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KSC kassiert 1:4-Niederlage

Spielbericht: KSC - FC Ingolstadt 1:4 (0:2)


27.02.2011 - Von Matthias Hahn
Der KSC hat die drei Auswärtspunkte aus Frankfurt im wichtigen Sechspunktespiel gegen den FC Ingoldstadt vor heimischer Kulisse im Wildpark nicht vergolden können und verlor nach schwacher Leistung mit 1:4 (0:2).

Gegen den Tabellensiebzehnten nahm KSC-Chefcoach Uwe Rapolder lediglich eine Veränderung seiner siegreichen Elf vom Sonntagsspiel vor. Michael Mutzel war aufgrund von Knieproblemen zum Zuschauen verurteilt. Für ihn spielte Christian Timm im rechten offensiven Mittelfeld, der erstmals seit dem dritten Spieltag wieder mit von der Partie war.

Keine vier Minuten waren gespielt, da sahen sich die Blau-Weißen bereits einem 0:1-Rückstand hinterher rennen. Nach einer Schlafmützigkeit in der Karlsruher Hintermannschaft passte Marino Biliskov den Ball unbedrängt zu Stefan Leitl, der aus circa sechs Metern an Luis Robles vorbei ins Tor einschießen konnte.
Der KSC spielte trotz dieses Misserfolgserlebnisses munter nach vorne, scheiterte jedoch ein ums andere Mal am Abschluss. Eine gute Möglichkeit zum Ausgleich ergab sich in der 19. Minute nach einem langen Einwurf von Thorben Stadler und einer Kopfballverlängerung durch Delron Buckley. Lukas Rupp, der am zweiten Pfosten aufgelauert hatte, setzte den Ball per Kopf rechts neben das Ingolstädter Tor. Nur drei Minuten später war es erneut Rupp, der im Strafraum zum Abschluss kam; Kirchstein konnte den Ball jedoch zur Seite abwehren. Die Hausherren waren jetzt am Drücker, drängten auf den Anschlusstreffer und hatten wesentlich mehr Spielanteile als die Möhlmann-Elf, die sich nur noch aufs Verwalten der 1:0 Führung beschränkte. Auch in der 33. Minute fehlte nicht viel zu einem blau-weißen Erfolgserlebnis. Da nach einer Hereingabe von Martin Hudec von der rechten Außenbahn sowohl Rupp als auch Timm verpassten, mussten sich die 12739 Zuschauer im Wildpark weiter gedulden. Wesentlich kaltschnäuziger dagegen präsentierten sich die Ingoldstädter, die nach einem Fehler von Staffeldt im Mittelfeld und einer Einzelaktion von Caiuby, der Zimmermann düpierte, auf  0:2 erhöhten.

In der Halbzeitpause reagierte Rapolder auf die schwache erste Hälfte seiner Schützlinge und wechselte gleich dreifach aus. Hudec, Groß und Timm machten Platz für Matthias Langkamp, Serhat Akin und Andrej Cristea. Doch auch dies brachte nicht den gewünschten Effekt. Im Gegenteil, nach einem Foulspiel von Robles an Moritz Hartmann zögerte der Unparteiische Christian Bandurski keine Sekunde und entschied auf Strafstoß, den Leitl sicher zum 0:3 verwandelte. Zu allem Überfluss musste Akin, unmittelbar nach seiner Einwechslung, schon wieder verletzungsbedingt das Feld verlassen. Da das Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft war, musste der KSC das Spiel mit zehn Mann zu Ende bringen. Die Stimmung im Wildpark hatte nun seinen Tiefpunkt erreicht. Hinzu kam, dass die Ingoldstädter noch nicht genug hatten und weiterhin daran arbeiteten, das Ergebnis in die Höhe zu treiben. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld landete der Ball bei Edson Buddle, der das 0:4 besorgte. Cristea gelang zwar in der 90. Minute noch der 1:4-Anschlusstreffer. Der Freude, der etwa 100 mitgereisten Ingoldstädter über den 1:4-Sieg, tat dies jedoch keinen Abbruch.

Stenogramm

Karlsruher SC - FC Ingolstadt 04 1:4 (0:2)

Karlsruher SC:
Robles - Zimmermann, Müller, Hudec (47. M. Langkamp), Stadler - Staffeldt, Groß (48. Cristea) - Timm (46. Akin), Rupp, Buckley - Iashvili
Trainer: Uwe Rapolder
Bank: Nicht, Aduobe, Schäfer, Terrazzino

FC Ingolstadt 04:
Kirschstein - Görlitz, Biliskov, Matip, Fink - Bambara, Karl, Metzelder (48. Hartmann), Caiuby (66. Gerber) - Leitl (74. Buddle), Hartmann
Trainer: Benno Möhlmann
Bank: Lutz, Pisot, Hofmann, Futacs

Tore:
0:1 - Leitl (4.)
0:2 - Caiuby (38.)
0:3 - Leitl (52.) (Foul-Elfmeter)
0:4 - Buddle (81.)
1:4 - Cristea (89.)

Gelbe Karten:
Metzelder (44.), Robles (52.), M. Langkamp (78.), Iashvili (84.)

Zuschauer: 12739

Schiedsrichter: Christian Bandurski (Oberhausen)
Assistenten: Florian Benedum, Markus Schüller, Torsten Bauer
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