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Kauczinski-Elf behält Nerven und siegt im Kellerduell

Spielbericht: KSC - FC Ingolstadt 04 3:2 (1:1)


04.11.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Jonas Maunichy
Der KSC konnte nach einer langen Durststrecke endlich wieder einen Erfolg einfahren. Nach zuletzt zehn sieglosen Partien gewann die Mannschaft mit 3:2 gegen den FC Ingolstadt. Den Karlsruhern gelang es zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand in Zählbares umzuwandeln.

Interimscoach Markus Kauczinski hatte einiges nachzuholen und nur vier Tage Zeit seine Mannschaft für das heutige Spiel gegen den FC Ingolstadt vorzubereiten. Kauczinski wechselte auf gleich vier Positionen. Sebastian Schieck kam für den verletzten Florian Lechner (Wadenprobleme) in die Anfangsformation. Zudem fanden Timo Staffeldt, Matthias Cuntz und Niklas Hoheneder den Weg in die Startelf.

Die Karlsruher begannen engagiert und hatten in der zweiten Spielminute ihre erste kleine Torchance durch Klemen Lavric. Doch nur kurz darauf verflachte die Partie. Ingolstadt spürte den Blau-Weißen die Nervosität an und übernahm allmählich das Spielgeschehen auf dem Rasen. Die logische Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Standardsituation vor dem Karlsruher-Strafraum kam Malte Metzelder frei zum Kopfball und traf prompt zur 1:0-Führung für die Gäste. Der KSC wackelte und brauchte eine Weile, um sich vom Gegentor zu erholen. Die Kauczinski-Elf sollte jedoch für ihr Engagement belohnt werden. Bezeichnend für das Spielgeschen bedurfte es aber erneut einer Standardsituation, um einen Treffer zu erzielen. Nach einer Buckley-Ecke verloren die Ingolstädter den völlig freistehenden Dennis Kempe aus den Augen, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (26.). Der 1:1-Ausgleichstreffer sollte der letzte Höhepunkt in einer müden ersten Hälfte sein.

Trainer Benno Möhlmann brachte zur zweiten Hälfte Ahmed Akaichi für den unauffälligen Edson Buddle. Der KSC kam unverändert aus der Kabine. Am Spielgeschehen änderte sich nicht viel. Die Gäste versuchten es immer wieder mit Schüssen aus der zweiten Reihe, brachten Luis Robles im KSC-Tor nie in Verlegenheit. Die Badener fanden langsam besser ins Spiel. Nach einem schönen Zuspiel auf Lavric brachte ausgerechnet Torschütze Metzelder den wuchtigen Stürmer im eigenen Strafraum zu Fall. Ein Schrei, ein Pfiff - Strafstoss für die Hausherren. Kapitän Alexander Iashvili übernahm Verantwortung, legte sich den Ball zurecht und zirkelte das runde Leder unhaltbar unter das Lattenkreuz (57.). Mit der 2:1-Führung kam die spielerische Leichtigkeit der Blau-Weißen zurück. Die Partie gewann zunehmend an Fahrt und die Zweikämpfe wurden hitziger. In der Zwischenzeit vollzog Interimscoach Kauczinski seine ersten Wechsel und brachte mit Pascal Groß und Marco Terrazzino frischen Wind in die Mannschaft. Der erneute Torschrei der gut 12000 Zuschauer ließ nicht lange auf sich warten. Stürmer Klemen Lavric spielte nach einem tollen Zuspiel von Iashvili Gegenspieler David Pisot schwindelig und krönte sein Solo mit dem 3:1. Vorentscheidung - Fehlanzeige. Nach einem langen Ball von Ex-KSC’ler Marvin Matip schlief die komplette Karlsruher Hintermannschaft. Moritz Hartmann hatte leichtes Spiel und verkürzte kurz vor Schluss auf 3:2 (87.). Die Hausherren ließen jedoch nichts mehr anbrennen und verteidigten ihre Führung mit vollem Körpereinsatz bis zum Schlusspfiff.

Stenogramm

Karlsruher SC - FC Ingolstadt 04 3:2 (1:1)

Karlsruher SC:
Robles - Schiek, Aquaro, Kempe - Staffeldt, Cuntz (69. Groß) - Krebs, Buckley (74. Terrazzino) - Iashvili (88. S. Müller) - Lavrič
Trainer: Markus Kauczinski
Bank: Moritz, , Stadler, Schröder

FC Ingolstadt 04:
Kirschstein - Görlitz, Matip, Pisot, Fink - Metzelder, Bambara - Buchner, Caiuby (76. Quaner) - Hartmann, Buddle (46. Akaichi)
Trainer: Benno Möhlmann
Bank: Özcan, Schäfer, Hartmann, Knasmüller, Ikeng

Tore:
0:1 - Metzelder (13.)
1:1 - Kempe (25.)
2:1 - Iashvili (57.) (Foul-Elfmeter)
3:1 - Lavrič (76.)
3:2 - Hartmann (87.)

Gelbe Karten:
Cuntz (27.), Lavrič (28.), Quaner (90.)

Zuschauer: 12287

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover)
Assistenten: Arne Aarnink, Thomas Gorniak, Thomas Münch
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