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Schützenfest in der Lausitz

Spielbericht: Energie Cottbus - KSC 5:5 (2:4)


13.09.2010 - Von Matthias Hahn
Im Stadion der Freundschaft haben sich der KSC und der FC Energie Cottbus am Montagabend ein Fußballspiel der Extraklasse geliefert und sich am Ende mit 5:5 getrennt.

Die Gäste aus der Fächerstadt waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da hatte Cottbus bereits einen Start nach Maß hingelegt. Keine 19 Sekunden benötigten die Lausitzer, um alle taktischen Überlegungen der Gäste über den Haufen zu werfen. Daniel Adlung hatte den Ball von der rechten Außenbahn in die Mitte gebracht und der völlig freistehende Nils Petersen ließ Kristian Nicht bei seinem Abschluss keinerlei Abwehrmöglichkeiten. Die Blau-Weißen ließen sich vom frühen Gegentor jedoch nicht groß verunsichern, hielten dagegen und hatten in der 7. Minute die Chance zum Ausgleich durch Chrisantus, dessen Schuss aber noch abgeblockt werden konnte. Auch in der Folgezeit waren die Karlsruher die spielbestimmende Mannschaft, wurden aber einmal mehr Zeuge der Cottbuser Effektivität und mussten in der 16. Minute bereits das 0:2 hinnehmen. Godfried Aduobe klärte die Ecke direkt vor die Füße von Marc-André Kruska, der aus 18 Metern den zweiten Treffer für die Hausherren markieren konnte.

Der KSC gab die passende Antwort, bewies Moral und konnte innerhalb von drei Minuten durch Macauley Chrisantus und Michael Mutzel zurückschlagen (26., 29.). Die mitgereisten KSC-Anhänger trauten ihren Augen nicht, denn nach 33. Minuten zappelte es im Netz von Sascha Kirchstein erneut. Diesmal hieß der Torschütze Anton Fink, der nach einem Zuspiel von Staffeldt die Mitgereisten in Jubeltänze versetzte. Auch nach der Wende ging die KSC-Show weiter und Alexander Iashvili beendete nach einem Querpass von Staffeldt mit dem Treffer zum 4:2 eine erste Hälfte, die alles zu bieten hatte, was Fußball ausmacht.

Nach der Pause knüpfte der KSC zunächst an die bärenstarke Leistung der ersten Hälfte an und hatte nach 50 Minuten Pech, dass ein sehenswerter Schuss von Andreas Schäfer nur gegen die Latte prallte. Die Hausherren hatten dem Offensivspiel der Blau-Weißen nichts entgegenzusetzen und mussten in der 55. Minute das 2:5 hinnehmen. Auch Staffeldt durfte sich in die Liste der Torschützen einreihen und ließ Kirchstein mit einem satten Linksschuss keine Chance. In der 66. Minute kamen dann die Lausitzer noch einmal ins Spiel und der KSC musste nach einem Freistoß aus 20 Metern durch Jiayi Shao das 3:5 hinnehmen. Keine drei Minuten später musste Nicht erneut hinter sich greifen. Auch diesmal konnte der KSC-Keeper den Ball nach einem Freistoß von Shao nicht richtig festhalten, ließ den Ball vor die Füße von Petersen prallen, der mit seinem zweiten Treffer das 4:5 besorgte. Die Aufholjagd war auch nach dem 4:5 noch nicht beendet und das Spektakel fand seinen Höhepunkt in der 73.Minute durch das 5:5 von Jules Reimerink, der mit einem Sololauf die halbe KSC-Abwehr stehen ließ.

Zu allem Überfluss wurde den Blau-Weißen dann in der 84. Minute sogar ein reguläres Tor aberkannt. Der gerade eingewechselte Christopher Nguyen schob zum 6:5 ein, der Unparteiische hatte aber zuvor abgepfiffen, anstatt den Vorteil nach einem Foulspiel an Staffeldt weiter laufen zu lassen. In einer atemberaubenden Begegnung hätte Christian Timm kurz vor Schluss der Partie aus Karlsruher Sicht das I-Tüpfelchen aufsetzen können; der Routinier scheiterte aber an Cottbus-Schlussmann Kirchbaum. Am Ende fand ein absolut sehenswertes Spiel beider Mannschaften keinen Sieger und man trennte sich letztlich leistungsgerecht mit 5:5.

Stenogramm

FC Energie Cottbus - Karlsruher SC 5:5 (2:4)

FC Energie Cottbus:
Kirschbaum - Afriyie, Straith, Brzenska, Soma (46. Bittroff) - Kruska, Kurth (69. Reimerink) - Kronaveter (63. Shao), Adlung - Jula, Petersen
Trainer: Claus-Dieter Wollitz
Bank: Renno, Roger, Radu, Hünemeier

Karlsruher SC:
Nicht - Zimmermann, M. Langkamp, S. Langkamp, Schäfer - Aduobe - Staffeldt, Mutzel (64. Engelhardt) - Iashvili - Fink (83. Nguyen), Chrisantus (72. Timm)
Trainer: Markus Schupp
Bank: Robles, Müller, Rupp, Konrad

Tore:
1:0 - Petersen (1.)
2:0 - Kruska (16.)
2:1 - Chrisantus (26.)
2:2 - Mutzel (29.)
2:3 - Fink (34.)
2:4 - Iashvili (40.)
2:5 - Staffeldt (56.)
3:5 - Shao (66.)
4:5 - Petersen (70.)
5:5 - Reimerink (73.)

Gelbe Karten:
M. Langkamp (21.), Engelhardt (68.), Zimmermann (69.), Iashvili (77.)

Zuschauer: 9875

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden)
Assistenten: Martin Thomsen, Marc Frömel, Robert Wessel
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