KSC punktet an der Ostsee
Spielbericht: F.C. Hansa Rostock - KSC 1:1 (1:0)
25.09.2011 - Aus der DKB-Arena berichtet Matthias Hahn
Der 9. Spieltag der Zweiten Fußballbundesliga führte den KSC an die Ostsee zum F.C. Hansa Rostock. Nach fünf Niederlagen in Folge gelang es den Blau-Weißen mit einem 1:1-Unentschieden den Negativtrend zu beenden und zumindest einen Punkt aus der DKB-Arena zu entführen.
Gegen die noch sieglosen Hanseaten veränderte Rainer Scharinger seine Mannschaft auf zwei Positionen. Für Louis Ngwat-Mahop, der sich unter der Woche eine Fraktur am Sprunggelenk zugezogen hatte, stürmte der wieder genesene Klemen Lavric. Außerdem rückte Patrick Milchraum für Thorben Stadler ins linke Mittelfeld.
Trotz des enormen Druckes, der auf beiden Mannschaften lastete, entwickelte sich gerade in den Anfangsminuten ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Eine erste hatte Lavric nach einem Zuspiel von Iashvili in der 4. Minute. Allerdings traf er den Ball aus halbrechter Position nicht voll, sodass dieser links am Tor vorbeiging. Um einiges gefährlicher waren die Rostocker in der 9. Minute, in der Dominic Peitz nach einem Eckball völlig unbedrängt zum Kopfball hochstieg, diesen jedoch nicht richtig platzieren konnte und Dirk Orlishausen so vor keine größeren Probleme stellte. In der 25. Minute musste der KSC dann jedoch die 0:1-Führung des Gastgebers hinnehmen. Nach einem Freistoß im Mittelfeld gelang es den Blau-Weißen nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Nutznießer in Diensten des FC Hansa war Marcel Schied, der aus halblinker Position an Orlishausen vorbei ins KSC-Gehäuse einschieben konnte. Die Gastgeber sahen sich jetzt natürlich, angetrieben von den 14500 Zuschauern, im psychologischen Vorteil. Die Scharinger-Elf dagegen wirkte sehr verunsichert und hatte vor allem im Spielaufbau ihre Probleme. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte der KSC dann auch noch Glück, dass Timo Perthel aus etwa 15 Metern das Tor nicht traf; sein Schuss verfehlte das Ziel nur um wenige Zentimeter.
In der Halbzeitpause reagierte Scharinger auf die bescheidene Vorstellung seiner Schützlinge und brachte mit Gaetan Krebs und Anton Fink zwei neue Kräfte für die Offensivabteilung. Den Zuschauern bot sich jedoch zunächst ein ähnliches Bild wie bereits im ersten Abschnitt. Der KSC war zwar stets bemüht, das Spielgeschehen auf dem Feld diktierten aber nach wie vor die Hausherren. In der 65. Minute war es dann Lavric, der nach einem Freistoß von Delron Buckley zum Kopfball kam und erstmals wieder einen Hauch von Gefahr vor dem Rostocker Tor versprühte. Doch auch die Hanseaten wollten mehr und drängten auf das 0:2. Tobias Jänicke versuchte es mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, aber Orlishausen hatte aufgepasst und konnte gerade noch parieren. Der KSC wurde nun besser und hätte nach einer Flanke von Florian Lechner und einem Kopfball von Lavric den Ausgleich besorgen können, doch dem Slowenen blieb das Glück im Abschluss erneut verwehrt. Anders in der 78. Minute, in der die Blau-Weißen mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1 für ihre Bemühungen belohnt wurden. Nach einer Flanke von Alexander Iashvili probierte es Lavric zum dritten Mal mit dem Kopf. Diesmal platzierte er den Ball in die rechte obere Torecke und war damit auch erfolgreich; Hansa-Keeper Kevin Müller blieb nur das Nachsehen. Der KSC war nun die klar bessere Mannschaft und hatte durchaus noch Chancen auf den Sieg. Eine davon bekam Fink, der den Ball nach einem Steilpass von Timo Staffeldt jedoch nicht richtig unter Kontrolle bekam. Am Ende blieb es bei einem 1:1-Unentschieden, mit welchem der KSC seinen Negativtrend zumindest teilweise beenden konnte.
Stenogramm
F.C. Hansa Rostock:
Müller - Schyrba, Pannewitz, Wiemann, Pelzer - Peitz - Weilandt (64. Jänicke), Perthel (82. Ziegenbein) - Lartey - Schied (75. Müller), Semmer
Trainer: Peter Vollmann
Bank: Hahnel, Holst, Albrecht, Blum
Karlsruher SC:
Orlishausen - Lechner, Aquaro, Kempe (83. Haas), Buckley - Staffeldt, Cuntz (46. Krebs) - B. Müller, Milchraum (46. ) - Iashvili - Lavrič
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Robles, , Groß, Schiek
Tore:
1:0 - Schied (25.)
1:1 - Lavrič (78.)
Gelbe Karten:
Schyrba (31.), Cuntz (33.), Kempe (46.), (48.), Perthel (60.), Lavrič (85.), Müller (89.)
Zuschauer: 14500
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Nürnberg)
Assistenten: Christian Dietz, Benjamin Brand, Matthias Jöllenbeck





