), Wanitzek (16. Minute Freistoß an den Pfosten) und Grozurek (18. Abschluss in die Arme von Marsman) zu sehr guten Chancen. Die beste Gelegenheit zum 1:1 hatte Marvin Pourié in der 33. Minute. Zuvor hatten Roßbach und Hofmann die Vorarbeit im gegnerischen Strafraum geleistet und den Stürmer bedient, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und aus kurzer Distanz abzog. Marsman im Kasten bekam jedoch reflexartig die rechte Hand nach oben und verhinderte so den mittlerweile verdienten Ausgleich. Kurz vor der Pause war es erneut Marsmann, der sich als Spielverderber entpuppte und eine 100%-ige von Hofmann entschärfte.

 

Die zweite Hälfte startete mit zwei kleineren Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, bevor beide Trainer ab der 60. Minute den Test nutzen um neue Spieler zu bringen.  Der KSC brachte Djuricin für Hofmann im Sturm und Carlson für Roßbach auf der rechten Abwehrseite. Rotterdam nutze den Test um gleich sechs Nachwuchsspieler aufs Feld zu bringen. Dies kam den KSC natürlich entgegen. Die erste gute Möglichkeit hatte kurze Zeit nach den Wechseln Pourié, der einen Eckball knapp über die Querlatte köpfte. Ab der 70. Minute setzte KSC-Cheftrainer Alois Schwartz den gesamten mitgereisten Kader ein und brachte Fink, Sané, Kobald, Choi, Möbius und Groiß. Nach den vielen Wechseln kamen nur noch wenige Chance zustande und so verlor der KSC den letzten Test vorm Ligastart knapp mit 1:0.

Das erste Pflichtspiel findet am Sonntag (28.07, Anpfiff: 15:30 Uhr) in der Britta-Arena gegen den SV Wehen Wiesbaden statt.

Tore: 0:1 Haps (2.)

Gelbe Karten: -

Rote Karten:  -

Karlsruher SC: Uphoff –  Pisot, Gordon (70. Kobald), Thiede, Roßbach (60. Carlson) – Fröde (70. Groiß), Wanitzek (70. Choi), Grozurek (70. Möbius), Lorenz (70. Fink), – Pourié (70. Sané), Hofmann (60. Djuricin).

Feyenoord Rotterdam: Van Beek, Haps, Larsson, Sinisterra, Ayoub, Fer, Marsman, Wehrmann, Burger, Geertruida, Bannis

Jubiläumsblitzturnier: Freundschaftliche Duelle im Wildpark

Spielberichte von David Ruf

Nur wenige Tage nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Österreich stand für die KSC-Profis am heutigen Samstag das  große Blitzturnier zum 125-jährigen Vereinsjubiläum an. Zu Gast im Wildparkstadion waren die befreundeten Teams von Hertha BSC und SK Sturm Graz. Die Berliner konnten das Turnier durch zwei Siege für sich entscheiden.

KSC - SK Sturm Graz
Um 14 Uhr eröffneten das blau-weiße Team von Cheftrainer Alois Schwartz und der SK Sturm Graz das Turnier. Dabei kam Neuzugang Lukas Grozurek zu seinem ersten Einsatz im KSC-Dress - ausgerechnet gegen den Club, von dem er von wenigen Tagen nach Karlsruhe gewechselt war. Gespielt wurde in dieser wie auch in allen anderen Partien über 45 Minuten.

Die erste Aktion des Turniers gehörte den Gästen, Otar Kiteishvili scheiterte dabei mit seinem Schuss an Keeper Benjamin Uphoff. Auf der Gegenseite ergaben sich für den KSC innerhalb von knapp 120 Sekunden: Zunächst fand die Grozureks scharfe Hereingabe in der sechsten Minute vor dem Tor keinen Abnehmer, dann wurde Lukas Frödes Schuss im Strafraum geblockt (8.).

In den kommenden Minuten passierte bei sommerlichen Temperaturen im Wildpark vor beiden Toren zunächst nicht mehr. Der Grazer Keeper Tobias Schützenauer war erst nach 25 Minuten gefordert, bei Marvin Pouriés Flachschuss jedoch zur Stelle. Kurz vor Schluss wurde es dann ebenso noch einmal spannend vor dem Tor der Österreicher. Philipp Hofmann steckte im Strafraum durch zu Wanitzek, der die Kugel aber knapp verpasste  (41.). Wenige Sekunden später traf Kapitän David Pisot das Außennetz (42.). Der KSC konnte seine Feldüberlegenheit damit nicht in Tore ummünzen, so dass es bis zum Schlusspfiff beim 0:0 blieb. Der Sieger Partie musste demnach im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Dieses Duell geriet für die Zuschauer zur Geduldsprobe. Für den KSC trafen Pourié, Wanitzek und Hofmann, ehe Kapitän David Pisot beim Stand von 3:4 an Schützenauer scheiterte. Den Matchball konnte Lukas Spendlhofer nicht nutzen, da Uphoff den Schuss des Grazers parieren konnte. Die nächste Chance zur Entscheidung bot sich den Blau-Weißen beim Stand von 4:4, doch Damian Roßbach konnte die Kugel nicht im Tor unterbringen. Anschließend ging es noch einmal hin und her, für die Karlsruher waren Burak Camoglu und Daniel Gordon erfolgreich. Für die Gäste traf Markus Pink zum 6:7, das gleichzeitig den Endstand bedeutete, da Fröde an Schützenauer scheiterte.

Der KSC spielte: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach - Camoglu, Wanitzek, Fröde, Grozurek - Hofmann, Pourié


KSC - Hertha BSC
Nachdem Hertha BSC das zweite Spiel des Tages gegen den SK Sturm Graz durch einen Strafstoß-Treffer von Salomon Kalou mit 1:0 für sich entscheiden konnte, bestritten der KSC und die Berliner um 16 Uhr das dritte und letzte Spiel des Blitzturniers. Chefcoach Schwartz brachte im Vergleich zur ersten Partie mit Keeper Marius Gersbeck sowie Christoph Kobald, Dirk Carlson, Marc Lorenz und Marco Djuricin fünf neue Spieler.

Nach acht Minuten kamen die Karlsruher durch einen Standard zu ihrer ersten Möglichkeit, der Freistoß von Lorenz wurde jedoch geblockt. Nach zehn Minuten zappelte der Ball zwar im Netz, Djuricins Treffer wurde aber nicht anerkannt. Zunächst hatte Philipp Hofmann flach aufs Hertha-Tor gezielt und Torwart Rune Jarstein das Leder nur zur Seite abgewehrt. Djuricin stand bei seinem Abstauber allerdings im Abseits.

Um weiteren Akteuren Spielzeiten zu gewähren, wechselte Schwartz nach 17 Minuten und brachte mit Alexander Groiß, Saliou Sané, Anton Fink und Kyoung-Rok Choi drei frische Kräfte für Burak Camoglu, Marvin Pourié, Lukas Fröde und Marvin Wanitzek.

Nur kurz nach dem Wechsel gingen die Gäste aus der Bundeshauptstadt in Führung: Kapitän Veda Ibisevic traf aus rund 15 Metern in die Karlsruher Maschen. Der KSC blieb am Drücker und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten. So traf Djuricin nach 25 Minuten das Außennetz und Chois Distanzschuss flog nur knapp am Gehäuse vorbei (30.). Die beste Chance vergab Sané, der freistehend am Berliner Schlussmann Jarstein scheiterte (32.). Nach 35 Minuten war es aber doch soweit: Sané legte die Kugel quer zu Djuricin, der zum 1:1 einschieben konnte. Für die Berliner vergab Marko Grujic in der 41. Minute die große Chance zum Sieg, als er eine Direktabnahme an die Latte setzte. Doch auch der KSC kam noch zu einer guten Aktion. Fink legte die Kugel bei einem Konter quer zu Djuricin, der aus spitzem Winkel an Jarstein scheiterte (42.). Nachdem auch das zweite Spiel der Karlsruher am heutigen Nachmittag nach der regulären Spielzeit keinen Sieger gefunden hatte, ging es erneut ins Elfmeterschießen.

Dort brachte Ibisevic die Hertha erneut in Führung, die Groiß mit einem gefühlvollen Heber ausgleichen konnte. Vladimir Darida brachte die Hertha dann mit 3:2 in Führung, doch Choi hatte Glück, dass sein Schuss vom linken Pfosten an Jarsteins Hinterkopf prallte und von dort über die Linie rollte. Die Berliner zeigten sich ebenfalls weiter treffsicher, Florian Baak verwandelte zum 4:3. Bei diesem Spielstand blieb es zunächst, weil Jarstein den Versuch von Lorenz abwehren konnte. Marco Grujic erhöhte anschließend auf 5:3. Djuricin verkürzte zwar noch auf 4:5, doch Davie Selke gelang danach der Siegtreffer zum 6:4.

Der KSC spielte: Gersbeck - Thiede, Pisot, Kobald, Carlson - Camoglu (17. Sané), Wanitzek (17. Choi), Fröde (17. Groiß), Lorenz - Pourié (17. Fink), Djuricin


Freibier aus dem Freibier aus dem Rothaus-"Bierometer"

Nach dem Turnier unter Freunden wurde das 125-jährige Jubiläum des KSC noch weiter gefeiert. Hinter der Gegengeraden schenkten die Supporters das vom KSC-Exklusivpartner Rothaus gespendete Freibier aus dem Bierometer aus. Für jeden Heimtreffer, den die KSC-Profis in der vergangenen Saison erzielt hatten, hatte die Brauerei 30 Liter Bier versprochen. „Die Mannschaft hat in der Aufstiegssaison kräftig Bier für ihre Fans gesammelt. Das Blitzturnier ist da der perfekte Anlass, den Fans für ihre Unterstützung in der letzten Saison etwas zurückzugeben“, freute sich Eric Becker, Leiter Sponsoring bei Rothaus.

Der erste ernst zu nehmende Test

Spielberichte

Der Karlsruher SC erkämpft in letzter Minute dank eines Elfmetertores von Marvin Pourié gegen den tschechischen Erstligisten SK Sigma Olomouc ein 1:1 (0:0).

Als „ein Fußballschmankerl in Waidring“ bezeichnete der Stadionsprecher im Waldstadion die Partie zwischen dem tschechischen Erstligisten und dem Karlsruher SC. Cheftrainer Alois Schwartz versuchte bei der Zusammenstellung der Startformationen für beide Halbzeiten gleichstarke Teams auf den Platz zu bringen.

Die erste Chance gehörte Choi, der einen Freistoß in der achten Minute aus spitzem Winkel knapp neben den Pfosten setzte. Die erste unschöne Aktion folgte in der 15. Minute. Dirk Carlson musste nach einem harten Einsteigen kurz behandelt werden. Den anschließenden Freistoß aus aussichtsreicher Position setzte Anton Fink knapp neben das Tor von Sigma Olomouc, auch weil die Mauer ihn entscheidend abfälschte. Bereits in der 22. Minute musste Sigma das erste Mal wechseln: Verletzungsbedingt ging Tomas Zahradnicek vom Platz. Für ihn kam Martin Sladky. Auch die Gäste traten zunächst nur durch Standards in Erscheinung. In der 27. Minute zimmerte Simon Falta einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten und auch in der 36. Und 40. Minute waren es Distanzschüsse, die für Gefahr sorgten. Auf der Gegenseite kam der KSC durch einen platzierten Kopfball von David Pisot nach einer Ecke von Kyoung-Rok Choi beinahe zur Führung.  

Der erste ernstzunehmende KSC-Test nach der Sommerpause entwickelte sich zu einer ausgeglichenen Partie, die zur Pause den rund 100 Zuschauern noch keine Treffer bieten konnte.

Bis auf Christoph Kobald wechselten die „Hausherren in Waidring“, wie der KSC hier mittlerweile genannt wird, das komplette Team zur Halbzeit durch. Die frisch formierte Elf wurde in der 54. durch Jakub Junis kalt erwischt. Von rechts tauchte Vaclav Pilar in den Strafraum ein und legte auf den Torschützen ab, der aus einem Meter keine Mühe hatte zu verwandeln. Es dauerte bis zur 62. Minute bis Marvin Wanitzek mit einem Linksschuss die Antwort lieferte, der knapp neben dem Tor von Michal Reichl einschlug. Sigma reagierte und brachte drei neue Kräfte für die Schlussphase. In der Folgezeit drückten die Karlsruher auf den Ausgleich. Mit Hofmann und Pourié in der Sturmspitze machte man Druck auf die gegnerische Abwehrreihe, die jedoch bis kurz vor Ende Stand hielt. An der ersten Testspielniederlage konnten zwei direkt getretene Freistöße von Marvin Wanitzek, die beide nur knapp den Ausgleich verfehlten, nichts ändern. Doch in der Nachspielzeit dann der Pfiff. Marvin Pourié wurde im Strafraum von den Füßen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Torschützenkönig der vergangenen Drittligasaison zum 1:1-Endstand. Die oft ruppig geführte Partie hatte am Ende ein verdientes Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Der nächste Test findet bereits am Sonntag in Zell am Ziller im Parkstadion statt. Um 11 Uhr geht es dann in einem Blitzturnier gegen WSG Swarovski Tirol und den SV Werder Bremen.

 

Tore: 0:1 Junis (54.), 1:1 Pourié (90.)

Gelbe Karten:  -

Rote Karte: -

 

Karlsruher SC: (1.HZ) Uphoff – Camoglu, Pisot, Kobald, Carlson – Djuricin, Fröde, Hanek, Choi – Fink, Sané. (2.HZ) Gersbeck – Roßbach, Gordon, Kobald, Thiede – Groiß, Stiefler (83. Batmaz), Möbius, Wanitzek – Hofmann, Pourié

SK Sigma Olomouc: Reichl, Jemelka, Pilar, Houska, Yunis, Zmrzly, Gressak, Falta, Veprek, Zahradnicek, Benes

 Zuschauer: 100

 

 

Zweiter Test: KSC schlägt SC Durbachtal

Spielberichte von David Ruf

Der KSC hat auch seinen zweiten Test der Saisonvorbereitung gewonnen. Gegen den Landesligisten SC Durbachtal gab es in Rastatt einen 3:0 (2:0)-Erfolg.

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz musste heute auf Marc Lorenz (Oberschenkelprobleme) und Martin Röser (Sprunggelenksprobleme) verzichten. Bei hochsommerlichen Temperaturen von annähernd 40 Grad Celsius im Rastatter Stadtteil Rauental geriet die Partie für beide Mannschaften zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Den besseren Start erwischten die ganz in weiß gekleideten Karlsruher, die bereits nach acht Minuten in Führung gehen konnten. Dabei konnte Neuzugang Marco Djuricin in der Mitte des Strafraums einen Pass von Burak Camoglu verwerten. Philipp Hofmann und Dominik Kother vergaben kurz darauf Möglichkeiten, das Ergebnis schnell zu erhöhen (12., 15.). Stattdessen hatten die Blau-Weißen nach einem Eckball beim Pfostentreffer von Timo Petereit Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren (19.).

Nach einer ersten längeren Trinkpause war wieder der KSC am Zug, doch Manuel Stiefler scheiterte freistehend an Torwart Daniel Herr und Hofmann köpfte das Leder über den Kasten (26., 27.). Nachdem Marius Hauser für den SC Durbachtal eine weitere Möglichkeit vergab und knapp links am Tor vorbeizielte, verpasste es Djuricin sieben Minuten vor der Pause, bei einer Doppelchance den zweiten Treffer des Tages zu erzielen. Camoglus Flanke brachte der Österreicher per Kopf aufs Tor, den Apraller von Keeper Herr setzte er knapp rechts vorbei. Doch auch die Gastgeber spielten in dieser Phase munter mit, aber Niklas Martin gelang bei seiner Chance ebenso kein Treffer. Dafür stellte Hofmann nach 40 Minuten auf 2:0 für die Wildpark-Elf: Der Kopfball von Alexander Groiß im Anschluss an einen Eckball konnte noch abgewehrt werden, doch Hofmann war zur Stelle und konnte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drücken.

Während Schwartz beim 15:0-Erfolg beim FV Linkenheim im ersten Testspiel der laufenden Saisonvorbereitung zum zweiten Durchgang eine komplett neue Elf gebracht hatte, durfte diesmal Keeper Mario Schragl die kompletten 90 Minuten durchspielen. Los gingen die zweiten 45 Minuten mit zwei Lattentreffern. Keine drei Minuten nach Wiederbeginn nagelte Marvin Pourié nach einem feinen Solo den Ball ans Lattenkreuz und nach 53 Minuten traf Kapitän David Pisot ebenso den Querbalken. Auch Marvin Wanitzek konnte seinen Distanzschuss nicht im Tor unterbringen, weil Herr die Kugel im Nachfassen sichern konnte (64.). Zwei Minuten später konnte sich dann Anton Fink ebenso in die Torschützenliste eintragen, nachdem er nach einer Ecke den Ball am zweiten Pfosten im Tor unterbringen konnte.

In der Schlussphase verpassten es die Karlsruher, das Ergebnis noch etwas in die Höhe zu schrauben. Der von Dirk Carlson in Szene gesetzte Pourié köpfte den Ball neben das Tor und auch Fink verfehlte nach Marco Thiedes Flanke per Direktabnahme den Durbachtaler Kasten (80., 82.). Fink gehörte auch die letzte Gelegenheit der Partie, doch sein Schuss aus 20 Metern flog über den Kasten (88.).

KSC 1. Halbzeit: Schragl - Hanek, Gordon, Groiß, Roßbach - Camoglu, Stiefler, Möbius, Kother - Hofmann, Djuricin

KSC 2. Halbzeit: Schragl - Thiede, Kobald, Pisot, Carlson - Choi, Fröde, Wanitzek, Sané - Fink, Pourié

Tore: 0:1 Djuricin (8.), 0:2 Hofmann (40.), 0:3 Fink (66.)

Torfestival im Testspiel gegen Linkenheim

Spielberichte

Zum ersten Testspiel der Saison trat der KSC beim FV Linkenheim an. Das Team aus der A-Klasse feiert in diesem Jahr 100-jähriges Jubiläum, weshalb die Blau-Weißen ihnen einen Besuch abstatteten. 15 Tore mussten die Linkenheimer am Ende einstecken, selber gelang ihnen keines. Traurig dürfte am Ende trotzdem niemand nach Hause gegangen sein.

Ein echtes Torfestival veranstalteten die Karlsruher in ihrem Testspiel. Dennoch ging die erste richtige Chance auf das Konto der Schwarz-Roten. Danach aber legte der KSC los und ließ der Mannschaft aus der A-Klasse keine Chance mehr. In der sechsten Minute landete der Ball zum ersten Mal im Tor der Linkenheimer. Nach einer guten Vorarbeit von Carlson auf der linken Seite verwandelte Choi aus 11 Metern. Das 2:0 folgte schon vier Minuten später. Wanitzek mit einem strammen Schuss aus 20 Metern genau ins linke obere Toreck. In der Anfangsphase ging im Angriff des KSC mit Carlson und Pourié viel über links. Der zweite Stürmer im blau-weißen Trikot, Philipp Hofmann, orientierte sich eher rechts ein.

Schon zu diesem Zeitpunkt im Spiel gab es im Grunde keine Chancen der Gastgeber, was sich im gesamten Spiel kaum ändern sollte. In der 20. Minute gab es für die Zuschauer das erste Tor eines der KSC-Neuzugänge zu sehen. Nach einer Hereingabe von rechts wuchtete Hofmann einen Kopfball ins Tor der Linkenheimer. Kurz darauf verpasste Choi nur knapp das 4:0, der Ball ging links vorbei. Aber es ging trotzdem torreich weiter: In der 24. Minute setzte Möbius einen extrem gut platzierten Schuss genau in den linken Knick. Direkt nach dem Wiederanpfiff schon das 5:0. Pourié mit seinem ersten Treffer an diesem Tag. Das Spiel fand jetzt praktisch nur noch in der Hälfte der Linkenheimer statt, kaum überquerte der Ball einmal die Mittellinie. In der 28. Minute fast das 6:0 von Hofmann, im Strafraum gelangten seine Gegenspieler nicht an den Ball, dann traf er aber nur den linken Pfosten. Dann musste es eben doch wieder Pourié machen, trocken schloss er zum sechsten Tor ab. Das 7:0 fiel dann in der 32. Minute nach einer Ecke. Pourié ließ den Ball frech durch und Pisot verwandelte. In der 38. Minute gab es dann Foulelfmeter für den KSC, Pourié trat an und machte das 8:0.

Vor der Halbzeitpause gab es dann keine Tore mehr. Die Spieler aus der ersten Halbzeit sollten dadurch auch keine Chancen mehr auf Tore bekommen, nach der Pause gingen elf komplett neue Spieler auf das Feld. Weniger Tore gab es dadurch aber nicht. Gleich in der 50. Minute netzte Sané zum 9:0 ein. Danach gab es eine kurze ruhigere Phase, bevor der Torregen in der 57. Minute erneut begann. Roßbach sorgte mit einem Kopfball für die zweistellige Zahl auf der Toranzeige. Einige Chancen konnte der Linkenheimer Torwart Quinones im Anschluss stark parieren. In der 60. Minute war er beim Elfmeter von Fink aber machtlos. In der Folge schlugen wieder zwei unserer Neuzugänge zu. Erst Fröde in der 63., dann Djuricin fünf Minuten später. Das 14:0 machte dann mit einem Flugkopfball wieder Sané. Zehn Minuten lang gab es dann kein Tor mehr, fast schon außergewöhnlich in dieser Partie.

Fünf Minuten vor Schluss erreichte Sané dann aber doch noch den Hattrick, nach einer Hereingabe von Batmaz von der linken Seite. 15:0 war damit der Endstand im Spiel gegen die Schwarz-Roten. Die Torlust der Karlsruher ist schon einmal erkenntlich und kann am Sonntag (17.00 Uhr) im nächsten Testspiel gegen den SC Durbachtal in Rauental ihre Fortsetzung finden.

Aufstellung:
1. Halbzeit: Uphoff - Thiede, Groiß, Pisot, Carlson - Choi, Wanitzek , Möbius, Lorenz - Hofmann, Pourié
2. Halbzeit: Gersbeck - Camoglu, Gordon, Kobald, Roßbach - Djuricin, Fröde, Stiefler, Fink, Batmaz - Sané

Tore: 1:0 Choi (6.), 2:0 Wanitzek (10.), 3:0 Hofmann (20.), 4:0 Möbius (24.), 5:0, 6:0 Pourié (25.,29.), 7:0 Pisot (32.), 8:0 Pourié (38.), 9:0 Sané (50.), 10:0 Roßbach (57.), 11:0 Fink (60.), 12:0 Fröde (63.), 13:0 Djuricin (68.), 14:0, 15:0 Sané (75., 85.)

Acht Tore im Pokalfinale! Der KSC gewinnt gegen Waldhof Mannheim

Spielberichte

Der KSC gewinnt im Derby den bfv-Rothaus-Pokal! 5:3 für die Blau-Weißen stand es am Sonntag (Anpfiff 14.00 Uhr) nach 90 Minuten im Wildpark. Gegen den SV Waldhof Mannheim drehten die Karlsruher einen 0:2-Rückstand und krönten damit die Aufstiegssaison mit einem Titel.

Im Derby verzichten musste Trainer Alois Schwartz immer noch auf Kobald (Schultereckgelenkssprengung), Groiß (Schambeinprobleme), Stiefler und Lorenz (beide Oberschenkelprobleme). Dafür rückten dieses Mal Choi, Sararer, Röser und Sané in die Startelf.

Zu Beginn der Partie traten die Mannheimer sehr selbstbewusst auf, nach wenigen Minuten konnten sie schon die erste Chance verbuchen. Celiks Schuss hielt Uphoff (3.). Danach waren die Blau-Schwarzen weiter im Vorwärtsgang unterwegs, in den ersten zehn Minuten stand ein Chancenplus für die Mannheimer. Richtig zwingend wurden sie vor dem Tor aber nicht. Sowohl Suljemani mit einem Weitschuss (13.) als auch Sommer (14.) verpassten die Führung für die Waldhöfer. Das Spiel des KSC war indes von vielen Unsicherheiten geprägt, die den SV immer wieder zu Chancen einluden. Als Konsequenz daraus fiel in der 16. Spielminute das 1:0 für den SV Waldhof Mannheim. Meyerhöfer schloß ab und traf ins linke Eck. Auf die Führung der Blau-Schwarzen folgte gleich eine Gegenchance durch Thiede, dessen Schuss wurde aber abgefälscht und ging knapp am rechten Pfosten vorbei (17.).

Die ersten 25 Minuten waren alles andere als chancenarm, wenn die meisten Möglichkeiten auch auf das Konto der Mannheimer wanderten. In der 26. Minute fingen sich die Karlsruher den zweiten Gegentreffer ein. Nachdem Seegert zuerst noch an Uphoff scheiterte, stand Deville goldrichtig und brachte den Ball im Tor unter. Doch der KSC schlug sofort zurück: nur eine Minute nach dem 2:0 der Gäste setzte sich Sané im Alleingang gegen die Mannheimer Hintermannschaft durch, zog von links in die Mitte und schloss ins rechte Toreck ab (27.).

Trotz des Anschlusstreffers wirkten die Blau-Weißen, als seien sie noch nicht richtig im Spiel. Immer wieder sahen die Zuschauer Fehlpässe. Der KSC konnte zu diesem Zeitpunkt froh sein, dass die Waldhöfer ihre Chancen nicht konsequent nutzten, sonst hätte die Führung bereits höher sein können. Etwa zehn Minuten vor der Pause ging es dann etwas ruhiger zu, das Spiel fand nun weitestgehend im Mittelfeld statt, Chancen entwickelten sich nicht wirklich. Bis wenige Sekunden vor dem Abpfiff: in der ersten Minute der Nachspielzeit war es wieder Saliou Sané, der für den KSC traf. Pourié behielt im Strafraum die Übersicht und legte für seinen Sturmpartner auf, der Ausgleich für die Blau-Weißen (45.+1).

Zum Start der zweiten Halbzeit nahm Schwartz Sararer aus dem Spiel, für ihn kam Camoglu. Nach fünf gespielten Minuten gelang den Hausherren zum ersten Mal am heutigen Tag die Führung. Roßbach stieg nach einer Ecke hoch und nickte den Ball ein (50.). Kurz darauf flog Camoglu durch Fremdeinwirkung im Strafraum, doch Schiedsrichter Tobias Fritsch gab keinen Elfmeter (53.). Nach 15 Minuten in Halbzeit standen auch vermehrt Chancen auf Seiten der Blau-Weißen, die das Spiel mit der Führung im Rücken nun besser im Griff hatten. In der 57. Minute dann ein Rückschlag für den KSC, nach einer Schwalbe im Sechzehner sah Röser die gelb-rote Karte. Für eine gute halbe Stunde mussten die Karlsruher also in Unterzahl agieren. Doch die Blau-Weißen ließen sich von ihrem Nachteil nicht beeinflussen und machten das 4:2. Camoglu kam im Strafraum mit dem Ball am Fuß erst ins Straucheln, fing sich aber wieder und lupfte den Ball von der linken Seite über Torwart Scholz ins Tor der Mannheimer (60.).

Zu diesem Zeitpunkt konnte die Mannschaft unter Trainer Schwartz ihre Unsicherheiten fast komplett abstellen und war nun gut im Spiel. Auch die Stimmung der Fans auf den Rängen war bestens. Die Mannheimer bemerkten, dass sie etwas gegen die drohende Niederlage tun mussten und starteten einige vielversprechende Angriffe, unter anderem scheiterte Suljemani gleich zweifach an Uphoff (70., 74.). Daraufhin musste Uphoff dann doch hinter sich greifen. Der Anschlusstreffer für die Waldhöfer, Sommer verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern direkt (76.). Nun legten erneut die Karlsruher einen Zahn zu. Pourié (78., 82.) und Wanitzek (83.) verpassten jedoch noch die Vorentscheidung. In der 90. Minute machte Wanitzek dann doch alles klar: nach einem schön gespielten Konter brachte er den Ball im Tor unter. Kurze Zeit später konnten die Karlsruher den Sieg dann mit dem Pokal in den Händen feiern. Ein unterhaltsames Spiel mit einem Sieg der Karlsruher zum Abschluss der Saison.


Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Sararer (46. Camoglu), Choi (90.+1 Stoll), Wanitzek, Röser - Sané (61. Sverko), Pourié (90.+1 Batmaz). Bank: Kircher, Möbius, Stroh-Engel, Schragl, Fink. Trainer: Alois Schwartz

SV Waldhof Mannheim: Scholz - Meyerhöfer, Schultz, Seegert (67. Mi. Schuster), Hofrath (85. Sprecakovic) - Schuster, Nag (64. Franzin) - Sommer, Deville, Celik (72. Schwarz) - Suljemani. Bank: Varvodic, Flick, Weik, Loviso, Weis. Bernhard Trares

Tore: 0:1 Meyerhöfer (17.), 0:2 Deville (26.), 1:2 Sané (27.), 2:2 Sané (45.+1), 3:2 Roßbach (50.), 4:2 Camoglu (60.), 4:3 Sommer (76.), 5:3 Wanitzek (90.)
Gelbe Karten: Wanitzek (47.), Röser (52.), Roßbach (77.) / Suljemani (43.)
Gelb-Rote Karte: Röser (57.)
Zuschauer: 7367
Schiedsrichter: Tobias Fritsch (1. FC Bruchsal)

Niederlage gegen Halle tut Feierstimmung im Wildpark keinen Abbruch

Spielberichte von David Ruf

Feierstimmung im Wildpark: Nach dem bereits feststehenden Aufstieg des KSC in die 2. Bundesliga feierten die 15.232 Besucher ein rauschendes Fußballfest. Die 2:3-Niederlage auf dem Rasen gegen den Halleschen FC geriet zur Nebensache.

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz musste gegen die Saalestädter auf die verletzten Marc Lorenz und Manuel Stiefler (beide Oberschenkelprobleme) sowie Alexander Groiß (Schambein) verzichten. Für Groiß rückte Kyoung-Rok Choi in die Anfangsformation. Erneut von Beginn an ran durfte Martin Röser, dem am letzten Samstag in Münster sein erster Saisontreffer gelungen war.

Vor dem Abpfiff durften die KSC-Verantwortlichen am Spielfeldrand die Glückwünsche des Karlsruher Oberbürgermeisters Frank Mentrup und des Karlsruher Gemeinderats zum Aufstieg entgegennehmen. Zudem hieß es, Abschied zu nehmen von Torwarttrainer Kai Rabe, der den KSC nach acht Jahren am Saisonende verlassen wird. Verabschiedet wurde auch Urgestein Martin Stoll, der seine Karriere beenden wird. Stoll wurde nach Jahren im KSC-Talentteam im Jahr 2003 Profi und feierte mit dem Team die Aufstiege 2007, 2013 und 2019. Im Sommer 2009 wechselte er nach Aarau, ehe er über die Stationen Hansa Rostock und Dynamo Dresden im Jahr 2013 in den Wildpark zurückkehrte.

Obwohl es für die bereits aufgestiegenen Karlsruher und die auf Rang vier postierten Hallenser um nichts mehr ging, machten beide Teams in der Anfangsphase deutlich, dass sie zum Saisonabschluss die drei Punkte holen wollen. Beide Defensivreihen ließen aber zunächst keine Angriffe des Gegners zu. Ein Hauch von Gefahr entstand erst nach 14 Minuten, als Bentley Bexter Bahn und Pascal Sohm mit dem Kopf nach Kilian Pagliucas Flanke knapp verpassten. Für den KSC vergab Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourié nach 21 Minuten, als er einen Schuss aus kurzer Distanz knapp links am Tor vorbeischoss. KSC-Keeper Benjamin Uphoff musste erstmals nach 28 Minuten eingreifen, konnte Björn Kopeks Distanzschuss jedoch entschärfen. Nicht von Erfolg gekrönt war auch Daniel Gordons Versuch per Kopf im Anschluss an einen Wanitzek-Freistoß: Der Ball landete auf dem Tornetz. Das erste Tor machten dann die Gäste nach 40 Minuten, als Pascal Sohm eine Flanke von Niklas Landgraf zum Führungstreffer vollenden konnte.

Wenige Sekunden vor der Pause bot sich den Hausherren in der Partyhochburg Wildparkstadion die Chance zum Ausgleich, als Schiedsrichterin Katrin Rafalski nach einem Foul an Burak Camoglu auf Strafstoß entschied. Anton Fink verwandelte mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck zum 1:1-Pausenstand. Für den Drittliga-Rekordtorschützen war es der 15. Saisontreffer.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte HFC-Trainer Torsten Ziegner, einst in Erfurt unter dem heutigen KSC-Coach Alois Schwartz aktiv, Braydon Marvin Manu für Pagliuca. Ähnlich wie im ersten Durchgang tat sich auch im zweiten Spielabschnitt zunächst nichts vor beiden Toren. Erst nach 66 Minuten hatten die KSC-Fans den Torschrei wieder auf den Lippen. Zunächt konnte Marvin Ajani Finks Schuss auf der Linie entschärfen. Nur wenige Sekunden später scheiterte Fink an Keeper Eisele, auch Pourié konnte den Abpraller nicht im Tor unterbringen (67.).

Schwartz reagierte und brachte anschließend Justin Möbius für Choi. Den zweiten Treffer machten dennoch die Gäste: Manu nagelte die Kugel aus spitzem Winkel zum 2:1 für die Gäste in die Maschen (72.). Der Feierstimmung im Wildpark tat dies dennoch keinen Abbruch und einen Gänsehautmoment erlebten die 15.232 Besucher nach 76 Minuten, als Trainer Schwartz Martin Stoll zu seinem letzten Ligaeinsatz auf den Platz schickte. KSC-Urgestein Stoll nahm fortan in der Innenverteidigung den Platz neben Kapitän Pisot ein. Doch auch Stoll konnte in der 80. Minute den dritten Treffer der Gäste zum 3:1 durch den eingewechselten Maximilian Pronichev nicht verhindern. Für den KSC reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß durch Wanitzek (88.).

Der KSC beendet die Spielzeit damit mit 71 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Ein Pflichtspiel steht für die Blau-Weißen noch an, ehe es in den wohlverdienten Urlaub geht. Am kommenden Sonntag (14.00 Uhr) geht es im Wildpark im Finale des bfv-Rothaus-Pokals gegen den SV Waldhof Mannheim.

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon (76. Stoll), Pisot, Roßbach - Camoglu, Choi (67. Möbius), Wanitzek, Röser - Fink (83. Batmaz), Pourié. Bank: Kaiser, Sané, Sararer, Hanek. Trainer: Alois Schwartz.

Hallescher FC: Eisele - Schilk, Heyer, Landgraf - Ajani, Jopek, Bahn, Kastenhofer - Guttau (85. Fiedler) - Sohm (72. Pronichev), Pagliuca (46. Manu). Bank: Müller, Tuma, Arkenberg. Trainer: Torsten Ziegner.

Tore: 0:1 Sohm (40.), 1:1 Fink (45.+1, Foulelfmeter), 1:2 Manu (72.), 1:3 Pronichev (80.), 2:3 Wanitzek (88.)
Gelbe Karten: - / Bahn (33.)
Zuschauer: 15.232
Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Bad Zwesten)

Kantersieg in Münster: KSC macht Zweitliga-Aufstieg perfekt

Spielberichte von David Ruf

Der KSC ist zurück in der 2. Bundesliga! Am Samstagnachmittag machte das Team von Alois Schwartz durch einen 4:1-Erfolg beim SC Preußen Münster alles klar. Einen Spieltag vor Saisonende ist den Blau-Weißen der zweite Tabellenplatz damit nicht mehr zu nehmen.

Aufgrund der Sperre von Marc Lorenz durch die Gelb-Rote-Karte aus der Vorwoche und der Verletzung von Manuel Stiefler musste KSC-Cheftrainer Alois Schwartz seine Startelf auf zwei Positionen umbauen. Marco Thiede kehrte auskuriert auf seine etatmäßige Position als Rechtsverteidiger zurück. Den Part von Lorenz aus der linken Außenbahn übernahm Martin Röser.

Nach der Verabschiedung von acht Spielern und Trainer Marco Antwerpen, die Münster am Saisonende allesamt verlassen werden, konnte Schiedsrichter Lasse Koslowski die Partie am Berg Fidel pünktlich um 13.30 Uhr anpfeifen.

In einer recht ausgeglichenen Anfangsphase kamen die Karlsruher früh zu zwei Abschlüssen. Die Schüsse von Marvin Pourié und Röser gingen jedoch jeweils neben das Tor (5., 9.). Auf der Gegenseite bugsierte Rufat Dadashov nach einem Eckball das Leder aus kurzer Distanz rechts am von Benjamin Uphoff gehüteten Kasten vorbei (13.). Die Münsteraner tauchten dann mehrfach im Strafraum auf, kamen aber nicht zum Abschluss. So konnte Uphoff die Flanke von Dadashov vor Martin Kobylanski abfangen, Groiß konnte nach einem weiteren Vorstoß über Dadashov klären (23., 25.).

Zwölf Minuten vor der Pause durften die etwas mehr als 2.000 mitgereisten KSC-Fans, die im Preußen-Stadion für eine Heimspielatmosphäre sorgten, erstmals jubeln. Anton Fink hatte Pourié freigespielt. Der Karlsruher Torjäger war schneller als Gegenspieler Simon Scherder und konnte links unten zur Führung einschieben.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlugen die Blau-Weißen dann erneut zu. Fink hatte nach einem schnellen Vorstoß die zweite KSC-Ecke dieses Spiels herausgeholt. Wanitzeks Vorlage von der linken Seite konnte Damian Roßbach in der Mitte per Kopf zum 2:0 verwerten (45.+2).

Der zweite Durchgang startete für die blau-weißen Gäste optimal, das Schwartz-Team konnte innerhalb von nur drei Minuten die Entscheidung besorgen. Zunächst hatte Wanitzek allerdings Pech, als er in der 48. Minute einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte setzte, doch sechs Minuten später hatte der 26-Jährige einen großen Anteil am dritten Treffer. Wanitzek tankte sich auf der linken Seite durch und spielte die Kugel punktgenau in die Mitte, wo Fink nur noch einen Fuß hinhalten musste (54.). Nur drei Minuten später war Fink der Vorbereiter, Röser konnte mit seinem ersten Saisontor zum 4:0 vollenden.

Die Hausherren kamen immerhin noch zum Ehrentreffer durch ihren Torjäger Martin Kobylanski (66.). Den Feierlichkeiten tat dies aber selbstverständlich keinen Abbruch: Nach dem Abpfiff Fans und Spieler in den Armen.

Das Spiel im Stenogramm:

SC Preußen Münster 06: Schulze Niehues - Menig, Scherder, Kittner, Heidemann (66. Schwarz) - Braun - Klingenburg, Rodrigues Pires - Kobylanski - Heinrich (61. Akono), Dadashov (75. Müller). Bank: Schnitzler, Hoffmann, Wiebe, Schwarz, Schweers. Trainer: Marco Antwerpen.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede (84. Sverko), Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu, Groiß (76. Hanek), Wanitzek, Röser - Fink (76. Sané), Pourié. Bank: Kaiser, Sané, Möbius, Sararer, Choi. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 0:1 Pourié (33.), 0:2 Roßbach (45.+2), 0:3 Fink (54.), 0:4 Röser (57.), 1:4 Kobylanski (66.)
Gelbe Karten: Rodrigues Pires (40.), Menig (76.) - Pisot (23.), Camoglu (37.), Groiß (44.), Röser (51.), Sverko (87.)
Gelb-Rote-Karte: Braun-Schumacher (85.)
Zuschauer: 9.745
Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Nächster Schritt in Richtung Aufstieg: KSC schlägt Großaspach

Spielberichte von David Ruf

Der KSC hat einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Bundesliga gemacht. Am Samstagnachmittag schlugen die Karlsruher im Wildpark die abstiegsgefährdete SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 (2:0).

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz musste seine Startelf auf zwei Positionen umbauen, da der gelb-gesperrte Marco Thiede und der an der Schulter verletzte Christoph Kobald nicht zur Verfügung standen. Manuel Stiefler rückte auf die Position des Rechtsverteidigers, Alexander Groiß agierte mit Marvin Wanitzek auf der Doppel-Sechs und Burak Camoglu beackerte die rechte Mittelfeldseite.

Bereits nach drei Minuten musste Benjamin Uphoff das erste Mal eingreifen. Groiß hatte den Schuss von Timo Röttger abgefälscht, der KSC-Keeper konnte sich die Kugel im Nachfassen sichern. Auf der Gegenseite führte der erste Angriff zur Führung für die Blau-Weißen. Der von Marc Lorenz auf die Reise geschickte Marvin Pourié konnte seinen Verteidiger abschütteln und rechts unten zum 1:0 einschieben. Für Pourié, den Top-Torjäger der 3. Liga war es bereits der 20. Saisontreffer. Nur eine Minute später konnte Pourié die Kugel erneut im Tor unterbringen, der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung allerdings nicht anerkannt. Für die Gastgeber musste zudem Kevin Broll retten. Der SGA-Schlussmann konnte nach einem Kopfball seines Mitspielers das Leder gerade noch über die Latte lenken (20.).

Nach lediglich 25 Minuten musste Schwartz bereits das erste Mal wechseln: Martin Röser ersetzte den verletzten Stiefler. Röser beackerte fortan die rechte Mittelfeldseite, Camoglu ging zurück in die Viererkette. Der KSC wurde vor der Pause noch einmal durch Standards gefährlich. Davis Pisot spielte den Ball nach Marvin Wanitzek Freistoß nach innen, der noch leicht abgefälschte Schuss von Daniel Gordon flog rechts am Tor vorbei. Nach der anschließenden Ecke köpfte Groiß den Ball über das Tor (34.). Zudem scheiterte Wanitzek freistehend aus 12 Metern an Broll (36.). Kurz vor der Pause musste Broll noch einmal angreifen und konnte bei Pouriés Schuss in der 42. Minute retten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war der Schlussmann der Gäste dann aber machtlos: Im Getümmel im Strafraum reagierte Pourié am schnellsten, der von Dan-Patrick Poggenberg abgefälschte Schuss landete im Tor. Mit einem 2:0-Vorsprung für die Karlsruher ging es also in die Pause.

Im zweiten Durchgang spielten die Blau-Weißen im ausverkauften Wildpark auf die eigenen Fans auf der provisorischen Nordtribüne. Den besseren Start erwischten jedoch die Schwaben, ohne im letzten Drittel allerdings richtig gefährlich zu werden. Uphoff musste lediglich nach 54 Minuten gegen Makana Nsimba Baku eingreifen. Drei Minuten später sah der bereits verwarnte Lorenz von Schiedsrichter Nicolas Winter wegen eines Handspiels im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte. Schwartz reagierte auf das Spiel in Unterzahl und brachte Marin Sverko für Anton Fink. Für Sverko war es nach verschiedenen Verletzungen das Saisondebüt im blau-weißen Dress.

Die Großaspacher hatten in Überzahl nun mehr vom Spiel, kamen gegen die defensiv kompakt stehenden Karlsruher aber nur selten zum Zug. In der 74. Minute schoss Röttger den Ball aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite scheiterte Wanitzek mit einem flach ausgeführten Freistoß aus 18 Metern an Broll (79.). In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch: Pourié scheiterte gleich zweimal (81., 86.). Für die Gäste reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Dominik Martinovic in der Schlussminute.

So blieb es beim verdienten 2:1-Erfolg des KSC, der nun vier Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden hat. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster am kommenden Samstag wäre den Karlsruhern der Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Anpfiff in der westfälischen Universitätsstadt ist bereits um 13.30 Uhr.

Karlsruher SC: Uphoff - Stiefler (25. Röser), Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu, Groiß, Wanitzek, Lorenz - Fink (62. Sverko), Pourié. Bank: Kaiser, Sané, Möbius, Hanek, Choi. Trainer: Alois Schwartz.

SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Bösel, Burger, Gehring, Poggenberg - Vitzthum (47. Martinovic), Pelivan - Hercher, Hingerl (81. Jüllich), Baku - Röttger. Bank: Reule, Sommer, Leist, Binakaj,  Hoffmann. Trainer: Florian Schnorrenberg.

Tore: 1:0 Pourié (11.), 2:0 Pourié (45.+1), 2:1 Martinovic (90.)
Gelbe Karten: Röser (76.) - Burger (78.), Jüllich (85.).
Gelb-Rote-Karte: Lorenz (57.)
Zuschauer: 13.826
Schiedsrichter: Nicolas Winter (Freckenfeld)
 

2:0-Erfolg bei 1860 München: KSC stellt Auswärtsstärke erneut unter Beweis

Spielberichte von David Ruf

Der KSC hat seine Auswärtsstärke auch in der Partie beim TSV 1860 München am Samstag unter Beweis gestellt. Die Treffer beim 2:0-Erfolg der Blau-Weißen erzielten Kapitän David Pisot und Marvin Wanitzek.

Cheftrainer Alois Schwartz schickte im Münchner Stadtteil Giesing Christoph Kobald von Beginn an aufs Feld. Kobald, der am vergangenen Wochenende seinen ersten Pflichtspiel-Treffer im KSC-Dress erzielt hatte, rückte für Burak Camoglu in die Startelf und nahm eine Position auf der Doppel-Sechs ein. Manuel Stiefler rückte dafür auf die rechte Außenbahn. Ein Wiedersehen gab es bei der Partie mit 1860-Profi Jan Mauersberger, der von 2012 bis 2016 insgesamt 93 Pflichtspiele für den KSC absolviert hatte.

Die knapp 2.000 mitgereisten KSC-Fans wurden im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße mit einer erfolgreichen Anfangsphase belohnt. Bereits nach drei Minuten zappelte der Ball im Netz der „Löwen“. Die Hausherren hatten den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekommen, David Pisot fackelte 18 Meter vor dem Kasten nicht lange und traf per Drehschuss ins rechte Eck. Damit hat der KSC-Kapitän zwei seiner drei Saisontore gegen den TSV 1860 erzielt.

Nach sieben Minuten vergab Sascha Mölders die Möglichkeit zum Ausgleich, er setzte den Ball nach einem flach ausgeführten Freistoß aber rechts neben das Tor. Auf der Gegenseite kam Anton Fink zu einer weiteren Möglichkeit, seine Direktabnahme nach dem hohen Zuspiel von Marc Lorenz konnte Keeper Marco Hiller entschärfen. Die Karlsruher hatten das Spiel auch anschließend gut im Griff, vor beiden Toren tat sich aber zunächst wenig. Erst in der 30. Minute kam Mölders wieder in Aktion, doch auch der Kopfball des Angreifers flog neben das Tor (30.). Doch auch für die Gäste ergab sich im ersten Durchgang noch zwei Gelegenheiten: Damian Roßbach köpfte zunächst die Kugel nach Marco Thiedes Flanke links neben das Gehäuse (41.). Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff beförderte Fink nach Marvin Pouriés Zuspiel das Leder per Hacke über das Tor.

Schwartz und sein Münchner Kollege Daniel Bierofka brachten zur zweiten Hälfte jeweils einen neuen Mann. Beim KSC ersetzte Burak Camoglu den angeschlagenen Marco Thiede. Bei den Hausherren durfte Semi Belkahia für Prince Owusu ran. Im letzten Drittel kamen beide Teams in den ersten Minuten kaum zum Zug. 1860-Schlussmann Hiller musste erst nach 57 Minuten bei einem Schuss von Fink eingreifen.

In richtig brenzlige Situationen gerieten Uphoff und Hiller auch danach zunächst nicht. Mölders Schuss und Philipp Steinharts Freistoß verfehlten ihr Ziel jeweils (61., 67.). Nach 72 Minuten wäre Pisot beinahe eine Kopie seines Treffers gelungen, Hiller konnte den Kopfball des KSC-Kapitäns diesmal parieren. Auf der anderen Seite konnte sich Uphoff im Eins gegen Eins gegen Efkan Bekiroglu auszeichnen (73.). Als Pourié die Kugel gegen seinen früheren Verein doch noch im Netz unterbrachte, erkannte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus den Treffer aufgrund einer Abseitsposition des Karlsruhers nicht an (80.) Nachdem Uphoff gegen Nico Karger zur Stelle war, konnte der KSC in der Nachspielzeit noch einen Treffer draufsetzen: Marvin Wanitzek vollendete einen Konter zum 2:0.

Nach dem verdienten Sieg, gleichzeitig der neunte Auswärtserfolg in dieser Saison, hat der KSC nun fünf Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten Hallescher FC. Der KSC empfängt zum vorletzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag (14.00 Uhr) die abstiegsgefährdete SG Sonnenhof Großaspach. Rechtsverteidiger Thiede wird diese Partie verpassen, nachdem er heute in der 32. Minute seine fünfte gelbe Karte gesehen hatte.

Das Spiel im Stenogramm:

TSV 1860 München: Hiller - Paul, Si. Lorenz (81. Ziereis), Mauersberger, Steinhart - Wein, Bekiroglu - Lex (64. Kindsvater), Karger - Mölders, Owusu (46. Belkahia). Bank: Hipper, Köppel, Abruscia, Böhnlein. Trainer: Daniel Bierofka.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede (46. Camoglu), Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler, Kobald, Wanitzek, M. Lorenz - Fink (76. Sané), Pourié (90.+3 Groiß). Bank: Kaiser, Röser, Möbius,  Hanek. Trainer: Alois Schwartz.

Tore: 0:1 Pisot (2.), 0:2 Wanitzek (90.+4)
Gelbe Karten: Karger (8.), Belkahia (53.), Mölders (80.) - Thiede (32.), Camoglu (71.), Lorenz (90.+2)
Gelb-Rote Karte: Paul (83)
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichterin: Bibiana Steinhaus (Langenhagen)

36. Spieltag

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