Wildparkgeschichten

1955

Das „Sport-Juwel im Hardtwald“ erwacht zum Leben!

Am Sonntag, den 07. August 1955, fand das Einweihungsspiel im damals neu umgebauten Wildparkstadion statt. Das spannende Duell bestritten der Pokalsieger von 1955, der Karlsruher SC und der Deutsche Meister von 1955, Rot-Weiss Essen. Um das Spiel zu verfolgen, kamen damals 35.000 Zuschauer im Stadion zusammen.

Der eigentliche Bau des Stadions begann schon 1953. Mit einem Budget von 150.000 DM stimmte der damalige Gemeinderat dem Projekt zu. Die Sitzränge, kombiniert mit einer konstruierten Stahltribüne, sollten Platz für rund 70.000 Menschen bieten. Doch die ursprünglichen Pläne wurden 1954 wieder verworfen. Mit Hilfe eines Architektenwettbewerbs fand sich dann ein neues Gestaltungskonzept: Erich Schelling bekam den Zuschlag. Er entwarf ein elliptisches Stadion mit einer Teilüberdachung, die bis zu 4.000 Zuschauer vor jeglicher Witterung schützen sollte. Anfang der 1955er Jahre befand sich das Stadion in seiner letzten Bauphase. Die Sitzstufen wurden fertiggestellt und die Aschebahn angelegt. So konnte das Stadion am 07. August mit dem Topspiel gebührend eingeweiht werden.

Nach 90 Minuten verließen die Blau-Weißen den Platz mit einem 2:2-Unentschieden. Das damals hoch moderne Stadion wurde von der Badischen Allgemeinen Zeitung zu einem der „schönsten Stadien Deutschlands“ ernannt. Zum großen Stolz des damaligen Oberbürgermeisters Günther Klotz betitelte sie das Stadion als „Sport-Juwel im Hardtwald“.

Unser Wildpark verliert mit dem Abriss ein für alle Mal seine unverkennbare Silhouette. Mit unserer Wildparkkollektion möchten wir den alten Wildpark würdigen und den Stadionneubau feiern. Denn auf den Wurzeln des alten Stadions entsteht das neue Stadion! Die gesamte Kollektion gibt es hier in unserem Onlineshop.


1956

Eindeutiger Pokalsieg im Wildparkstadion!

An einem kühlen Sommertag, dem 05. August 1956, ging es im Karlsruher Wildpark heiß her: An diesem Tag fand das deutsche Pokalfinale zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV im Wildparkstadion statt. Rund 25.000 Fans verfolgten das Spiel live im Stadion, um die KSC-Elf von Trainer Ludwig Janda anzufeuern. Das erste Tor schoss der heutige DFB-Ehrenspielführer und HSV-Ikone Uwe Seeler in der 16. Minute. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte dann Bernhard „Berni“ Termath für den Ausgleich. Nach umkämpften 45 Minuten ging es also mit dem Stand von 1:1 erstmal zurück in die Kabinen... Den Pokalsieg machten die Karlsruher mit zwei weiteren Toren perfekt: So sorgten nochmals Termath, der in der 60. Minute zum 2:1 traf, und Antoine "Spitz" Kohn für den finalen 3:1-Sieg des KSC. Was für ein Tag im Wildparkstadion für den Karlsruher Sport-Club!


1975

Eine überraschende Erfolgssaison für Karlsruhe!

Was für eine Erfolgssaison 1974/75 für die blau-weiße Mannschaft: Die Helden aus dem Wildpark schafften in besagter Saison das, was niemand vermutet hätte: Nach rund sieben Jahren kehrten sie in die 1. Bundesliga zurück! Die Karlsruher Spieler – unter der Leitung von Karl-Heinz Rühl – zeigten sich in dieser Saison von ihrer besten Seite. Allen voran stand der Torschützenkönig Bernd Hoffmann, der unerbittlich für die Karlsruher netzte. Erstmals am zwölften Spieltag verlor die Mannschaft eine Partie. Trotzdem gelang ihnen, was Fußballprofis und Kenner als unmöglich deklariert hatten: Der Aufstieg! Und da dies den Blau-Weißen noch nicht genug war, legten die Jungs im gleichen Jahr noch einen drauf: Zusätzlich zum Aufstieg wurden sie erneut Süddeutscher Meister. Wie auch bei allen anderen Auf- und Abstiegen war das Wildparkstadion Zeuge einer unvergesslichen Saison.


1980

Der wohl eindeutigste blau-weiße Sieg im Wildparkstadion!

Den wohl höchsten jemals erzielten Heimsieg erreichte die Karlsruher Mannschaft am 02. Februar 1980 im Spiel gegen den ESV Ingolstadt. Mit einem bis heute unerreichten Endstand von 10:0 erspielte sich das Team von Trainer Manfred Krafft einen mehr als eindeutigen Sieg. Das Torspektakel startete damals Ede Becker, der auch das 3:0 erzielte, außerdem trafen unter anderem Michael Harforth und Gerhard Bold. Zur Halbzeit waren im Wildparkstadion bereits vier Karlsruher Treffer gefallen. 2.500 Zuschauer wohnten der Galavorstellung des KSC damals bei, die wenigen Ingolstädter unter ihnen dürften wenig begeistert gewesen sein.


1980

Eine eindeutige Eintrittskarte in die 1. Bundesliga!

Wir schreiben die Saison 1979/1980. Die Blau-Weißen stehen mit den Rot-Weissen aus Essen im direkten Kampf um den letzten Platz in der 1. Bundesliga. Es ist das Hinrunden-Relegationsspiel im Wildparkstadion, welches mit 43.000 jubelnden Fans gefüllt ist. Vorfreude und Anspannung sind bei der Mannschaft und dessen Trainer Manfred Krafft gleichermaßen vorhanden. Doch es scheint ein guter Tag für die Karlsruher Elf zu sein: Von Anfang an erspielen sie sich die Oberhand in diesem Duell. In der 23. Minute fällt das erste Tor – ein Eigentor zugunsten des Karlsruher SC. Das 2:0 schießt Stephan Groß keine zehn Minuten später (32.), gefolgt von einem Treffer von Karl-Heinz Struth zum 3:0. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit kassieren die Karlsruher dann aber einen Gegentreffer der Rot-Weissen – es bleibt der einzige Wehrmutstropfen an diesem legendären Tag im Wildparkstadion. Raimund Krauth trifft schließlich noch zum 4:1 in der 67. Minute, bevor Emanuel Günther kurz vor Ende der regulären Spielzeit das Tor zum Endstand von 5:1 markiert (85.). Der Schritt in die 1. Bundesliga ist damit schon nach dem Hinspiel im Wildparkstadion gemacht!


Match
Center
3:0