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Herbe Niederlage in München

Spielbericht: TSV 1860 München - KSC 5:1 (3:0)


18.03.2011 - Von Jonas Maunichy
Nachdem der KSC gegen den MSV Duisburg (3:1) drei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte, enttäuschten die Badener vor den 16700 Zuschauern in der Allianz-Arena auf ganzer Linie.

Nicht wieder zu erkennen fielen die Karlsruher in alte Gewohnheiten zurück. Zweikämpfe wurden nicht aggressiv angenommen und Chancen erspielte man sich kaum. Mit dem 1:5 gegen 1860 München waren die Badener noch gut bedient.

Chef-Trainer Rainer Scharinger änderte seine Startelf von letzter Woche auf nur einer Position. Für Thorben Stadler kehrte der wiedergenesene Andreas Schäfer auf die linke Abwehrseite zurück. Zudem war Matthias Langkamp, nach abgesessener Gelb-Sperre, wieder im Kader der Badener. Andrei Cristea, dessen Einsatz in München aufgrund von Meniskusproblemen fraglich war, wurde rechtzeitig fit.

Beide Teams zeigten von Beginn an Offensiv-Fußball. Eine wilde Anfangsphase beherrschte das Spielgeschehen. Nach nur zwei Spielminuten konnte Kevin Volland das runde Leder im Karlsruher-Gehäuse unterbringen. Schiedsrichter Harm Osmers entschied jedoch auf Abseits. Auch die Karlsruher zeigten zu Beginn der Partie immer wieder gute Angriffe über die Flügel. Diese Ausgeglichenheit änderte sich jedoch schlagartig, nachdem eine missglückte Ecke der Badener den TSV 1860 zum Kontern einlud. Nach einer scharfen Hereingabe von Daniel Halfar verschätzte sich Stefan Müller in der Mitte. So konnte der freistehende Kevin Volland den Ball, nach gerade einmal acht gespielten Minuten, unbedrängt zur Führung einschieben. Von diesem Zeitpunkt an spielte sich der TSV in einen Rausch. Chancen auf Seiten der Karlsruher waren Mangelware. Ein Freistoß von Timo Staffeldt aus rund 23 Metern konnte Gabor Kiraly nicht gefährlich werden. Anders bei der Heimmannschaft aus München. Nach einer Ecke durch Halfar kam der Ball zu Benjamin Lauth, der die Kugel mit der Hacke in den Sechzehner weiterleitete. Kai Bülow schaltete am schnellsten und brachte die Kugel nach einem Abpraller von Kristian Nicht im Tor unter. Somit stand es nach etwas mehr als einer viertel Stunde 2:0. In der 24. Minute hatte Andrei Cristea die erste wirklich gefährliche Torchance für die Karlsruher. Sein Schuss aus der Drehung verfehlte das Gehäuse um einige Meter. Immer wieder kamen die Münchener über die starke rechte Seite mit Antonio Rukavina und Lauth. Nach einem Foulspiel von Delron Buckley am eigenen Strafraum schnappte sich Halfar das Leder und verwandelte direkt  zum 3:0. Kurz vor der Halbzeit wurde es noch einmal gefährlich für den Karlsruher SC. Eine gute Freistoss-Hereingabe setzte Necat Aygün an den Pfosten. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Harm Osmers zur Halbzeit.

Rainer Scharinger brachte in Hälfte zwei Macauley Chrisantus für den harmlosen Andrei Cristea. Es schien als ob der Cheftrainer die richtigen Worte in der Pause gefunden hatte. Kurz nach Wideranpfiff hatte Delron Buckley die Gelegenheit, um seiner Mannschaft den Anschlusstreffer zu bescheren. Jedoch lenkte Gabor Kiraly den Schuss mit den Fingerspitzen vom Tor ab. Die 1500 mitgereisten KSC-Fans sahen, dass die Badener den Anschlusstreffer erzielen wollten. In der 49. Minute verfehlte der Kopfball von Stefan Müller nur knapp das Gäste-Gehäuse. Jetzt machten die Blau-Weißen Druck. Bei einer Flanke von Buckley aus halb-linker Position fehlten Lukas Rupp nur wenige Zentimeter. Die Euphorie auf Karlsruher-Seite hielt aber nur von kurzer Dauer. Kaum hatten der TSV 1860 ins Spiel gefunden, waren die Badener in allen belangen überfordert. Nach einem kapitalen Fehler von Kilian Witschi konnte Kevin Volland sein zweites Tor bejubeln (67.). Nicht einmal zehn Minuten später bediente dieser den gut positionierten Lauth mit einem sehenswerten Pass. Der Torjäger der 1860er ließ sich nicht zweimal bitten und vollstreckte zum 5:0. Der Ehrentreffer für den KSC fiel nur zwei Minuten später. Alexander Iashvili konnte aus kürzester Distanz den Ball in die Maschen setzen. Mit seinem achten Saisontreffer konnte er nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Stenogramm

TSV 1860 München - Karlsruher SC 5:1 (3:0)

TSV 1860 München:
Kiraly - Rukavina, Aygün (58. Schwarz), Bülow, Buck - Schindler, Stahl - Aigner, Halfar (85. Camdal) - Volland (80. Ludwig), Lauth
Trainer: Reiner Maurer
Bank: Tschauner, Ignjovski, Barros, Manga

Karlsruher SC:
Nicht - Zimmermann, Müller, Witschi, Schäfer - Staffeldt, Aduobe (30. Timm) - Rupp, Buckley (79. Terrazzino) - Iashvili, Cristea (46. Chrisantus)
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Robles, M. Langkamp, Stadler, Groß

Tore:
1:0 - Volland (8.)
2:0 - Bülow (22.)
3:0 - Halfar (35.)
4:0 - Volland (68.)
5:0 - Lauth (78.)
5:1 - Iashvili (80.)

Gelbe Karten:
Müller (40.), Iashvili (72.)

Zuschauer: 16700

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Assistenten: Holger Henschel, Sven Jablonski, Tobias Christ
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