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KSC überwintert auf Relegationsplatz

Spielbericht: Union Berlin - KSC 3:1 (0:1)


20.12.2010 - Von Matthias Hahn
Im letzten Ligaspiel der Hinrunde gastierte der KSC in der Bundeshauptstadt bei Union Berlin. 11000 Zuschauer in der Alten Försterei sahen eine engagierte erste Hälfte der blau-weißen Gäste, die eine 1:0-Führung durch Sebastian Langkamp in der zweiten Halbzeit verspielten und sich am Ende deutlich mit 1:3 (1:0) geschlagen geben mussten.

Gleich drei Änderungen - und damit eine mehr als aufgrund der Gelb-Sperre von Marco Engelhardt und der Erkrankung von Timo Staffeldt nötig - nahm KSC Chefcoach Uwe Rapolder an seiner Startelf vor. Für Marco Engelhardt durfte Michael Mutzel von Beginn an ran, Matthias Langkamp ersetzte Timo Staffeldt. Für Gaétan Krebs, der sich zunächst mit der Ersatzbank begnügen musste, agierte Massimilian Porcello im zentralen Mittelfeld. Vor der neu formierten Viererabwehrkette bildeten Matthias Zimmermann und Michael Mutzel die Doppel-Sechs.

Der KSC erwischte einen guten Start und hatte Pech, dass der Ball nach einem Kopfball von Macauley Chrisantus nur gegen die Latte prallte (8.). Zimmermann hatte sich zuvor nach einer gelungenen Einzelaktion auf der rechten Seite mustergültig durchgesetzt und in den Strafraum geflankt. Der Youngster war auch an der nächsten Chance der Karlsruher beteiligt, hatte jedoch Mühe, den von Chrisantus in die Gasse gespielten Ball, vor dem herauseilenden Jan Glinker zu erreichen, sodass der Berliner-Keeper gerade noch klären konnte. In der 24. Spielminute hatte der gut gefüllte KSC-Fanblock dann allen Grund zum Jubeln. Nach einem Eckball von Alexander Iashvili stieg Sebastian Langkamp höher als die gesamte Berliner Abwehr und besorgte per Kopf das verdiente 1:0 für die Gäste aus der Fächerstadt. Die Hausherren, die sehr verunsichert wirkten und sich bereits im Spielaufbau zahlreiche Fehler leisteten, hatten dem nur wenig entgegen zu setzen und überließen den Blau-Weißen vor allem im Mittelfeld das Spiel. So dauerte es 34 Minuten, ehe die Elf von Uwe Neuhaus nach einem Kopfball von Karim Benyaminas erstmals für Gefahr vor dem Gehäuse von Luis Robles sorgte.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Berliner besser ins Spiel, da der KSC nicht mehr so viele Offensivaktionen kreierte und sich mehr auf die Defensive konzentrierte. Ein Fehlverhalten, welches nicht ohne Folgen bleiben sollte. Prompt kassierte der KSC die Rechnung für die defensivere Spielweise, die keine Entlastung mehr nach vorne brachte und musste in der 62. Minute den Ausgleich hinnehmen. Unglücklicherweise nicht einmal durch eine gelungene Aktion der Hausherren, sondern vielmehr durch ein völlig unnötiges Eigentor von Stefan Müller, der Robles mit einem Querschläger überrascht hatte. Der Gastgeber war nun zurück im Spiel, drängte den KSC immer mehr in die eigene Hälfte und erhöhte somit den Druck auf das Tor von Robles. Diesem Druck war der KSC im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr gewachsen und musste in der 78. Minute das 1:2 hinnehmen. Zunächst konnte Sebastian Langkamp einen Schuss von Chinedu Ede aus zwölf Meter gerade noch abfälschen; Halil Savran ließ sich jedoch nicht zweimal bitten und verwandelte den Abpraller aus kurzer Distanz unhaltbar für den KSC-Schlussmann. Zu allem Überfluss konnte Ede in der 90. Minute sogar noch auf 1:3 erhöhen und damit den Schlusspunkt unter eine Partie setzen, die der KSC bis zur 55. Minute eigentlich souverän im Griff gehabt hatte.

Stenogramm

1. FC Union Berlin - Karlsruher SC 3:1 (0:1)

1. FC Union Berlin:
Glinker - Stuff, Rauw (46. Ede), Menz - Thomik, Younga-Mouhani, Peitz (85. Göhlert), Kohlmann - Benyamina - Mosquera, Sahin (59. Savran)
Trainer: Uwe Neuhaus
Bank: Haker, Quiring, Polenz, Brunnemann

Karlsruher SC:
Robles - Schäfer, M. Langkamp, S. Langkamp, Müller (81. Fink) - Mutzel, Zimmermann - Porcello (75. Cuntz), Demirtas (61. Krebs) - Chrisantus, Iashvili
Trainer: Uwe Rapolder
Bank: Nicht, Rupp, Konrad

Tore:
0:1 - Langkamp (24.)
1:1 - Müller (62.) (Eigentor)
2:1 - Savran (78.)
3:1 - Ede (90.)

Zuschauer: 12126

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Assistenten: Holger Henschel, René Kunsleben, Marcel Unger
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