09.10.2013 - 20:00

Stadt und KSC verständigen sich auf Stadionneubau im Wildpark

Die Stadt Karlsruhe und der KSC möchten gemeinsam einen Stadionneubau im Wildpark realisieren. Das ist das Ergebnis eines Spitzentreffens beider Seiten am Mittwoch in der KSC-Geschäftsstelle.

„Wir sind sehr positiv gestimmt über den Termin und dessen Verlauf. Wir hatten einen konstruktiven und positiven Dialog“, erklärte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther im Anschluss. „Wir haben besprochen, dass wir von einem Neubau reden und wir von Seiten des KSC werden dies mit voller Kraft unterstützen und alles tun, damit ein Neubau im Wildpark realisiert wird.“ Der Verein werde seinen Sachverstand auch im weiteren Prozess gerne einbringen.

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup zog ebenfalls ein positives Fazit des Treffens. „Wir haben uns in sehr freundschaftlicher und konstruktiver Weise ausgetauscht.“ Klares Ziel sei nun ein Neubau im Wildpark. „Wir waren uns einig, dass es sinnvoll ist, die Option Neubau im Wildpark zu konkretisieren. Ich bin sehr froh, dass wir ein gemeinsames Ergebnis erzielen konnten.“ Mentrup betonte allerdings, dass die Realisierung eines Neubaus im Wildpark noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Karlsruher Gemeinderats steht.

Beide Seiten hätten sich für den weiteren Prozess Hausaufgaben mitgegeben, wie Wellenreuther und Mentrup erklärten. Die Stadt betreffe dies in vier Punkten, so Mentrup. Erstens müsse die Stadt für einen Ersatz der wegfallenden Trainingsplätze im Wildpark sorgen, zweitens gelte es, ein Verkehrskonzept zu erstellen. Hierzu seien bei den letzten Heimspielen bereits Erhebungen bezüglich des Verkehrsaufkommens an Spieltagen im Vergleich zu anderen Tagen durchgeführt worden. Drittens sei ein langfristiges Sicherheitskonzept zu erstellen. „Wir sind uns einig, dass wir für die nächsten Jahrzehnte Sicherheit im und um den Wildpark schaffen müssen, so Mentrup. Viertens strebe der Oberbürgermeister einen grundsätzlichen Gemeinderats-Beschluss an, der es dann ermögliche, in Detailplanungen und Vertragsverhandlungen mit dem KSC – unter anderem die Höhe der künftigen Pacht betreffend – zu treten.

Der KSC wiederum wird für die Stadt die funktionalen Voraussetzungen zusammenfassen, die eine neue Arena erfüllen muss. Außerdem werde der Verein eine Zusammenfassung erstellen, wie hoch die Einnahmeverluste während der Bauphase sein werden, erklärte Wellenreuther. Darüber hinaus werde auch die wirtschaftliche Einnahmesituation im Rahmen eines Businessplans erstellt, so der KSC-Präsident.

Wellenreuther betonte, dass alle fünf aus KSC-Sicht problematischen Punkte in Bezug auf einen Neubau im Wildpark, die der Verein in zwei Presseerklärungen und einem Schreiben an alle KSC-Mitglieder genannt hatte, von der Stadtverwaltung sehr positiv aufgegriffen worden seien. „Wir begrüßen es sehr, dass von Seiten des OB und der Stadt auch bei diesen Punkten eine große Sensibilität vorhanden war“, so Wellenreuther.

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