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Langkamps Treffer rettet Remis

Spielbericht: KSC - VfL Osnabrück 2:2 (1:1)


01.04.2011 - Von Matthias Hahn
Im wichtigen Sechspunktespiel gegen den VfL Osnabrück erkämpfte sich der KSC am Freitagabend quasi mit dem Schlusspfiff ein 2:2-Unentschieden.

Nach dem 1:2-Führungstreffer des VfL in der 84. Minute hatte zunächst alles auf eine bittere Heimniederlage hingedeutet. Doch der KSC steckte nicht auf und schlug kurz vor Spielende durch ein Kopfballtor von Matthias Langkamp noch einmal zurück.

Rainer Scharinger veränderte sein Team auf drei Positionen. Matthias Langkamp rückte für Kiliann Witschi in die Innenverteidigung der Blau-Weißen; Christian Timm stürmte für Lukas Rupp und Macauley Chrisantus ersetzte den verletzten Andrei Christea.

Bei optimalem Fußballwetter im Wildparkstadion legte der KSC einen guten Start hin und ging bereits nach sechs Minuten nach einem sehenswerten Angriff mit 1:0 in Führung. Matthias Zimmermann hatte sich im rechten Mittelfeld den Ball erkämpft und auf Timo Staffeldt weitergespielt. Dieser bewies bei seiner Hereingabe in den Strafraum Übersicht und zog das Leder auf den mitgelaufenen Chrisantus, der mit dem linken Fuß einschieben konnte. Doch auch die von Joe Enochs trainierten Osnabrücker zeigten sich und kamen nach zehn Minuten zu einem Freistoß, den Flamur Kastrati an den linken Außenpfosten setzte. Der KSC wirkte vor allem im Spiel nach vor vorne stark verbessert und erspielte sich durch sehenswerten Kombinationsfußball immer wieder gute Möglichkeiten. So auch in der 19. Minute, in der ein Doppelpass zwischen Alexander Iashvili und Delron Buckley im Strafraum beinahe zum 2:0 geführt hätte; doch VfL-Schlussmann Tino Berbig hatte aufgepasst und verhindert, dass der Querpass von Buckley mit Chrisantus einen Abnehmer fand. In der 34. Minute musste der KSC dann jedoch den 1:1-Ausgleichstreffer durch einen Kopfball von Flamur Kastrati gegen die Laufrichtung von Nicht hinnehmen, der unmittelbar zuvor einen Schuss von Alexander Krük noch gut pariert hatte.

Im zweiten Spielabschnitt nahm die Aggressivität deutlich zu und man merkte, dass für beide Teams enorm viel auf dem Spiel stand. Das Geschehen auf dem Rasen war daher zunächst von vielen kleineren Unterbrechungen geprägt. Spielerisch wurde den 16986 Zuschauern nur wenig Erquickendes geboten. Zu allem Überfluss musste KSC-Keeper Nicht in der 55. Minute verletzungsbedingt das Feld verlassen; für ihn kam Luis Robles. Zu einer spektakulären Szene kam es dann in der 65. Minute, in der Robles aus dem Tor herausgeeilt war und in letzter Sekunde gegen Kastrati klären konnte. In der 71. Minute hatte der KSC dann seine beste Gelegenheit in der zweiten Hälfte. Nach einem Pass in die Spitze konnte Chrisantus etwa sieben Meter vor dem Tor zum den Ball an Berbig vorbeispielen. Kevin Schöneberg konnte gerade noch vor der Linie klären. Der KSC war jetzt am Drücker und drängte auf die Entscheidung. In der 76. Minute zappelte dann erneut das Tornetz des VfL. Langkamp hatte den Ball in die rechte Ecke des Tores geköpft. Doch Der Unparteiische Tobias Stieler ließ den Treffer nicht gelten, da der Schiedsrichterassistent zuvor eine Abseitsposition ausgemacht hatte. In der 84. Minute musste der KSC dann das 1:2 der Osnabrücker hinnehmen. Zimmermann konnte das Laufduell gegen Kristoffer Andersen nicht für sich entscheiden und musste mit ansehen, wie der Osnabrücker seinen Treffer markierte. Der KSC, vom Rückstand kurzzeitig geschockt, gab sich nicht geschlagen und kämpfte bis zur letzten Sekunde. Den Lohn dafür ernteten die Blau-Weißen in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß von Buckley konnte Langkamp per Kopf in buchstäblich letzter Sekunde den verdienten 2:2-Ausgleich erzielen und sicherte dem KSC damit immerhin einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Stenogramm

Karlsruher SC - VfL Osnabrück 2:2 (1:1)

Karlsruher SC:
Nicht (55. Robles) - Zimmermann, Müller, M. Langkamp, Schäfer - Staffeldt, Aduobe - Timm (60. Terrazzino), Buckley - Iashvili (80. Zoller), Chrisantus
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Mutzel, Rupp, Nguyen, Witschi

VfL Osnabrück:
Berbig - Schöneberg, Barletta, Mauersberger, Tauer (83. Gorka) - Engel, Tyrala - Schnetzler (60. Adler), Krük (77. Andersen) - Lindemann - Kastrati
Trainer: Joe Enochs
Bank: Riemann, Schmidt, Heidrich, Stang

Tore:
1:0 - Chrisantus (6.)
1:1 - Kastrati (33.)
1:2 - Andersen (84.)
2:2 - Langkamp (90.)

Gelbe Karten:
Staffeldt (63.), Aduobe (67.), Iashvili (68.)

Zuschauer: 16986

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Obertshausen)
Assistenten: Florian Steinberg, Matthias Jöllenbeck, Dominik Schaal
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