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2:4-Niederlage am Tivoli

Spielbericht: Alemannia Aachen - KSC 4:2 (3:1)


22.01.2011 - Von Matthias Hahn
Der 19. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga führte den KSC an den Aachener Tivoli. Die etwa 300 mitgereisten KSC-Fans sahen vor allem in der ersten Hälfte eine bescheidene Vorstellung der Blau-Weißen, die sich Alemania Aachen am Ende mit 2:4 (1:3) geschlagen geben mussten.

Uwe Rapolder schickte seine Mannschaften mit zwei personellen Veränderungen in die Begegnung gegen die Aachener. Für den gelb-gesperrten Alexander Iashvili rückte Patrick Dulleck in die Anfangsformation und feierte somit sein Startelf-Debüt bei den Blau-Weißen. Wie im Vorfeld erwartet, ersetzte Stefan Müller den verletzten Kiliann Witschi auf der rechten Abwehrseite. Neuzugang Andrej Cristea durfte erstmals auf der Bank Platz nehmen.

Bei leichtem Nieselregen erwischte der KSC einen denkbar schlechten Start und sah sich bereits nach fünf Minuten mit 0:1 hinten liegen. Zoltán Stieber verwandelte eine Flanke von Aimen Demai unhaltbar aus sieben Metern im Tor von KSC-Keeper Luis Robles. Der KSC, vom frühen Rückstand sichtlich verunsichert und irritiert, ließ die Gastgeber auch in der Folgezeit immer wieder zu guten Chancen kommen. So auch in der 11. Spielminute, in der Robles einen Schuss von Stieber erneut parieren musste. Der KSC brauchte eine Viertelstunde um etwas besser ins Spiel zu finden und hatte dann nach einer Flanke von Andreas Schäfer eine erste Möglichkeit; Demai konnte eine Hereingabe von der linken Außenbahn gerade noch vor den heraneilenden KSC-Stürmern klären. In der 19. Minute bekamen die Blau-Weißen auf der linken Außenbahn einen Freistoß zugesprochen. Schäfers Hereingabe landete bei Timo Staffeldt, der vom Elfmeterpunkt zum 1:1-Ausgleich in die untere linke Torecke einschießen konnte. Die Freude der Blau-Weißen hatte jedoch nicht lange Bestand. Benjamin Auer stand nach einer Flanke von Stieber goldrichtig und köpfte gegen die Laufrichtung von Robles zum 1:2 ein. Nur drei Minuten später klingelte es erneut und die völlig überforderten Karlsruher mussten das dritte Gegentor hinnehmen. Tolgay Arslan überraschte Robles mit einem Heber zum 1:3, da sich dieser viel zu weit vor seinem Tor aufgehalten hatte. Kurz vor der Halbzeit wäre beinahe noch das 1:4 durch Demai gefallen; lediglich eine Parade von Robles verhinderte den Drei-Tore-Rückstand.

In der zweiten Hälfte setzte Rapolder alles auf eine Karte und brachte mit Serhat Akin und Neuzugang Andrej Cristea gleich zwei offensive Kräfte, um das Ergebnis vielleicht doch noch etwas korrigieren zu können. Die erste Möglichkeit gehörte dem KSC. Nach einem Eckball von Staffeldt und einem Kopfball von Sebastian Langkamp klärte Aachen-Schlussmann  David Hohs auf der Torlinie und verhinderte somit in letzter Sekunde den Anschlusstreffer (50.). Doch auch der Gastgeber beteiligte sich noch am Spielgeschehen und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Blau-Weißen. In der 54. Minute konnten sich die Gäste erneut bei ihrem Torwart bedanken, dass Arslan nach Zuspiel von Stieber nicht seinen zweiten Treffer markierte. Der KSC drängte den Gastgeber nun immer mehr in die eigene Hälfte zurück und wollte den Anschlusstreffer zum 2:3 erzwingen. Dieser gelang auch in der 65. Minute durch einen satten Schuss von Gaétan Krebs aus 16 Metern in die linke Torecke. Der KSC war nun drauf und dran die Partie zu drehen und setzte auf bedingungslose Offensive. In der 76. Minute hatte Krebs das 3:3 auf dem Fuß, verpasste es aber aus kürzester Distanz rechtzeitig abzuschließen, sodass es zunächst beim Ein-Tore-Rückstand blieb. Die Schlussviertelstunde war aus Karlsruher Sicht ein Spiel gegen die Zeit. Während sich die Aachener aufs Nötigste beschränkten, fehlte dem KSC die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. So vergab Cristea drei Minuten vor dem Ende eine erstklassige Gelegenheit. Statt den Ball auf den mitgelaufenen Delron Buckley querzulegen, entschied sich der Rumäne selbst abzuschließen und schoss weit über das Tor. Besser machten es die Aachener auf der gegenüberliegenden Seite. Nach einem Querpass von Stieber war Sergiu Radu zur Stelle und setzte mit seinem Treffer zum 2:4 den Schlusspunkt unter eine Begegnung, die der KSC vor allem in der ersten Hälfte völlig verschlafen hatte.

Stenogramm

Alemannia Aachen - Karlsruher SC 4:2 (3:1)

Alemannia Aachen:
Hohs - Radjabali-Fardi, Stehle (62. Casper), Feisthammel, Achenbach - Demai - Höger, Junglas, Arslan (81. Cubukcu) - Auer (85. Radu), Stieber
Trainer: Peter Hyballa
Bank: Unger, Gueye, Korte, Lubasa

Karlsruher SC:
Robles - Schäfer, M. Langkamp (46. Akin), S. Langkamp, Müller - Mutzel, Zimmermann - Buckley, Staffeldt - Rupp (29. Krebs), Dulleck (46. Cristea)
Trainer: Uwe Rapolder
Bank: Nicht, Fink, Schröder, Omerbegovic

Tore:
1:0 - Stieber (5.)
1:1 - Staffeldt (19.)
2:1 - Auer (22.)
3:1 - Arslan (25.)
3:2 - Krebs (65.)
4:2 - Radu (90.)

Gelbe Karten:
Stehle (34.), Junglas (51.), Akin (57.), Müller (60.)

Zuschauer: 19814

Schiedsrichter: Christian Leicher (Landshut)
Assistenten: Karl Valentin, Eduard Beitinger, Markus Schüller
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