27. Spieltag
Karlsruher SC
0:0
VfL Bochum
( 0:0 )
Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
Austragungsort: Wildparkstadion
Spielplan

Gegner im Detail: Der VfL Bochum

Vorberichte

Am morgigen Sonntag ist der VfL Bochum zu Gast im Wildparkstadion. Wir haben den Verein, seine Anhänger und bekannte Bochumer Gesichter unter die Lupe genommen.

„Bochum, ich komm‘ aus dir. Bochum, ich häng‘ an dir. Oh, Glück auf, Bochum“, so tönt sie vor den Spielen der Blau-Weißen im Vonovia Ruhrstadion, die bekannte Hymne des VfL Bochum. Der Interpret ist nicht minder bekannter, stammt das Lied doch aus der Feder von Herbert Grönemeyer. Der heute 64-Jährige ist ein bekennender Fan nicht nur der Stadt, sondern vor allem der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. So war es für den VfL und seine Anhänger ein ganz besonderer Moment, als Grönemeyer seine Hymne vor dem Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth im April 2019 im Ruhrstadion zum Besten gab. Und auch in Zeiten der Corona-Krise setzen die Anhänger der Westfalen mit „Bochum“, wie das Lied ganz simpel heißt, ein Zeichen. Am 19. März um 21 Uhr ertönte das Lied unter Flutlichteinsatz im leeren Ruhrstadion, außerdem spielten und sangen es die Fans in ihren Wohnungen, auf den Balkonen und Terrassen. „Als Dank an all diejenigen, die aktuell für unsere Gesellschaft im unermüdlichen Einsatz sind“, wie es der Verein ausdrückte.

Dabei stammt die Hymne aus einer Zeit, in der es beim VfL noch etwas erfolgreicher zuging, als dies momentan der Fall ist. 1984 befanden sich die Bochumer nämlich in ihrer 13. Bundesliga-Saison am Stück und konnten danach noch weitere neun folgen lassen, bevor es zum ersten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte hinab ins deutsche Unterhaus ging. Trotz dem direkten Wiederaufstieg ließ sich der Gang in die Zweitklassigkeit beim Team aus dem Ruhrgebiet seitdem des Öfteren nicht vermeiden. Seit der Saison 2010/11 ging es aus der 2. Liga gar überhaupt nicht mehr nach oben. Die Platzierungen am Ende der jeweiligen Spielzeiten reichen vom dritten bis zum 15. Platz. Als „durchwachsen“ könnte man die jüngere Vergangenheit also bezeichnen und auch in der laufenden Saison ist beim VfL durchaus noch Luft nach oben. Mit 31 Punkten nach 26 Spieltagen findet sich die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Reis auf dem 12. Tabellenplatz ein und kann sich noch nicht aus dem Abstiegskampf herausnehmen.

Ob es da helfen würde, jemanden wie Leon Goretzka vom FC Bayern in den eigenen Reihen zu haben? Darüber lässt sich natürlich nur spekulieren, was wir aber sicher sagen können: Bis zum Sommer des Jahres 2013 spielte der heute 25-Jährige tatsächlich bei den Bochumern. Ganze 12 Jahre lang durchlief er die Nachwuchsmannschaften der Blau-Weißen und debütierte schließlich mit den Profis in der 2. Bundesliga. Danach trieb es den gebürtigen Bochumer über den FC Schalke bis zu seinem heutigen Arbeitgeber, dem FC Bayern München. Dem Verein, mit dem die Bochumer seit 1973 eine durchaus enge Fan-Freundschaft pflegen. Und so schließt sich dann also der Kreis.

Spielerstimmen nach dem Unentschieden gegen Bochum

Spielberichte

Nach dem 0:0-Unentschieden haben wir die Spieler-Stimmen zur Partie gegen den VfL Bochum gesammelt.

Benjamin Uphoff: "Wir sind schon zufrieden. Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten, in der ersten müssen wir eigentlich in Führung gehen. Wir hatten ein paar richtig gute Chancen, machen aber das Tor nicht. Der zweite Durchgang war dann genau spiegelverkehrt. Im Grunde geht das Unentschieden dann in Ordnung. Wir sind die Partie sehr intensiv angegangen, in der zweiten Halbzeit haben wir natürlich versucht so weiterzumachen. Ich weiß nicht, ob die Kraft dann etwas nachgelassen hat, Bochum hat es dann aber auch gut gespielt, sie sind gut aus der Pause gekommen. Und so entwickelt sich ein Spiel dann. Zu Null ist immer die Leistung der ganzen Mannschaft, sodass wir heute im Großen und Ganzen zufrieden sein können."

Manuel Stiefler: "Wir müssen das Spiel eigentlich schon fast entscheiden, bevor Bochum ins Spiel gekommen ist. Kurz vor der Pause mussten wir unserem hohen Tempo dann kurz Tribut zollen und durchschnaufen. Da wurde Bochum dann gefährlicher. Die ersten Minuten im zweiten Durchgang haben wir dann verschlafen. So wie die Partie dann insgesamt gelaufen ist, geht das Unentschieden in Ordnung. Wir können fitnessmäßig weiter zulegen und marschieren und sind gut gewappnet für die Englische Woche."

 

KSC mit Punkteteilung gegen den VfL Bochum

Spielberichte

Beim zweiten Heimspiel des KSC innerhalb von acht Tagen trennten sich die Badener mit einem 0:0-Unentschieden vom VfL Bochum. Nach einer guten ersten Hälfte mit gefährlichen Torszenen gaben die Blau-Weißen mehr und mehr das Heft aus der Hand und können so im Abstiegskampf nur einen kleinen Schritt machen.

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg gegen den SV Darmstadt nahm Cheftrainer Christian Eichner gegen die Bochumer zwei Änderungen an der Startelf vor. Für den gesperrten Jerome Gondorf kam Alexander Groiß, außerdem nahm Marc Lorenz wieder den Platz von Lukas Grozurek in der Startformation ein. Damit ergab sich ein 4-2-3-1-System, das sich folgendermaßen zusammensetzte: Zwischen den Pfosten stand wie gewohnt Benjamin Uphoff, die Abwehrreihe bildeten erneut Marco Thiede, Daniel Gordon, David Pisot und Damian Roßbach. Vor der Viererkette agierten Groiß und Lukas Fröde. Im Mittelfeld fand sich Manuel Stiefler, Marvin Wanitzek und Lorenz, die Sturmspitze besetzte Philipp Hofmann.

Die Badener starteten stark und hellwach in die Partie und erarbeiteten sich bereits in den ersten Minuten gefährliche Torchancen. So war es in der 6. Minute Daniel Gordon, der nach einer Lorenz-Ecke zum Kopfball kam, Manuel Riemann im Bochumer Tor konnte den Torerfolg aber noch verhindern. Nur zwei Minuten später eine Doppelchance für den KSC: Erst probierte es Wanitzek aus 13 Metern mit viel Platz, der Abschluss war aber zu unplatziert. Dann verlängerte der 27-Jährige eine Flanke von Lorenz mit dem Kopf zu Hofmann, wieder war aber Riemann zur Stelle (beides 8.). Nur drei Minuten später war es erneut Wanitzek, der die Führung auf dem Fuß hatte. Von der Strafraumkante aus traf er nur den linken Pfosten (11.). Erst nach diesen hoch frequentierten Chancen für die Blau-Weißen kehrte erstmals etwas Ruhe vor dem Bochumer Gehäuse ein. Zumindest bis zur 23. Minute, als Wanitzek mit seinem Abschluss wieder Manuel Riemann prüfte. Der Schlussmann der Westfalen war bis dato der beste Mann in den Reihen der Bochumer und hielt sein Team im Spiel. Erst nach über 20 Minuten wurde der VfL wacher und konnte nun auch eigene Möglichkeiten verbuchen. Die größte davon in der 38. Minute: Danilo setzte seinen Abschluss an die Unterkante der Latte, von wo aus das Leder nicht hinter der Torlinie landete. In der Folge versuchte es auch Silvere Ganvoula, sein Schuss flog aber zunächst über den Kasten und danach links vorbei (41., 44.). Nach einer starken ersten Halbzeit, in der der KSC eine lange Zeit gar nichts zuließ und eigene hochkarätige Chancen vorzuweisen hatte, ging es für beide Teams zunächst noch ohne Tore in die Kabinen.

In den zweiten 45 Minuten begannen die Bochumer weitaus aktiver als die Blau-Weißen und sicherten sich in den ersten Minuten bereits gute Möglichkeiten auf den ersten Treffer des Tages. Besonders Ganvoula zeigte sich nun häufiger gefährlich vor dem Tor von Benjamin Uphoff, der in der 46. und 50. Minute zu guten Paraden gegen den Stürmer gezwungen war. In der 54. Minute musste der Schlussmann der Badener erneut eingreifen und lenkte den Abschluss von Simon Zoller mit einer starken Reaktion am rechten Pfosten vorbei. Doch die Bochumer arbeiteten nun weiter am eigenen Chancenplus, in der 59. versuchte es Pantovic von der Mittellinie aus, nachdem er Uphoff etwas weit vor seinem Kasten stehen sah. Der Schuss des Serben flog aber rechts vorbei. In den nächsten zwanzig Minuten blieb es weitestgehend ruhig auf beiden Seiten, Christian Eichner wechselte in der 65. Minute Martin Röser für Groiß und Lukas Grozurek für Lorenz ein. Außerdem kam fünf Minuten später Marco Djuricin für Hofmann, der Österreicher sollte noch einmal frischen Wind in die Offensive bringen. Dennoch hatten auch in der Folge weiterhin die Bochumer das Heft in der Hand, die aber auch nicht zu wirklich zwingenden Chancen kamen. Gute fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit brachte Eichner Anton Fink für Manuel Stiefler, um vielleicht doch noch den einen so wichtigen Treffer zu erzielen. Gefährlicher waren dennoch auch in den letzten Spielminuten die Bochumer, die in der ersten Minute der Nachspielzeit noch einmal über Ganvoula ihre Möglichkeit suchten. Auch der KSC hatte in der letzten Spielsituation noch einmal die Chance durch einen Freistoß, doch ein Offensivfoul beendete die Gelegenheit und Schiedsrichter Tobias Welz pfiff die Partie ab. Damit nehmen die Badener nach einer guten ersten Halbzeit mit den besseren Chancen auf das erste Tor einen Punkt aus dem Duell gegen die Bochumer mit und belegen nun den Relegationsplatz.

In der nächsten Partie kämpft der KSC am Mittwoch um 18.30 Uhr gegen Hannover 96 erneut um wichtige drei Punkte im Abstiegskampf.

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Groiß (65. Röser), Fröde – Stiefler (85. Fink), Wanitzek, Lorenz (65. Grozurek) – Hofmann (70. Djuricin). Bank: Gersbeck, Kother, Kobald, Trivunic, Carlson

VfL Bochum: Riemann – Gamboa, Lampropoulos, Leitsch, Danilo – Losilla (76. Maier), Tesche – Osei-Tutu (34. Pantovic), Zulj, Zoller (80. Weilandt) – Ganvoula. Bank: Drewes, Bella Kotchap, Celozzi, Fabian, Eisfeld, Wintzheimer

Tore: -
Gelbe Karten: Lorenz (30.), Fröde (73.), Djuricin (82.) – Losilla (33.), Maier (84.)
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

27. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:1 22.05.2020 18:30h
:
1:0 22.05.2020 18:30h
:
4:0 23.05.2020 13:00h
:
0:0 23.05.2020 13:00h
:
2:4 23.05.2020 13:00h
:
0:0 24.05.2020 13:30h
:
3:2 24.05.2020 13:30h
:
0:0 24.05.2020 13:30h
:
-:- 09.06.2020 18:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
Arminia Bielefeld
27 14 11 2 51:25 26 53
2.
Hamburger SV
27 12 10 5 50:30 20 46
3.
VfB Stuttgart
27 13 6 8 44:33 11 45
4.
1. FC Heidenheim
27 12 8 7 35:29 6 44
5.
SV Darmstadt 98
27 9 12 6 35:33 2 39
6.
Erzgebirge Aue
27 10 8 9 38:36 2 38
7.
Holstein Kiel
27 10 8 9 43:42 1 38
8.
SpVgg Greuther Fürth
26 10 7 9 39:35 4 37
9.
Hannover 96
26 9 8 9 38:39 -1 35
10.
Jahn Regensburg
27 9 7 11 38:44 -6 34
11.
FC St. Pauli
27 8 9 10 34:36 -2 33
12.
VfL Bochum
27 7 11 9 43:45 -2 32
13.
VfL Osnabrück
27 7 9 11 35:40 -5 30
14.
SV Sandhausen
27 6 12 9 31:36 -5 30
15.
1. FC Nürnberg
27 7 9 11 35:47 -12 30
16.
Karlsruher SC
27 6 10 11 35:46 -11 28
17.
SV Wehen Wiesbaden
27 7 7 13 33:45 -12 28
18.
Dynamo Dresden
25 6 6 13 25:41 -16 24
Karlsruher SC
TOR Uphoff
DEF Thiede
DEF Gordon
DEF Pisot
DEF Roßbach
MIT Fröde
MIT Groiß
MIT Wanitzek
MIT Stiefler
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Gersbeck
Carlson
Kobald
Trivunic
Kother
Eingewechselt
Grozurek
M. Röser
Djuricin
A. Fink
VfL Bochum
TOR Riemann
DEF Gamboa
DEF Lampropoulos
DEF Leitsch
DEF Danilo
MIT Losilla
MIT Tesche
MIT Osei-Tutu
MIT Zulj
MIT Zoller
ANG Ganvoula
Auswechselbank
TOR Drewes
Bella Kotchap
Celozzi
Fabian
Eisfeld
Wintzheimer
Eingewechselt
Pantovic
Maier
Weilandt

Match
Center
1:1
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