26. Spieltag
x
Karlsruher SC
2:0
Chemnitzer FC
Schiedsrichter: Patrick Alt
Austragungsort: Wildparkstadion
Tor:
1 : 0
59. Spielminute
Fabian Schleusener
Tor:
2 : 0
69. Spielminute
Daniel Gordon
Gelbe Karte
26. Spielminute
Dennis Grote
Gelbe Karte
58. Spielminute
Marcus Hoffmann
Gelbe Karte
85. Spielminute
Marc Endres
Gelbe Karte
89. Spielminute
Myroslav Slavov

KSC empfängt Chemnitz: „Wollen unbedingt gewinnen und unsere Serie ausbauen“

Vorberichte von David Ruf

Der KSC empfängt zum Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr) den abstiegsgefährdeten Chemnitzer FC. Für Alois Schwartz schließt sich dabei ein Kreis, er saß im Hinspiel erstmals als Chefcoach auf der KSC-Bank.

Die Entwicklung beider Mannschaften hätte seit dem Aufeinandertreffen im September 2017 gegensätzlicher kaum sein können. Die Badener holten seither durch elf Siege und sechs Unentschieden satte 39 Zähler, die Sachsen hingegen nur 17. „Die Mannschaft hat sich damals erst noch finden müssen. Jetzt haben wir ein sehr gutes Gerüst gefunden. Die Automatismen klappen, wir stehen sehr stabil, haben eine Konstanz reingebracht und es ist jetzt ein ganz anderes Selbstvertrauen da“, beschreibt Schwartz die Entwicklung unter seiner Regie.

Seit 14 Partien ist seine Mannschaft bereits ungeschlagen, diese Serie soll auch nach dem Duell am Sonntag weiter Bestand haben, sagt Angreifer Anton Fink, früher selbst in Diensten des Chemnitzer FC. „Wir wollen natürlich unbedingt gewinnen und unsere Serie ausbauen, das ist ganz klar.“

Das Spiel in Halle hat gezeigt, dass die Mannschaft den unbedingten Willen hat

Alois Schwartz

Zuletzt hatte Cheftrainer Schwartz nicht nur an den Ergebnissen seines Teams Gefallen gefunden, sondern auch am Auftreten selbst. „In Halle haben wir die letzten Körner noch einmal rausgehauen. Das zeigt, dass die Mannschaft den unbedingten Willen hat, die Spiele so zu gestalten und dagegenzuhalten, auch wenn es mal nicht so läuft.“

Als eine „kompakte und abgezockte“ Mannschaft bezeichnet auch der Chemnitzer Cheftrainer David Bergner den KSC. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir den KSC beschäftigen können. Wir wollen uns in den kommenden Spielen beweisen und nichts freiwillig abschenken.“

Unter der Woche ließ Schwartz beim Text gegen die Nationalmannschaft Luxemburgs vornehmlich Spieler ran, die zuletzt weniger zu Einsatzzeiten im Profiteam gekommen waren. „Es war sehr erfreulich, wie wir dort aufgetreten sind. Trotz der Niederlage gab es einen Fingerzeig für uns als Trainerteam“. Auch die eingesetzten U19-Spieler Luca Egolf, Tim Kircher, Maik Goss, Janis Hanik, Yannick Becker und Stephan Mensah bekamen ihr Lob vom Chefcoach. „Das war eine Riesenfreude, da kommt was Gutes aus dem Nachwuchs nach.“

Andreas Hofmann kam gegen die Luxemburger 80 Minuten lang zum Einsatz, Marvin Pourié über die volle Distanz. Dem Neuzugang gelang in der Schlussminute sogar noch ein Treffer, ebenfalls zur Freude seines Trainers. „Insgesamt haben wir die Woche gut genutzt und werden dies auch mit den letzten Trainingseinheiten tun, um die drei Punkte dann hier im Wildpark zu behalten.“

Schwartz & Fink blicken auf Chemnitz

Vorberichte von Fabian Roth

Cheftrainer Alois Schwartz und Stürmer Anton Fink schauen auf den Chemnitzer FC (Anpfiff So. 14 Uhr, Wildpark).

Gegner im Detail: Der Chemnitzer FC

Vorberichte von Andreas Kleber

Am Sonntag hat der KSC im heimischen Wildpark den Chemnitzer FC zu Gast. Anpfiff ist um 14 Uhr. Wir haben den kommenden Gegner vorher genauer unter die Lupe genommen.

Mit hängenden Köpfen und reichlich desillusioniert schlichen die Spieler des Chemnitzer FC nach der herben 1:6-Klatsche beim VfL Osnabrück am 24. Spieltag vom Rasen der „Bremer Brücke“. Nicht nur vonseiten der eigenen Anhänger hagelte es nach der höchsten Drittligapleite in der Historie des CFC herbe Schelte, auch die Presse holte zum kollektiven Rundumschlag aus. So titelte beispielsweise „Bild.de“: „Chemnitz beim VfL verprügelt. In dieser Form hat der CFC in der Dritten Liga nichts verloren!“ Während auf der Homepage des Mitteldeutschen Rundfunks nur von einem „herben Rückschlag“ zu lesen war, schrieb die Regionalzeitung „Freie Presse“: „Den Himmelblauen flog alles um die Ohren!“ Selbst Trainer David Bergner fand deutliche Worte: „Es ist kein Zufall, dass wir so viele Gegentore bekommen haben. Leider sind einige Spieler dabei, die nicht ansatzweise in der nötigen Verfassung sind!“ Rummms, das hatte gesessen!

Fakt ist aber, dass die Sachsen nach rund zwei Dritteln der Saison ganz tief im Abstiegsstrudel stecken. Der Abstand auf den rettenden 17. Platz, den momentan der FSV Zwickau innehat, beträgt trotz des fast schon überlebenswichtigen 2:1-Heimerfolgs gegen Unterhaching am vergangenen Samstag noch immer stolze sechs Zähler. Der Hund liegt vor allem in der wackeligen Defensive begraben. Mit 49 Gegentoren stellen die Chemnitzer bis dato die mit Abstand schlechteste Abwehr der Liga. Dabei hätte nach dem Trainerwechsel Anfang Januar alles besser werden sollen. Wenige Tage vor dem Start ins Wintertrainingslager im spanischen Cambrils, hatte Bergner die Nachfolge von Horst Steffen angetreten. Der wiederum hatte das sportliche Zepter erst im Sommer von Sven Köhler übernommen.

Nach sieben Niederlagen in Folge vor der Winterpause und dem damit verbundenen Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz, blieb den Verantwortlichen des CFC um Sportdirektor Steffen Ziffert nahezu keine andere Wahl, als die Reißleine zu ziehen, und den bei den Spielern durchaus beliebten Steffen in die Wüste zu schicken. Von vielen kritisch beäugt, wurde die Verpflichtung von Trainer-Nobody Bergner, dessen 49-tägiges Chefcoach-Intermezzo bei Rot-Weiß Erfurt mit einem Unentschieden und fünf Niederlagen unter keinem glücklichen Stern stand. Nach fünf Partien mit zwei Siegen und drei Niederlagen hat es allerdings den Anschein, als könne Bergner den Vorschusslorbeeren von Ziffert („David ist der richtige Trainer für die jetzige Situation, er bringt alle Voraussetzungen mit. Ihm ist die Schwere der Aufgabe bekannt, aber er hat den Ehrgeiz und das Wissen, diese zu lösen!“) zumindest ansatzweise gerecht werden. Jedoch ist es dem 44-jährigen Berliner bisher noch nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende einzuläuten.

Stimmen zum 2:0 Heimsieg gegen Chemnitz

Spielberichte von Fabian Roth

Innenverteidiger Martin Stoll und die beiden Cheftrainer David Bergner und Alois Schwartz mit den Stimmen zum 2:0 Heimsieg gegen den Chemnitzer FC.

2:0-Heimsieg: KSC bleibt auch gegen Chemnitz in der Erfolgsspur

Spielberichte von David Ruf

Durch die Treffer von Fabian Schleusener und Daniel Gordon hat der KSC am Sonntagnachmittag im Wildparkstadion den Chemnitzer FC mit 2:0 (0:0) besiegt. Damit sind die Karlsruher seit 15 Spielen ungeschlagen und im Wildpark in dieser Saison weiter ohne Niederlage.

KSC-Cheftrainer Alois Schwartz, der zuletzt dreimal in Folge die gleiche Anfangsformation aufs Feld geschickt hatte, nahm für das Duell mit den Sachsen einen Wechsel in seiner Startelf vor: Marc Lorenz erhielt auf der linken Außenbahn den Vorzug vor Marco Thiede. Gäste-Trainer David Bergner musste seine Startformation auf zwei Posten verändern und die gesperrten Alexander Dartsch und Daniel Frahn ersetzen. Für sie begannen Björn Kluft und Marcus Hoffmann.

Die Karlsruher fanden vor 10.688 Zuschauern bei winterlichen Temperaturen gut ins Spiel und kamen schnell zu zwei Möglichkeiten. In der 5. Minute konnte Marcel Mehlem den Ball gegen Marcus Hoffmann erobern, nach der anschließenden Flanke durch Lorenz brachte Anton Fink die Kugel aufs Tor, Keeper Kevin Tittel war jedoch auf dem Posten. Nur wenige Sekunden später musste Tittel erneut eingreifen, diesmal hatte Lorenz nach Florent Muslijas Flanke auf den Kasten geköpft.

Bis zur nächsten Möglichkeit mussten sich die Zuschauer dann etwas gedulden, in der 28. Minute kam Fabian Schleusener nach einer Lorenz-Ecke zum Abschluss. Der Ball sprang dabei vom linken Pfosten in Tittels Arme (28.). Fünf Minuten vor der Halbzeit kam Schleusener noch einmal vors Tor, schaffte es jedoch nicht, die Kugel über Tittel hinweg ins Tor zu heben. Die Gäste kamen nur in der 38. Minute durch einen Schuss von Dennis Grote vors KSC-Tor, ansonsten blieb der erste Durchgang, den der KSC klar im Griff hatte, recht ereignisarm.

Nach dem Seitenwechsel – beide Trainer hatten keine personellen Veränderungen vorgenommen – gehörten die ersten beiden Chancen den Gästen. Tom Baumgart setzte seinen Kopfball links neben das Tor, kurz darauf flog sein Schuss direkt in Uphoffs Arme (50., 51.).

In der 59. Minute konnte Goalgetter Fabian Schleusener die KSC-Fans erlösen. Die Flanke von Lorenz von der rechten Seite wurde immer länger, links im Strafraum konnte Scheusener Tom Scheffel abhängen und den Ball an Tittel vorbei flach zu seinem zwölften Saisontreffer einschieben.

Die Blau-Weißen versuchten, direkt nachzulegen: Finks Flanke flog am Tor entlang ins Aus und Schleusener traf den Ball nach einer Hereingabe von Lorenz nicht voll, so dass dieser Versuch kein Problem für Tittel war (60., 62.).

Dennoch blieben die Hausherren weiter am Drücker und wurden in der 70. Minute belohnt: Lorenz brachte einen Eckball von links in die Mitte, wo Innenverteidiger Daniel Gordon am höchsten stieg und zum 2:0 einköpfte.

Schwartz brachte in der 73. Minute Neuzugang Marvin Pourié, der im Testspiel unter der Woche gegen die Nationalmannschaft von Luxemburg ein Tor erzielen konnte. Dies war ihm gegen Chemnitz in der 81. Minute jedoch nicht vergönnt, sein Kopfball ging neben das Tor. Auf der Gegenseite musste Uphoff noch einmal eingreifen, er konnte Baumgarts Ball über die Latte lenken (84.). Im Gegenzug verpasste Schleusener seinen zweiten Treffer am heutigen Tag, als er den Ball freistehend aus kurzer Distanz über das Tor schoss (85.).

Für den KSC steht bereits am Freitagabend (19.00 Uhr) das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Partie bei den Sportfreunden Lotte ist gleichzeitig der Beginn einer erneuten englischen Woche mit dem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Mittwoch, 7. März, 19.00 Uhr) und der Partie beim FC Rot-Weiß Erfurt (Sonntag, 11. März, 14.00 Uhr).

Das Spiel im Stenogramm:

Karlsruher SC: Uphoff - Bader, Gordon (79. Stoll), Pisot, Föhrenbach - Wanitzek, Mehlem - Muslija, Lorenz (85. Thiede) – Fink (73. Pourié), Schleusener. Bank: Orlishausen, Camoglu, Bülow, Stroh-Engel. Trainer: Alois Schwartz.

Chemnitzer FC: Tittel - Scheffel, Endres, Hoffmann, Sumusalo - Reinhardt, Grote - Hansch, Baumgart - Slavov, Kluft (79. Thiele). Bank: Hiemann, Mbende, Aydin, Leutenecker, Mlynikowski, Bachmann. Trainer: David Bergner.

Tore: 1:0 Schleusener (59.), 2:0 Gordon (70.)
Gelbe Karten: - / Grote (27.), Endres (86.), Stavov (89.)
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)
Zuschauer: 10.688

Ergebnisse

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 23.02.18 19:00h
:
1:0 24.02.18 14:00h
:
1:0 24.02.18 14:00h
:
0:0 24.02.18 14:00h
:
3:1 24.02.18 14:00h
:
3:0 24.02.18 14:00h
:
2:1 24.02.18 14:00h
:
1:1 24.02.18 14:00h
:
1:0 25.02.18 14:00h
:
2:0 25.02.18 14:00h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
1. FC Magdeburg
38 27 4 7 70:32 38 85
2.
SC Paderborn 07
38 25 8 5 90:33 57 83
3.
Karlsruher SC
38 19 12 7 49:29 20 69
4.
SV Wehen Wiesbaden
38 21 5 12 76:39 37 68
5.
FC Würzburger Kickers
38 17 10 11 53:46 7 61
6.
FC Hansa Rostock
38 16 12 10 48:34 14 60
7.
SV Meppen
38 15 13 10 50:47 3 58
8.
Fortuna Köln
38 15 9 14 53:48 5 54
9.
SpVgg Unterhaching
38 16 6 16 54:55 -1 54
10.
SC Preußen Münster
38 14 10 14 50:49 1 52
11.
FC Carl Zeiss Jena
38 14 10 14 49:59 -10 52
12.
VfR Aalen
38 13 11 14 48:57 -9 50
13.
Hallescher FC
38 13 10 15 52:54 -2 49
14.
SG Sonnenhof Großaspach
38 12 11 15 55:60 -5 47
15.
FSV Zwickau
38 10 11 17 38:55 -17 41
16.
Sportfreunde Lotte
38 11 7 20 43:60 -17 40
17.
VfL Osnabrück
38 8 13 17 47:67 -20 37
18.
SV Werder Bremen II
38 6 13 19 39:62 -23 31
19.
Chemnitzer FC
38 8 7 23 48:74 -26 22
20.
FC Rot-Weiß Erfurt
38 5 8 25 26:78 -52 13
Karlsruher SC
4-2-2-2
32 Benjamin Uphoff
25 Jonas Föhrenbach
35 Matthias Bader
3 Daniel Gordon Martin Stoll
5 David Pisot
8 Marcel Mehlem
23 Florent Muslija
7 Marc Lorenz Marco Thiede
10 Marvin Wanitzek
30 Anton Fink Marvin Pourié
24 Fabian Schleusener
Auswechselbank
2 Burak Camoglu
27 Dominik Stroh-Engel
4 Martin Stoll Daniel Gordon
13 Kai Bülow
9 Marvin Pourié Anton Fink
1 Dirk Orlishausen
21 Marco Thiede Marc Lorenz
Chemnitzer FC
4-2-3-1
32 Kevin Tittel
33 Marcus Hoffmann
23 Mikko Sumusalo
31 Tom Scheffel
5 Marc Endres
29 Tom Baumgart
8 Björn Kluft Marvin Thiele
7 Dennis Grote
6 Julius Reinhardt
24 Florian Hansch
27 Myroslav Slavov
Auswechselbank
3 Emmanuel Mbende
13 Fabio Leutenecker
25 Marcus Mlynikowski
30 Lucas Hiemann
10 Okan Aydin
20 Marvin Thiele Björn Kluft
26 Janik Bachmann
Match
Center
2 : 3
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