Tristem Auftritt folgt nächste Pleite
Spielbericht: KSC - VfL Bochum 0:2 (0:2)
16.10.2010 - Von Matthias Hahn
Bei ungemütlichem Herbstwetter empfing der KSC am Samstagnachmittag seinen Tabellennachbarn, den VfL Bochum 1848. In einer Begegnung, die aus Karlsruher Sicht ähnlich trist war wie das Wetter, verlor man nach einer enttäuschenden Vorstellung mit 0:2 (0:2).
Mehrere Verletzungen im Team zwangen KSC-Chefcoach Markus Schupp zu einigen Umstellungen. In der Viererabwehrkette ersetzte Godfried Aduobe Matthias Langkamp; Alexander Iashvili rückte nach abgesessener Gelb-Sperre für den verletzten Lukas Rupp in die Anfangsformation. Taktisch agierten die Blau-Weißen gegen die Gäste aus dem Ruhrpott mit einer Raute im Mittelfeld, die von Michael Mutzel (Sechserposition), Timo Staffeldt (rechts), Gaetan Krebs (links) und Iashvili (hinter den Spitzen) gebildet wurde. Vorne im Angriff sollten Macauley Chrisantus und Anton Fink für Unruhe im gegnerischen Strafraum sorgen.
Die Partie begann mit zwei guten Chancen auf beiden Seiten. Zunächst hatte Fink eine erste Gelegenheit (3.), die aber vom reaktionsschnellen VfL-Schlussmann Andreas Luthe gerade noch zunichte gemacht werden konnte. Nur eine Minute später sorgten Mahir Saglik und Chong Tese für Gefahr im Strafraum der Blau-Weißen; letzterer verpasste es jedoch, den Ball aus zwei Metern Entfernung im KSC-Gehäuse unterzubringen. In der 15. Spielminute kamen die Gastgeber durch eine Einzelaktion von Krebs zu einer sehenswerten Torgelegenheit; der Schuss des Franzosen konnte aber von der Bochumer Hintermannschaft gerade noch zur Ecke geklärt werden. In der 24. Minute mussten die Blau-Weißen dann den Gegentreffer zum 0:1 hinnehmen. Nach einem kapitalen Fehler von Stefan Müller war Chong Tese zur Stelle und ließ Luis Robles bei seinem Schuss aus etwa zehn Metern keinerlei Abwehrmöglichkeiten. Der KSC, von einem offensiv agierenden VfL sichtlich beeindruckt, verpasste es, direkt nach Wiederanpfiff, durch Iashvili den Ausgleich zu erzielen und kassierte nur zwei Minuten später das 0:2. Nach einem scharf geschossenen Freistoß von Faton Toski konnte sich Anther Yahia von Mutzel lösen und in die linke untere Torecke einköpfen. Großes Pech hatten die Karlsruher in der 37. Minute, dass der Ball nach einem Distanzschuss von Andreas Schäfer nur an den rechten Pfosten prallte.
In der Halbzeitpause reagierte Schupp auf eine desolate erste Hälfte seiner Mannschaft und brachte in Christian Timm einen weiteren nominellen Stürmer. Die etwas offensivere Ausrichtung konnte ihre gewünschte Wirkung jedoch nicht entfalten. Vielmehr waren es die Gäste, die beinahe das 0:3 erzielt hätten. Der Ex-Karlsruher Giovanni Federico hatte die blau-weiße Hintermannschaft mit einem Steilpass auf Saglik komplett ausgehebelt, sodass dieser unbedrängt auf das KSC-Tor stürmen konnte. Lediglich Robles verhinderte mit seiner Reaktionsschnelligkeit eine Vorentscheidung. Auch in der Folgezeit stellte der KSC-Schlussmann seine Klasse unter Beweis und hatte immer wieder die Gelegenheit sich auszuzeichnen. So beispielsweise in der 73. Minute, in der er einen Freistoß von Toski in letzter Sekunde zur Ecke lenken konnte. Die 12177 Zuschauer im Wildparkstadion mussten sich auch im weiteren Spielverlauf in Geduld üben. Der KSC war jetzt zwar die spielbestimmende Mannschaft, dies aber auch nur, weil die Gäste ihre komfortable Führung geschickt verwalteten und dem Gastgeber den Platz gewährten. Letztlich blieb es bei einer für alle KSC-Beteiligten ernüchternden 0:2-Niederlage.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Robles - Zimmermann, Müller, Aduobe, Schäfer - Mutzel - Staffeldt, Krebs (46. Timm) - Iashvili (82. Voglsammer) - Fink, Chrisantus (61. Nguyen)
Trainer: Markus Schupp
Bank: Moritz, Engelhardt, M. Langkamp, Konrad
VfL Bochum:
Luthe - Concha, Yahia, Mavraj, Kopplin - Dabrowski - Maric, Toski (82. Johansson) - Federico - Saglik (89. Maltritz), Tese (76. Prokoph)
Trainer: Friedhelm Funkel
Bank: Heerwagen, Grote, Rzatkowski, Dedic
Tore:
0:1 - Tese (25.)
0:2 - Yahia (27.)
Gelbe Karten:
Krebs (13.), Tese (53.), Dabrowski (58.), Mutzel (67.)
Zuschauer: 12177
Schiedsrichter: Norbert Grudzinski (Hamburg)
Assistenten: Tim Sönder, René Rohde, Thomas Färber





