KSC unterliegt erneut
Spielbericht: KSC - FC St. Pauli 0:2 (0:1)
19.09.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Zum Ende des 8. Spieltages empfing der KSC am Montagabend den FC St. Pauli im Wildparkstadion. Doch auch im fünften Spiel in Folge gelang es den Blau-Weißen nicht zu punkten und so mussten 18978 Zuschauer nach schwacher Leistung eine 0:2 (0:1) Niederlage ihres KSC mit ansehen.
Matthias Cuntz feierte gegen die Hamburger sein Startelfdebüt und bildete gemeinsam mit Timo Staffeldt im defensiven Mittelfeld eine Doppelsechs. Guiseppe Aquaro rückte für den gelb-rot-gesperrten Stefan Müller zurück in die Innenverteidigung.
Der KSC begann stark und hätte nach einem Doppelpass von Iashvili und Staffeldt nach zwei Minuten gleich in Führung gehen können. Der Winkel war jedoch etwas zu spitz, sodass Delron Buckleys Schuss aus sieben Metern nur an den Innenpfosten prallte. Die Antwort des FC St. Pauli ließ nicht lange auf sich warten und der KSC hatte großes Glück, dass der Heber von Kevin Schindler das KSC-Tor knapp verfehlte, denn der heraus geeilte Dirk Orlishausen war bereits geschlagen. Überhaupt taten sich die Hausherren nun zunehmend schwerer gegen gut organisierte Hamburger, die immer wieder gefährlich vors Tor kamen. Nach einem Foulspiel von Cuntz an Florian Bruns bekamen die Gäste in der 16. Minute einen Freistoß zugesprochen. Der Gefoulte trat selbst an, setzte den Ball aus etwa 25 Metern, unhaltbar für Orlishausen, in die linke obere Ecke und bescherte den rund 3000 mitgereisten Paulianern den ersten Torjubel. Der KSC, vom Negativerlebnis verunsichert, musste in der Folgezeit mit ansehen, wie die Kiezkicker immer wieder gefährlich in den Strafraum kamen. So beispielsweise auch in der 23. Minute, in der Fin Bartels nach einem sehenswerten Zusammenspiel mit Fabian Boll erneut nur sehr knapp am Tor vorbeischoss. Nach 29 Minuten reagierte Scharinger auf den Spielverlauf, opferte Thorben Stadler zugunsten einer offensiveren Ausrichtung und brachte mit Klemen Lavric einen weiteren Stürmer. Die Blau-Weißen zeigten das gewünschte Signal und waren in der 38. Minute dem Ausgleich sehr nahe. Doch Carsten Rothenbach hatte Glück, als er nach einer Flanke von Bogdan Müller den Ball an die Latte des eigenen Tores lenkte. Beim Nachschuss von Cuntz war dann auch Unvermögen dabei.
Die Partie war gerade erst wieder angepfiffen, da musste Orlishausen schon wieder hinter sich fassen und der KSC hatte einmal mehr seine kollektive Schlafmützigkeit unter Beweis gestellt. Nach einem langen Pass war der Ball bei Marius Ebbers gelandet, der aus halblinker Position das 0:2 der Gäste markieren konnte. Die Blau-Weißen fanden kein Mittel gegen die Schubert-Elf, die trotz der Zwei-Tore-Führung weiter munter nach vorne spielte. Im Gegenteil, die Karlsruher konnten sich auch im weiteren Spielverlauf bei ihrem Schlussmann bedanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. In der 59. Minute lenkte Orlishausen einen Kopfball von Ebbers gerade noch über die Latte. Eine Minute zuvor hatte er einen Schuss des Hamburgers zur Ecke pariert. Auf der anderen Seite verlebte Paulis Keeper Tschauner einen eher ruhigen Abend, zum einen, weil dem KSC bereits im Spielaufbau zu viele Fehler unterliefen und zum anderen auch, weil die Blau-Weißen beim Torabschluss zu unentschlossen agierten. So blieb es am Ende bei einer enttäuschenden 0:2-Niederlage, die alle Beteiligten etwas ratlos stimmte.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Orlishausen - Lechner, Aquaro, Kempe, Stadler (29. Lavrič) - Staffeldt (75. Groß), Cuntz - Müller, Buckley - Iashvili - Ngwat-Mahop
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Robles, Haas, Krebs, Schiek, Milchraum
FC St. Pauli:
Tschauner - Rothenbach, Thorandt (46. Gunesch), Sobiech, Schachten - Boll - Schindler, Kruse, Bruns (64. Morena), Bartels - Ebbers (73. Sliskovic)
Trainer: André Schubert
Bank: Pliquett, Funk, Saglik, Daube
Tore:
0:1 - Bruns (17.)
0:2 - Ebbers (46.)
Gelbe Karten:
Cuntz (16.), Rothenbach (20.), Iashvili (33.), Thorandt (42.), Buckley (71.), Lavrič (88.)
Zuschauer: 18978
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Assistenten: Malte Dittrich, Tim Skorczyk, Dominik Schaal





