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Schmeichelhafter Punktgewinn

Spielbericht: TuS Koblenz - KSC 2:2 (1:1)


16.04.2010 - Von David Ruf

Der KSC ist im Auswärtsspiel am Freitagabend bei der abstiegsbedrohten TuS Koblenz nicht über ein insgesamt schmeichelhaftes 2:2-Unentschieden hinausgekommen.

Karlsruhes Cheftrainer Markus Schupp hatte seine Anfangsformation gegenüber dem Rostock-Spiel nicht geändert, der KSC erwischte vor 9255 Zuschauern im Stadion Oberwerth zunächst einen Start nach Maß und ging bereits nach zwei Minuten in Führung. Kapitän Alexander Iashvili hatte seinen torgefährlichsten Mitspieler mustergültig in Szene gesetzt und Lars Stindl überwand TuS-Keeper Dieter Paucken. Anschließend boten die Badener ihre spielerisch bislang beste Saisonleistung, verpassten es aber in Person von Anton Fink und Macauley Chrisantus das zweite Tor nachzulegen (17., 20.). Als Innenverteidiger Sebastian Langkamp eine Flanke von Frank Wiblishauser falsch einschätzte, kamen die Gastgeber durch den Ex-KSC’ler Edmond Kapllani zum mehr als überraschenden Ausgleich (32.). Die Gäste zeigten sich in der Folge geschockt, die zuvor gezeigte Spielfreude war auf einmal völlig verflogen. Trotzdem kam das Schupp-Team noch zu einer hochkarätigen Chance, Iashvili zeigte aber vor dem Tor Nerven und schoss das Leder frei vor Paucken über das Tor (45.).

Die Koblenzer übernahmen im zweiten Spielabschnitt mehr und mehr die Kontrolle gegen viel zu passive Karlsruher, die sich jedoch noch eine weitere Chance erspielten: Chrisantus’ Schuss konnte Paucken jedoch noch abfälschen (57.). Kurios wurde es in der Folge. Nach einem Zweikampf zwischen Marvin Matip und Marvin Pourie entschied Schiedsrichter Christian Fischer auf Strafstoß. Im zweiten Anlauf - der Strafstoß musste wiederholt werden, weil einige Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren - traf Matej Mavric zum 2:1 (63.). Doch damit war es noch nicht genug in Sachen Strafstößen. Matthias Langkamp, erst wenige Sekunden zuvor für seinen Bruder Sebastian eingewechselt, riss Kapllani im Strafraum um, Schiedsrichter Fischer entschied erneut auf Elfmeter. Diesmal blieb Miller allerdings beim Strafstoß von Mavric und dessen anschließendem Nachschuss Sieger (67.). Wie in der Vorwoche kamen die Karlsruher dann nach einer Standardsituation doch noch zum Ausgleich. Den Freistoß des eingewechselten Marco Engelhardt brachte Timo Staffeldt mit dem Kopf im Koblenzer Tor unter (82.), so dass der KSC die Heimreise wenigstens mit einem Punkt im Gepäck antreten konnte.

Stenogramm

TuS Koblenz - Karlsruher SC 2:2 (1:1)

TuS Koblenz:
Paucken - Rozic-Mavric, Hartmann, Lense, Wiblishauser - Kontiris (46. Pourie), Gunkel (87. Skela), Everson, Glockner - Kapllani, Dzaka (87. Stieber)
Trainer: Petrik Sander
Bank: Rickert, Forkel, Geißler, Morack

Karlsruher SC:
Miller - Zimmermann, Matip, S. Langkamp (67. M. Langkamp), Demirtas (66. Schäfer) - Staffeldt, Stindl, Fink, Krebs - Iashvili (75. Engelhardt), Chrisantus
Trainer: Markus Schupp
Bank: Nicht, Konrad, Cuntz, Müller

Tore:
0:1 - Stindl (2.)
1:1 - Kapllani (32.)
2:1 - Rozic-Mavric (63.)
2:2 - Staffeldt (82.)

Gelbe Karten:
Kontiris, Stindl, Glockner, Staffeldt, Matip, M. Langkamp, Everson, Gunkel

Zuschauer: 9255

Schiedsrichter: Christian Fischer (Hemer)
Assistenten: Marc Frömel, Martin Thomsen, Dirk Margenberg
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