36. Spieltag
x
Karlsruher SC
0:0
SC Paderborn 07
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka
Austragungsort: Wildparkstadion
Gelbe Karte
31. Spielminute
Marcel Mehlem
Gelbe Karte
53. Spielminute
Robin Krauße
Gelbe Karte
56. Spielminute
Sven Michel
Gelbe Karte
63. Spielminute
Christian Strohdiek
Gelbe Karte
74. Spielminute
Marlon Ritter

Mit großem Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen den SC Paderborn

Vorberichte von David Ruf

Durch den 4:2-Erfolg in Zwickau ist der KSC am Montagabend auf den Relegationsplatz gesprungen. Entsprechend groß ist das Selbstbewusstsein im Lager der Blau-Weißen vor dem Heimspiel am Samstag (14.00 Uhr) gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden SC Paderborn 07.

Mit dem Auftritt seines Teams in Zwickau zeigte sich Cheftrainer Alois Schwartz weitestgehend zufrieden. „Wir waren nach vorne sehr gut und effektiv. Wir haben schnell in die Spitze gespielt und hatten gute Abschlüsse“, so der 51-Jährige. „In der Defensive hat man den einen oder anderen Fehler gesehen. Wir müssen insgesamt besser werden beim Spiel gegen den Ball.“

Das Selbstvertrauen in der Mannschaft sei riesig, sagte Angreifer Marvin Pourié, der sich mit seinen drei Toren in den Spielen gegen Mannheim und Zwickau zuletzt treffsicher zeigte. „Zuhause bringen wir unsere Leistung, aber Paderborn ist nicht irgendein Gegner. Wir müssen fokussiert und konzentriert zu Werke gehen.“

Paderborn wird nicht in Feierlaune zu uns kommen

Alois Schwartz

Die Paderborner konnten bereits am Samstag ihre Rückkehr in die 2. Bundesliga feiern. Dass sie die Partie deshalb herschenken werden, glaubt Schwartz indes nicht. „Das ist eine charakterstarke Mannschaft. Ich rechne nicht damit, dass sie bei uns in Feierlaune antreten. Die kommen hierher und wollen gewinnen.“ Auch sein Paderborner Kollege Steffen Baumgart, der den KSC am Montagabend in Zwickau persönlich beobachtet hatte, sagte, sein Team wolle genauso auftreten wie in der gesamten Spielzeit und weiter mutig nach vorne spielen. „Das wird eine richtige Herkulesaufgabe. Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse und einen heißen Fight.“

Da Marc Lorenz seine Gelb-Sperre zwischenzeitlich abgesessen hat, muss Schwartz gegen Paderborn nur auf den am Innenband verletzten Matthias Bader verzichten. Marcel Mehlem hatte in Zwickau einen Schlag auf den Fuß abbekommen und am Mittwoch pausiert. Er ist am Donnerstag wieder in den Übungsbetrieb eingestiegen und steht für die Partie am Samstag zur Verfügung.

Möglicherweise wird Schwartz auch gegen Paderborn auf das in Zwickau erfolgreich eingesetzte 4-1-4-1-System zurückgreifen. Das sei immer abhängig vom Gegner, sagte der Coach am Donnerstag. „Wichtig und schön ist, dass die Mannschaft taktisch jetzt mehrere Möglichkeiten verinnerlicht hat. Dadurch sind wir etwas unberechenbarer geworden.“

Gegner im Detail: Der SC Paderborn 07

Vorberichte von Andreas Kleber

Am Samstag (14.00 Uhr) ist der Spitzenreiter SC Paderborn im Wildparkstadion zu Gast. Wir haben die Ostwestfalen genauer unter die Lupe genommen.

Es ist der 38. und damit letzte Spieltag der Saison 2016/2017: Der SC Paderborn kommt beim VfL Osnabrück nicht über ein 0:0 hinaus, was den Abstieg in die Regionalliga zur Folge hat. Die Spieler der Ostwestfalen liegen niedergeschlagen auf dem Boden und lassen ihrer Trauer ob des sportlichen Niedergangs freien Lauf. Knapp zehn Monate später vergießen die Spieler des SCP an gleicher Stelle wieder Tränen. Dieses Mal allerdings aus Freude. Soeben haben die Ostwestfalen den VfL mit 5:0 vom Rasen gefegt und damit den Aufstieg in die 2. Liga so gut wie perfekt gemacht. Längst sind die Schmähgesänge der Osnabrücker Anhänger („Ohne 60 wärt ihr gar nicht hier!“) verhallt. Zu hören sind jetzt nur noch die Fans des SCP, die lauthals „Nie mehr 3. Liga!“ skandieren.

Eigentlich hätte es diese Partie binnen so kurzer Zeit gar nicht geben sollen, doch aufgrund der nicht erteilten Lizenz für den TSV 1860 München durften die Paderborner weiter in Liga zwei auf Punktejagd gehen. Ob dieses Prozedere vonseiten des DFB allerdings fair gegenüber den Regionalliga-Teams SV Elversberg, SV Waldhof Mannheim oder FC Viktoria Köln war, die nach einer sportlich erfolgreichen Saison knapp in der Aufstiegsrelegation gescheitert waren, sei einmal dahin dahingestellt. Fakt ist, dass die am „Grünen Tisch“ gefallene Entscheidung nicht nur dem SCP, sondern auch der Stadt respektive den politischen Entscheidungsträgern leidige Diskussionen erspart hat. Zwischenzeitlich hatte sich die Verwaltung sogar schon mit dem Hermann-Löns-Stadion als künftige Spielstätte beschäftigt.

Mit dem Aufstieg in die 2. Liga, der am vergangenen Spieltag durch einen 3:0-Erfolg gegen Unterhaching realisiert wurde, hoffen Fans und Verantwortliche des SCP auf ein Ende der sportlich rasanten Achterbahnfahrt der vergangenen Jahre. 2008 war Paderborn von der 3. In die 2. Liga aufgestiegen, 2014 gelang sogar der Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs. Danach ging es innerhalb von zwei Jahren wieder zurück in Liga drei.

Dass die Ostwestfalen ganz oben an der Tabelle angesiedelt sind und auch im DFB-Pokal erst im Viertelfinale am FC Bayern München scheiterten (0:6), kommt für Trainer Steffen Baumgart gar nicht einmal so überraschend. „Im Fußball ist fast alles möglich. Ein wesentlicher Bestandteil war, dass wir uns im Sommer mit Spielern verstärkt haben, die zu unserer Spielidee passen“, erklärte der ehemalige Profi bereits vor Wochen. Mit den ersten Erfolgserlebnissen sei dann auch das nötige Selbstvertrauen hinzugekommen.

Einer der wichtigsten Akteure im Dress des Aufsteigers ist für Baumgart Kapitän Christian Strohdiek, der den Verein aus dem Effeff kennt. Der 30-jährige Defensivspezialist spielte von 2007 bis 2015 für den Club seiner Geburtsstadt, ehe er für eine Saison zu Fortuna Düsseldorf und danach wieder zurück nach Paderborn wechselte. Neben einer erstklassigen Abwehr verfügt der SCP auch über eine herausragende Offensivabteilung, die bereits 83 Treffer erzielte. Allein 19 Tore gehen auf das Konto von Sven Michel. Zu den absoluten Stützen zählen unter anderem auch Michels Sturmkollege Marlon Ritter, die Mittelfeldspieler Sebastian Schonlau und Robin Krauße sowie Abwehrspieler Ben Zolinski. Problemlos verschmerzt hat der SCP den Abgang von Dennis Srbeny. Der Mittelstürmer hat sich in der Winterpause dem englischen Zweitligisten Norwich City angeschlossen. Dafür kassierten die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Paderborner immerhin rund 1,5 Millionen Euro.

Daniel Gordon fasst das Spiel zusammen

Spielberichte

Innenverteidiger Daniel Gordon mit dem Statement zum 0:0 gegen Paderborn am 36. Spieltag.

Trainer-Statements nach dem 0:0

Spielberichte

Gästetrainer Steffen Baumgart und KSC-Cheftrainer Alois Schwartz mit den Statements nach dem 0:0 am 36. Spieltag.

KSC trennt sich torlos vom Spitzenreiter

Spielberichte von Florian Kornprobst

Vor der Saisonrekordkulisse von 16.899 Zuschauern muss sich der KSC in einem dennoch hochklassigen Spiel gegen den SC Paderborn mit einem torlosen 0:0 begnügen. Die Defensive stand wie gewohnt sicher, im vorderen Drittel konnten die Badener aber keine entscheidenden Akzente setzen.

Cheftrainer Alois Schwartz nahm im Vergleich zum 4:2-Erfolg in Zwickau nur eine Änderung vor. Für Kai Bülow rückte Burak Camoglu in die Startelf, so dass die Wildpark-Jungs im klassischen 4-4-2-System aufliefen.

Die Partie begann flott und offensiv: Die erste gute Möglichkeit gegen den Spitzenreiter und Aufsteiger hatte Burak Camoglu nach einer Flanke von Fabian Schleusener. Allerdings setzte der Rechtsaußen seinen Kopfball neben das Tor (6.). Auf der Gegenseite sorgte Klement für die erste Chance: Nach einer kurzen Ecke zog der Paderborner in den Strafraum und dann ab, allerdings konnte Uphoff das Leder am Pfosten vorbei lenken (9.). Nur wenige Augenblick hätte der KSC durch Marvin Pourié in Führung gehen können: Camoglu setzte sich stark durch, Schleusener flankte auf Pourié, dessen Direktabnahme Torhüter Zingerle allerdings geistesgegenwärtig über die Latte lenken konnte (11.).

Laut wurde es im Wildpark dann erst wieder in der 25. Spielminute: Schleusener schickte Pourié in den Strafraum, wo der Winter-Neuzugang gegen Strohdiek zu Fall kam. Schiedsrichter Kampka hatte für einen Strafstoß allerdings zu wenig gesehen. In der 31. Spielminute konnte Mehlem den durchs Mittelfeld stürmenden Antwi-Adjei nur per taktischem Fourl stoppen, was für ihn die neunte Gelbe Karte der Saison zur Folge hatte. Die KSC-Defensive stand wie gewohnt sicher, so dass Paderborn, die offensivstärkste Mannschaft der Liga, kaum zu zwingenden Gelegenheiten kam. Ein Abschluss von Michel aus 22 Metern fand sein Ziel nicht (34.). Weil aber auch die Badener keine entscheidenden Akzente setzen konnten, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie hochklassig, aber chancenarm. In der 53. Spielminute war es Wanitzek, der nach einem schönen Angriff aus knapp 20 Metern abzog. Das Leder wurde allerdings zur Ecke abgefälscht, die wirkungslos blieb. Die Gäste gingen in der Folge härter zur Sache, sowohl Krauße (53.) als auch Michel (57.) und Strohdiek (63.) holten sich Gelb ab. Der KSC wurde aktiver und biss sich in der gegnerischen Hälfte fest: Eine Volleyabnahme von Mehlem aus 22 Metern senkte sich nicht schnell genug und schrammte über die Querlatte (59.), zehn Minuten später konnte Zingerle Schleuseners Abschluss von rechts sicher fangen (69.).

In der 81. Spielminute zog Alois Schwartz mit Anton Fink seinen ersten Joker, für ihn ging Camoglu aus dem Spiel. Auch mit drei Stürmern auf dem Rasen gelang aber kein Treffer mehr, so dass sich die beiden Teams mit einem 0:0-Unentschieden begnügen mussten. Für den Tabellendritten KSC geht es am kommenden Samstag (13.30 Uhr) beim VfR Aalen weiter.

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Camoglu (81. Fink), Mehlem, Wanitzek, Muslija - Pourié, Schleusener. Bank: Orlishausen, Stoll, Lorenz, Bülow, Kircher, Stroh-Engel. Trainer: Alois Schwartz.
SC Paderborn: Zingerle - Collins, Strohdiek, Schonlau, Boeder - Krauße - Antwi-Adjej, Ritter (90. Wimmer), Klement (81.Zolinski) - Michel, Tietz (73. Bertels). Bank: Ratajczak, Herzenbruch, Vucinovic, Fesser. Trainer: Steffen Baumgart.
Tore:
Karten: Mehlem (31.) - Krauße (53.), Michel (57.), Strohdiek (63.), Ritter (74.)
Zuschauer: 16.899
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)

Ergebnisse

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
0:1 27.04.18 19:00h
:
0:0 28.04.18 14:00h
:
0:2 28.04.18 14:00h
:
0:0 28.04.18 14:00h
:
3:0 28.04.18 14:00h
:
1:3 28.04.18 14:00h
:
1:2 28.04.18 14:00h
:
1:2 29.04.18 14:00h
:
0:3 29.04.18 14:00h
:
2:3 29.04.18 14:00h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
1. FC Magdeburg
38 27 4 7 70:32 38 85
2.
SC Paderborn 07
38 25 8 5 90:33 57 83
3.
Karlsruher SC
38 19 12 7 49:29 20 69
4.
SV Wehen Wiesbaden
38 21 5 12 76:39 37 68
5.
FC Würzburger Kickers
38 17 10 11 53:46 7 61
6.
FC Hansa Rostock
38 16 12 10 48:34 14 60
7.
SV Meppen
38 15 13 10 50:47 3 58
8.
Fortuna Köln
38 15 9 14 53:48 5 54
9.
SpVgg Unterhaching
38 16 6 16 54:55 -1 54
10.
SC Preußen Münster
38 14 10 14 50:49 1 52
11.
FC Carl Zeiss Jena
38 14 10 14 49:59 -10 52
12.
VfR Aalen
38 13 11 14 48:57 -9 50
13.
Hallescher FC
38 13 10 15 52:54 -2 49
14.
SG Sonnenhof Großaspach
38 12 11 15 55:60 -5 47
15.
FSV Zwickau
38 10 11 17 38:55 -17 41
16.
Sportfreunde Lotte
38 11 7 20 43:60 -17 40
17.
VfL Osnabrück
38 8 13 17 47:67 -20 37
18.
SV Werder Bremen II
38 6 13 19 39:62 -23 31
19.
Chemnitzer FC
38 8 7 23 48:74 -26 22
20.
FC Rot-Weiß Erfurt
38 5 8 25 26:78 -52 13
Karlsruher SC
4-4-2
32 Benjamin Uphoff
25 Jonas Föhrenbach
3 Daniel Gordon
5 David Pisot
21 Marco Thiede
2 Burak Camoglu Anton Fink
8 Marcel Mehlem
23 Florent Muslija
10 Marvin Wanitzek
24 Fabian Schleusener
9 Marvin Pourié
Auswechselbank
27 Dominik Stroh-Engel
17 Tim Kircher
4 Martin Stoll
13 Kai Bülow
7 Marc Lorenz
1 Dirk Orlishausen
30 Anton Fink Burak Camoglu
SC Paderborn 07
4-1-3-2
17 Leopold Zingerle
13 Sebastian Schonlau
5 Christian Strohdiek
33 Lukas Boeder
29 Jamilu Collins
21 Philipp Klement Ben Zolinski
22 Christopher Antwi-Adjej
23 Robin Krauße
7 Marlon Ritter Sebastian Wimmer
15 Phillip Tietz Thomas Bertels
11 Sven Michel
Auswechselbank
14 Thomas Bertels Phillip Tietz
31 Ben Zolinski Philipp Klement
6 Sebastian Wimmer Marlon Ritter
12 Felix Herzenbruch
19 Marc Vucinovic
30 Leon Fesser
1 Michael Ratajczak
Match
Center
2 : 3
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