KSC-Euphorie erleidet Dämpfer
Spielbericht: KSC - Eintracht Braunschweig 1:3 (1:2)
12.08.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Eintracht Braunschweig hat dem KSC am 4. Spieltag der Zweiten Fußballbundesliga mit einem 1:3-Erfolg die erste Heimniederlage der Saison beschert und damit den blau-weißen Höhenflug vorerst beendet.
Dabei war die Begegnung nach dem frühen Führungstreffer von Timo Staffeldt so verheißungsvoll angelaufen. Doch nach den Treffern von Kumbela, Vrancic und Kruppke blieb den Hausherren am Ende nur die Rolle des Verlierers.
Mit dem Erfolgserlebnis von Aue im Rücken waren die Karlsruher am Freitagabend auch vor heimischer Kulisse im Wildparkstadion gewillt, die Siegesserie weiter auszubauen. Florian Lechner musste bei diesem Vorhaben jedoch verletzungsbedingt passen, da ihn eine Entzündung am Schienbein bereits im Abschlusstraining außer Gefecht gesetzt hatte. Weil auch Sebastian Schiek aufgrund einer gelb-roten Karte gesperrt war, entschied sich KSC-Cheftrainer Rainer Scharinger für Stefan Müller in der Anfangsformation.
Vor 19648 Zuschauer begeisterte das Team von Scharinger gerade in der Anfangsviertelstunde mit temporeichem und passsicherem Spiel. Überhaupt gingen die Hausherren von der ersten Minute an sehr entschlossen zu Werke. Gegen defensiv ausgerichtete Niedersachsen erspielten sie sich somit ein klares Plus an Chancen. Bereits nach vier Minuten verpasste Lavric das Tor nach einem Zuspiel von Marco Terrazzino nur um wenige Zentimeter. In der 8. Minute hatten die Blau-Weißen Anhänger dann erstmals allen Grund zur Freude. Staffeldt setzte einen Freistoß aus 22 Metern, unhaltbar für Eintracht-Keeper Daniel Davari, in die rechte obere Torecke und bescherte seinem Team damit eine frühe 1:0-Führung. Die Gäste aus Niedersachsen hatten dem nur wenig entgegen zu setzen und konnten sich in der 13. Minute bei Gianluca Korte bedanken, dass dieser einen Kopfball von Niklas Hoheneder auf der Torlinie gerade noch klärte und somit das 2:0 der Blau-Weißen verhinderte. In der 21. Minute war dann Dirk Orlishausen erstmals gefordert und parierte einen Schuss von Dennis Kruppke. Dem KSC gelang es in dieser Phase nicht, etwas Ruhe ins Spiel hinein zu bekommen. Dies führte vor allem im Mittelfeld zu vielen Fehlpässen, was die Gäste besser in die Partie brachte. Der Ausgleich für Braunschweig in der 28. Minute durch Dominik Kumbela war nur die Folge dieses Spielverlaufs. Der KSC reagierte zwar und hatte durch einen Volleyschuss von Alexander Iashvili die Möglichkeit, direkt nachzulegen (34.), musste dann aber nur eine Minute später sogar das 1:2 der Gäste hinnehmen. Dennis Kempe hatte sich zu einem unnötigen Foulspiel hinreißen lassen, den fälligen Freistoß verwandelte Damir Vrancic aus etwa 18 Metern.
Auch im zweiten Spielabschnitt tat sich der KSC schwer und fand zunächst kein Mittel gegen dicht gestaffelte Braunschweiger. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Iashvili mit einem Schuss aus etwa acht Metern Torentfernung; da der Winkel aber etwas zu spitz war, hatte Davari keine Probleme, den Schuss zu parieren (55.). In der 58. Minute bediente Iashvili dann seinen Sturmpartner Lavric, der allerdings nur das Außennetz traf. Doch auch der KSC hatte Glück, dass Kruppke aus sechs Metern im Rutschen eine Vorentscheidung verpasste und knapp links am Tor vorbeischoss. Chancen bekamen die Zuschauer nun auf beiden Seiten geboten. Der KSC war vor allem bei Standards immer wieder brandgefährlich und Davari musste in der 65. Minute alles aufbieten, um den Karlsruher Ausgleich nach einem Freistoß von Delron Buckley aus 22 Metern zu verhindern. In der Schlussphase versuchten die Blau-Weißen noch einmal alles und brachten mit Zoller und Krebs zwei weitere Offensivkräfte, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch Kruppke konnte mit dem Schlusspfiff sogar noch auf 1:3 erhöhen und besiegelte damit die erste Karlsruher Heimniederlage der Saison.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Orlishausen - Müller (46. Konrad), Hoheneder, Kempe, Milchraum (73. Zoller) - Staffeldt, Haas - Terrazzino, Buckley (77. Krebs) - Iashvili - Lavrič
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Robles, Fink, Cuntz, Aquaro, Stadler
Eintracht Braunschweig:
Davari - Pfitzner, Correia, Kessel, Reichel - Vrancic - Zimmermann (76. Unger), Kruppke, Boland - Korte (66. Fetsch), Kumbela (87. Turan)
Trainer: Torsten Lieberknecht
Bank: Later, Fuchs, Theuerkauf, Petersch
Tore:
1:0 - Staffeldt (9.)
1:1 - Kumbela (28.)
1:2 - Vrancic (35.)
1:3 - Kruppke (90.)
Gelbe Karten:
Kempe (34.), Pfitzner (64.), Davari (84.)
Zuschauer: 19648
Schiedsrichter: Thomas Metzen (Mechernich)
Assistenten: Dr. Manuel Kunzmann, Sascha Stegemann, Matthias Jöllenbeck





