Drei Punkte bei Rapolders Debüt
Spielbericht: KSC - Rot-Weiß Oberhausen 4:0 (1:0)
28.11.2010 - Von Matthias Hahn
Unter der Regie des neuen Chefcoaches Uwe Rapolder hat der KSC am 1. Advent vor heimischer Kulisse mit 4:0 (1:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen gewonnen. Timo Staffeldt, Macauley Chrisantus, Matthias Zimmermann und Lukas Rupp bereiteten Rapolder mit ihren Toren ein mehr als gelungenes Debüt.
Gleich viermal hatte Rapolder die Startformation der Blau-Weißen gegen RWO verändert. Für den gesperrten Matthias Langkamp rückte Stefan Müller in die Innenverteidigung. Den verletzungsbedingt ausgefallenen Michael Mutzel vertrat Godfried Aduobe, der im defensiven Mittelfeld neben Marco Engelhardt agierte. Staffeldt (rechts) und Gaétan Krebs (links) komplettierten im offensiven Mittelfeld die flache Vier. Im Angriff feierte Chrisantus, nach seiner Oberschenkelverletzung neben Alexander Iashvili seine Rückkehr.
Die Blau-Weißen bescherten ihrem neuen Trainer einen Start nach Maß. Gerade einmal 120 Sekunden waren absolviert, da musste RWO-Keeper Sören Pirson bereits das erste Mal hinter sich greifen. Rückkehrer Chrisantus hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und den Ball flach in die Mitte zu Timo Staffeldt gespielt, der diesen im Fallen gegen Daniel Embers geschickt abschirmte, um dann zum 1:0 in die untere linke Torecke einzuschießen. Die Gäste aus dem Ruhrpott brauchten eine Weile, um den Führungstreffer der Hausherren zu verdauen, kamen dann aber nach einem Kopfball von Felix Luz erstmals gefährlich vor das Tor von Luis Robles. Die 16. Spielminute sorgte für helle Aufregung unter den 11607 Zuschauern im Wildparkstadion. Nach einer erneuten Angriffswelle der Blau-Weißen zog Oberhausens Landers die Notbremse und holte Krebs unsanft von den Beinen. Der Unparteiische Robert Kemper zögerte keine Minute und verwies den Übeltäter mit der roten Karte des Feldes. Eine nächste gute Möglichkeit hatte der Gastgeber in der 22. Minute. Erneut gelang es der Bruns-Elf nicht, den quirligen Krebs mit fairen Mitteln zu stoppen. Den anschließenden Freistoß trat der Franzose selbst und verfehlte das Gehäuse dabei nur um wenige Zentimeter. Der KSC war nun die klar bessere Mannschaft und erspielte sich gegen die dezimierten Gäste eine Vielzahl an Torgelegenheiten. So beispielsweise auch nach einen strammen Schuss von Iashvili aus 18 Metern, den Pirson gerade noch zur Ecke klären konnte (34.). Zu einer etwas kuriosen Szene kam es in der 39. Minute. Erneut war es der Georgier, der Pirson mit einem Distanzschuss prüfte. Dieser konnte den Ball jedoch nicht richtig festhalten und hätte sein Team beinahe mit einem Eigentor in die Pause verabschiedet.
Auch in der zweiten Halbzeit legte der KSC einen Blitzstart hin und überraschte mit einem schnellen Tor zum 2:0 nicht nur RWO, sondern auch viele Tribünengäste, die sich nach dem Pausentee noch gar nicht wieder auf ihren Plätzen eingefunden hatten. Chrisantus hieß der Torschütze, den Iashvili mit seinem Zuspiel erstklassig in Szene gesetzt hatte. Die Oberhausener fanden gegen die stark aufspielenden Hausherren überhaupt nicht zu ihrem Spiel, auch weil die Elf von Uwe Rapolder sehr gut eingestellt war und die Räume eng machte. Ein weiteres Mal belohnt wurde der souveräne Auftritt der Karlsruher in der 65. Minute durch einen Treffer von Matthias Zimmermann zum 3:0. Zunächst hatte Chrisantus Iashvili schön freigespielt, der schloss jedoch nicht direkt ab, sondern umkurvte Sören Pirson. Dabei kam der Georgier jedoch zu weit vom Ziel ab, sein Torschuss wurde abgefälscht, ehe der Kapitän dann Übersicht bewies und Zimmermann bediente, der nur noch einzuschieben brauchte. Für das Sahnehäubchen sorgte Lukas Rupp in der 90. Minute mit seinem Treffer zum 4:0-Endstand, der ein perfektes Debüt von Uwe Rapolder zum Abschluss brachte und alle Beteiligten auch im Hinblick auf das Gastspiel in Düsseldorf optimistisch stimmen lässt.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Robles - Zimmermann, Müller, S. Langkamp, Schäfer - Aduobe, Engelhardt (67. Rupp) - Staffeldt, Krebs (77. Rieß) - Iashvili, Chrisantus (72. Porcello)
Trainer: Uwe Rapolder
Bank: Kornetzky, Zoller, Konrad, Schröder
Rot-Weiß Oberhausen:
Pirson - Landers, Reichert, Schlieter, Embers (80. Hergesell) - Petersch, Kaya, Klinger, Celik (46. Kruse) - Luz (68. König), Lamidi
Trainer: Hans-Günter Bruns
Bank: Loboué, Krontiris, Schönfeld, Terranova
Tore:
1:0 - Staffeldt (2.)
2:0 - Chrisantus (48.)
3:0 - Zimmermann (65.)
4:0 - Rupp (90.)
Gelbe Karten:
Kaya (21.), Engelhardt (36.), Lamidi (37.), Zimmermann (65.)
Rote Karten:
Landers (16.)
Zuschauer: 11607
Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf)
Assistenten: Alexander Schlutius, Thomas Münch, Benjamin Cortus





