30. Spieltag
x
Karlsruher SC
2:0
SV Meppen
Schiedsrichter: Oliver Lossius
Austragungsort: Wildparkstadion
Tor:
1 : 0
26. Spielminute
Anton Fink
Gelbe Karte
40. Spielminute
Burak Camoglu
Tor:
2 : 0
77. Spielminute
Anton Fink
Gelbe Karte
9. Spielminute
Thilo Leugers

Meppen zu Gast im Wildpark: Schwartz erwartet hartes Stück Arbeit

Vorberichte von David Ruf

Mit dem SV Meppen gastiert am Samstag (14.00 Uhr) das Team im Wildparkstadion, das dem KSC in der 3. Liga in die letzte Niederlage eingebrockt hatte.

Verdient sei man dem Aufsteiger aus dem Emsland beim bislang einzigen Aufeinandertreffen Anfang Oktober 2017 unterlegen, sagte KSC-Cheftrainer Alois Schwartz am Donnerstag. „Daraus haben wir gelernt. Dass man dann einen solchen Lauf hat, kann man natürlich nicht voraus ahnen.“

Wir müssen den Fokus immer hoch legen. Zufriedenheit bedeutet Stillstand

Alois Schwartz

19 Spiele sind Kapitän David Pisot und seine Mitspieler inzwischen ungeschlagen. Diese Serie soll natürlich auch nach der Partie am Samstag weiter Bestand haben. „Wir müssen mit einhundert Prozent in das Spiel gehen. Meppen ist eine Mannschaft, die sehr unbequem ist. Da müssen wir an die Leistungsgrenze gehen und alles abrufen“, forderte Schwartz.

Als eine „ehrliche Mannschaft, die kampf- und lautstark ist“, bezeichnet KSC-Angreifer Dominik Stroh-Engel die Emsländer. „Da heißt es für uns, zuerst über die Zweikämpfe ins Spiel zu finden, von Anfang an hellwach zu sein, um dann unsere spielerische Überlegenheit zuhause ausnutzen zu können.“

Matthias Bader, in Erfurt in der Halbzeit aufgrund von Wadenproblemen ausgewechselt, steht für das Duell gegen Meppen wohl wieder zur Verfügung. Der Rechtsverteidiger ist am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen. Bis auf Andreas Hofmann (Bänderzerrung) kann Schwartz damit personell aus dem Vollen schöpfen.

Gegner im Detail: Der SV Meppen

Vorberichte

Am Samstag (14 Uhr, Wildparkstadion) hat der KSC den Aufsteiger und Tabellenzehnten SV Meppen zu Gast. Wir haben die Elf aus dem Emsland vor der Partie genauer unter die Lupe genommen.

1987 wurde der FC Bayern München deutscher Meister und der Hamburger SV holte sich den DFB-Pokal. Die sportlichen Schlagzeilen in den Gazetten der Republik gehörten aber weder den großen Bayern, noch den traditionsreichen Hanseaten. Stattdessen richtete sich das Interesse auf einen kleinen Club aus dem Emsland nahe der niederländischen Grenze. Nach Jahrzehnten im Amateurbereich gelang dem SV Meppen durch einen 4:2-Erfolg bei der SpVgg Erkenschwick am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde der nicht für möglich gehaltene Sprung in die 2. Bundesliga, wo er sich entgegen aller Prophezeiungen profilierte – ja sogar Kultstatus erreichte. Das lag unter anderem daran, dass die Meppener zu Beginn ihrer Zeit im deutschen Unterhaus nur einmal täglich trainierten. Spieler und Trainer gingen bis zum Nachmittag ihrem Job nach, weil sie beim SV Meppen nicht genug verdienten, um vom Fußball leben zu können.

Für die meisten Erstligavereine und deren Fans war der SVM in den 90er-Jahren aber auch eine Art Schreckgespenst: Wenn nämlich ein Gegner in Abstiegsgefahr schwebte, konnte man sich darauf verlassen, dass der Ruf „Ihr seid Deppen, spielt nächstes Jahr in Meppen" durchs Stadion hallte. Immerhin elf Jahre behauptete sich der SVM in der 2. Liga, ehe der Verein nach dem Abstieg 1998 drei Jahre später seinen absoluten Tiefpunkt erreichte: Aufgrund von Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Millionen Euro musste der SV Meppen Insolvenz anmelden. Entsprechend groß war die Freude bei Verantwortlichen und Fans, aber auch in ganz Fußball-Deutschland, als die Emsländer im vergangenen Jahr nach erfolgreichen Aufstiegsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim die Rückkehr in die 3. Liga schafften. Hier knüpften die Kicker aus der rund 36.000 Einwohner zählenden Kleinstadt nahtlos an ihre Aufstiegsform an.

Mit 36 Punkten und einem sicheren Platz im Mittelfeld der Tabelle darf der bisherige Saisonverlauf getrost als riesiger Erfolg verbucht werden. Einer der Erfolgsgaranten ist Trainer Christian Neidhart, der seit 2013 im Amt ist. Dabei waren die vergangenen Monate für den 49-Jährigen alles andere als leicht. Neben der Betreuung seiner Mannschaft stemmte er die Ausbildung zum Fußballlehrer, die er am 12. März erfolgreich abschloss. Die komfortable Situation erleichtert den Verantwortlichen um Vorstandssprecher Andreas Kremer die Planungen für die kommende Saison. Wie Neidhart in einem Interview mit dem „kicker“ verriet, werden dem SVM die meisten Spieler aus dem aktuellen Kader erhalten bleiben. Ihre Verträge erst kürzlich verlängert, haben die beiden Defensivspezialisten Jovan Vidovic und Markus Ballmert. Eine nicht wegzudenkende Konstante im Kader des SVM ist Angreifer Benjamin Girth, der für Meppen seit 2016 auf Torjagd geht. Im Tor verdient sich indes Erik Domaschke regelmäßig Bestnoten. Maßgeblichen Anteil am Höhenflug haben aber auch die Anhänger, von denen im Schnitt fast 8.000 zu den Heimspielen pilgern.

Schwartz & Stroh-Engel blicken auf Meppen

Vorberichte von Fabian Roth

Cheftrainer Alois Schwartz und Stürmer Dominik Stroh-Engel freuen sich, dass die Englischen Woche erstmal hinter dem KSC liegen. So war es die ganze Woche möglich den Fokus auf den SV Meppen zu legen (Anpfiff: Sa, 14 Uhr Wildpark).

Doppeltorschütze & Doppeltorvorbereiter

Spielberichte von Fabian Roth

Doppeltorschütze Anton Fink und Doppeltorvorbereiter Florent Muslija im Interview nach dem 2:0 Heimsieg gegen den SV Meppen.

Cheftrainer Statements nach dem 2:0

Spielberichte

Beide Cheftrainer Statements nach dem 2:0 Heimsieg des KSC gegen den SV Meppen.

2:0 gegen Meppen: Fink schießt KSC zum Sieg

Spielberichte von David Ruf

Dank des Doppelpacks von Anton Fink hat der KSC den SV Meppen mit 2:0 (1:0) geschlagen. Für die Karlsruher war es der sechste Heimsieg in Serie, zudem blieb man zum 19. Mal in Folge ungeschlagen. Der KSC ist weiterhin Tabellendritter und ist jetzt punktgleich mit dem Zweiten aus Magdeburg.

Beim KSC musste Cheftrainer Alois Schwartz in seiner Anfangsformation eine personelle Änderung vornehmen. Matthias Bader, bereits beim Spiel in Erfurt wegen Wadenproblemen ausgewechselt, musste auch gegen Meppen passen. Der Rechtsverteidiger wollte am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, musste die Übungseinheit jedoch vorzeitig abbrechen. Für ihn rückte Marco Thiede in die Startelf, Giuseppe Leo nahm den freigewordenen Platz im Kader ein.

Die Karlsruher kamen im Spiel bereits früh zu zwei Hochkarätern. In der dritten Minute hob Marvin Wanitzek die Kugel in den Lauf von Fabian Schleusener, dessen Schuss Meppens Keeper Eric Domaschke per Fußabwehr über das Tor lenken konnte. Zwei Minuten später setzte Anton Fink nach Wanitzeks Eckball die Kugel über das Tor. Vor 11.661 Zuschauern im Wildpark, darunter rund 700 ehrenamtlich Tätige, die der Einladung des Vereins gefolgt waren, kamen die Blau-Weißen durch Wanitzeks Distanzschuss aus 30 Metern zur nächsten Möglichkeit (8.). Diese blieb aber ebenso ungefährlich wie Schleuseners nächste Aktion, als der Torjäger eine Hereingabe mit dem Kopf knapp verpasste (14.).

Die Hausherren blieben weiter am Drücker und wurden in der 27. Minute belohnt: Florent Muslija setzte Fink in Szene, dessen platzierter Schuss aus 20 Metern im linken unteren Eck landete. Für Fink war es der erste Treffer seit dem 15. Spieltag.

Die Gäste aus dem Emsland hatten sich bereits vor dem Rückstand nicht versteckt, blieben in der Offensive aber jeweils harmlos. Dies änderte sich in der 33. Minuten zum ersten Mal, als Benjamin Girth frei vor Benjamin Uphoff auftauchte, den KSC-Schlussmann aber nicht überwinden konnte. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte aber der KSC durch Muslija, der seinen Schuss nach Finks flacher Hereingabe über den Meppener Kasten setzte (42.).

Beide Mannschaften gingen personell unverändert in den zweiten Durchgang, in dem es einige Minuten dauerte, bis das erste Mal so etwas wie Gefahr entstand. Fink hatte ein gutes Auge bewiesen und zu Schleusener gespielt, der den Ball aber an der Grundlinie nicht unter Kontrolle bringen konnte (57.). Auf der Gegenseite hatte das Schwartz-Team Glück, dass Martin Wagner den Ball nach Benjamin Girths Zuspiel aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbeisetzte (60.).

Eine ganze Weile passierte anschließend vor beiden Toren nichts mehr, ehe Fink - erneut nach Muslijas Zuspiel - den Wildpark zum zweiten Mal an diesem Nachmittag jubeln ließ. Alleine vor Domaschke ließ er dem Torwart keine Chance und schob den Ball rechts unten ins Tor (77.). In der 80. Minute vergab Schleusener die Möglichkeit, noch das dritte Tor zu erzielen,als er aus kurzer Distanz an Domaschke scheiterte.

Es ist egal, wer trifft. Wichtig ist, dass wir die drei Punkte in Karlsruhe behalten.

Doppel-Torschütze Anton Fink

Für den KSC geht es in der kommenden Woche gegen den FC Würzburger Kickers. Anpfiff im altehrwürdigen Stadion am Würzburger Dallenberg ist um 14.00 Uhr. Sollten die Karlsruher auch in diesem Spiel mindestens einen Punkt holen, würden sie den selbst in der Drittliga-Spielzeit 2012/13 aufgestellten Rekord von 20 ungeschlagenen Spielen in Serie einstellen.

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC:
Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Föhrenbach - Wanitzek, Mehlem - Camoglu, Muslija (90. Lorenz) - Fink (79. Bülow), Schleusener (88. Pourié). Bank: Orlishausen, Stoll, Stroh-Engel, Leo. Trainer: Alois Schwartz.

SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Gebers, Vidovic, Vrzogic - Puttkammer (82. Deters), Leugers - Kleinsorge (60. Granatowski), Wagner, Tankulic (75. Kremer) - Girth. Bank: Gies, Jesgarzewski, Posipal, Senninger. Trainer: Christian Neidhart.

Tore: 1:0 Fink (27.), 2:0 Fink (77.)
Gelbe Karten: Camoglu (40.) / Leugers (9.)
Schiedsrichter: Oliver Lossius (Bonn)
Zuschauer: 11.661

Ergebnisse

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:3 16.03.18 19:00h
:
1:0 16.03.18 19:00h
:
4:2 16.03.18 19:00h
:
2:0 17.03.18 14:00h
:
2:0 17.03.18 14:00h
:
3:2 17.03.18 14:00h
:
1:0 17.03.18 14:00h
:
2:1 18.03.18 14:00h
:
0:1 18.03.18 14:00h
:
1:5 17.04.18 19:00h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
1. FC Magdeburg
38 27 4 7 70:32 38 85
2.
SC Paderborn 07
38 25 8 5 90:33 57 83
3.
Karlsruher SC
38 19 12 7 49:29 20 69
4.
SV Wehen Wiesbaden
38 21 5 12 76:39 37 68
5.
FC Würzburger Kickers
38 17 10 11 53:46 7 61
6.
FC Hansa Rostock
38 16 12 10 48:34 14 60
7.
SV Meppen
38 15 13 10 50:47 3 58
8.
Fortuna Köln
38 15 9 14 53:48 5 54
9.
SpVgg Unterhaching
38 16 6 16 54:55 -1 54
10.
SC Preußen Münster
38 14 10 14 50:49 1 52
11.
FC Carl Zeiss Jena
38 14 10 14 49:59 -10 52
12.
VfR Aalen
38 13 11 14 48:57 -9 50
13.
Hallescher FC
38 13 10 15 52:54 -2 49
14.
SG Sonnenhof Großaspach
38 12 11 15 55:60 -5 47
15.
FSV Zwickau
38 10 11 17 38:55 -17 41
16.
Sportfreunde Lotte
38 11 7 20 43:60 -17 40
17.
VfL Osnabrück
38 8 13 17 47:67 -20 37
18.
SV Werder Bremen II
38 6 13 19 39:62 -23 31
19.
Chemnitzer FC
38 8 7 23 48:74 -26 22
20.
FC Rot-Weiß Erfurt
38 5 8 25 26:78 -52 13
Karlsruher SC
4-2-2-2
32 Benjamin Uphoff
25 Jonas Föhrenbach
3 Daniel Gordon
5 David Pisot
21 Marco Thiede
10 Marvin Wanitzek
2 Burak Camoglu
8 Marcel Mehlem
23 Florent Muslija Marc Lorenz
24 Fabian Schleusener Marvin Pourié
30 Anton Fink Kai Bülow
Auswechselbank
31 Giuseppe Leo
27 Dominik Stroh-Engel
4 Martin Stoll
13 Kai Bülow Anton Fink
9 Marvin Pourié Fabian Schleusener
7 Marc Lorenz Florent Muslija
1 Dirk Orlishausen
SV Meppen
4-2-3-1
32 Erik Domaschke
5 Jovan Vidovic
27 David Vrzogic
31 Marcel Gebers
15 Markus Ballmert
20 Marius Kleinsorge Nico Granatowski
22 Steffen Puttkammer Thorben Deters
8 Thilo Leugers
10 Martin Wagner
23 Luka Tankulic Max Kremer
30 Benjamin Girth
Auswechselbank
37 Fabian Senninger
11 Thorben Deters Steffen Puttkammer
9 Nico Granatowski Marius Kleinsorge
17 Max Kremer Luka Tankulic
25 Patrick Posipal
1 Jeroen Gies
3 Janik Jesgarzewski
Match
Center
2 : 3
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