Remis zum Rückrundenauftakt
Spielbericht: KSC - Greuther Fürth 1:1 (0:0)
14.01.2011 - Von Matthias Hahn
Zum Rückrundenauftakt empfing der KSC die SpVgg Greuther Fürth im Wildparkstadion. 12087 Zuschauer sahen eine muntere Zweitligabegegnung zweier Mannschaften, die sich nach Toren von Nicolai Müller und Alexander Iashivli mit einem 1:1-Unentschieden begnügen mussten.
Die Hausherren verpassten es in der ersten Hälfte, ihre zum Teil sehr guten Möglichkeiten zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die Quittung für diese Leichfertigkeit ernteten die Blau-Weißen unmittelbar nach Wiederanpfiff. Müller nutzte eine Schlafmützigkeit der Karlsruher Hintermannschaft aus, sodass der KSC in der zweiten Hälfte zunächst einem Rückstand hinterherlaufen musste, ehe Iashivli per Elfemeter den Ausgleich besorgen konnte.
Uwe Rapolder schenkte in seiner Anfangsformation gleich zwei Neuzugängen sein Vertrauen. Während Kiliann Witschi in der Viererabwehrkette zum Einsatz kam, sollte Delron Buckley im offensiven Mittelfeld für Belebung sorgen.
Die Blau-Weißen begannen hoffnungsvoll und hatten in den ersten fünf Minuten gleich zwei sehr gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Beide Male war Neuzugang Delron Buckley direkt beteiligt. Im ersten Anlauf verzog der Südafrikaner jedoch nach Zuspiel von Alexander Iashvili, sodass der Ball einige Meter über das Gehäuse von Fürth-Keeper Jasmin Fejzig. Ging. Unmittelbar danach konnte Lukas Rupp, nach gelungener Einzelaktion, erneut Buckley in Szene setzten; Müller war gerade noch zur Stelle. Eine weitere erstklassige Gelegenheit vergab Matthias Zimmermann in der 10. Minute aus 13 Metern, nachdem Timo Staffeldt eine Flanke von Buckley zuvor quergelegt hatte. Die Kleeblätter hatten auch im weiteren Spielverlauf großes Glück. So auch in der 15. Spielminute, in der dem Distanzschuss von Zimmermann nur noch die Querlatte im Wege stand. Die Fürther schienen vom Offensivspiel der Hausherren etwas überrascht zu sein und fanden überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Das Team von Michael Büskens hatte in den ersten zwanzig Minuten lediglich eine Chance durch Danijel Aleksic zu verbuchen. Da es der KSC aber verpasste, seine hochkarätigen Chancen in Tore umzumünzen, ging es torlos in die Kabine.
Gerade einmal 60 Sekunden waren im zweiten Durchgang absolviert, da musste Luis Robles hinter sich greifen und der KSC einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen. Torschütze Müller ließ sich aus 20 Metern nicht zweimal bitten und platzierte den Ball in die linke untere Torecke. Der KSC setzte nun alles auf eine Karte und drängte auf den Ausgleich. Staffeldt war in der 68. Minute nahe dran, diesen per Volleyabnahme zu erzielen; sein Schuss verfehlte das Ziel dabei nur um wenige Zentimeter. Den Hausherren gelang es jetzt immer besser, die Fürther unter Druck zu setzen. Die Kleeblätter konnten diesem nicht länger standhalten und schafften es nicht, den KSC mit fairen Mitteln zu stoppen. Eine erste Folge dieses regelwidrigen Vorgehens war die gelb-rote Karte für Aleksic in der 74. Minute. Nur drei Minuten später wurde Gaétan Krebs im Strafraum zu Fall gebracht. Der Unparteiische Marc Seemann zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß, den Iashvili souverän zum verdienten Ausgleich verwandeln konnte. Kurzzeitig sah es so aus, als könne der KSC vielleicht noch zum Siegtreffer kommen. Am Ende reichte es aber nicht mehr für drei Punkte, sodass sich beide Teams mit dem Unentschieden begnügen mussten.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Robles - Witschi (54. Krebs), M. Langkamp, S. Langkamp, Schäfer - Zimmermann, Mutzel (88. Fink) - Staffeldt (78. Omerbegovic), Buckley - Iashvili, Rupp
Trainer: Uwe Rapolder
Bank: Nicht, Müller, Engelhardt, Schröder
SpVgg Greuther Fürth:
Fejzic - Falkenberg, Karaslavov, Kleine, Aleksic - Fürstner, Nehrig - Müller, Prib, Haas (82. Biliskov) - Onuegbu (69. Nöthe)
Trainer: Mike Büskens
Bank: Rozman, Rahn, Sararer, Geis, Klaus
Tore:
0:1 - Müller (46.)
1:1 - Iashvili (78.) (Foul-Elfmeter)
Gelbe Karten:
Rupp (62.), Iashvili (62.), Mutzel (64.)
Gelb-Rote Karten:
Aleksic (74.)
Zuschauer: 12087
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Assistenten: Frederick Assmuth, Marcel Pelgrim, Patrick Alt





