Happy End in letzter Sekunde
Spielbericht: KSC - Hansa Rostock 2:1 (0:1)
11.04.2010 - Von Matthias Hahn
Bei typischem Aprilwetter empfing der KSC am 30. Spieltag der Zweiten Fußball-Bundesliga den FC. Hansa Rostock. In einer für beide Mannschaften enorm wichtigen Begegnung hatte der KSC am Ende die Nase vorn und gewann, dank einer überzeugenden zweiten Halbzeit, hoch verdient mit 2:1 (0:1). Anton Fink und Marvin Martip drehten mit ihren beiden Treffern in buchstäblich letzter Sekunde das Spiel und bescherten dem Gastgeber mit dem Sieg drei ganz wichtige Punkte.
Beide Mannschaften begannen mit offensivem Fußball und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Während die Hanseaten durch einen Schuss von Oliver Schröder bereits nach zwei Minuten ein erstes Ausrufezeichen setzen, kamen die Hausherren nach einem Eckball von Timo Staffeldt durch einen Kopfball von Macauley Chrisantus gefährlich vor das Gehäuse von Rostock-Keeper Alexander Walke (5.). Großes Glück hatten die Blau-Weißen, bei denen Lars Stindl nach abgesessener Gelb-Sperre wieder mit von der Partie war, in der 18. Minute, in der Markus Miller einen abgefälschten Schuss der Gäste in letzter Sekunde noch von der Torlinie zur Ecke lenken konnte. Der KSC ließ sich davon beeindrucken, fand kein adäquates Mittel, die gut stehende Abwehr der Hanseaten zu überwinden. Folgerichtig fiel in der 32. Spielminute der Führungstreffer für die Gäste von der Ostsee. Gardar Johannsson nutzte die Gelegenheit und ließ Miller bei seinem Schuss aus etwa 15 Metern keine Chance. Kurz vor der Halbzeit hatte der KSC die Möglichkeit das Halbzeitergebnis wieder etwas positiver zu gestalten. Nach einem Freistoß von Alexander Iashvili und einer Unsicherheit von Walke verpasste Chrisantus den Ball nur knapp.
Der Gastgeber erwischte den besseren Start nach dem Seitenwechsel und hatte gleich zwei erstklassige Gelegenheiten. Zunächst war es Anton Fink, der im Strafraum aus halbrechter Position zum Abschluss kam; sein Schuss wurde aber noch abgefälscht und ging nur knapp am Tor vorbei. Unmittelbar danach konnten sich die Rostocker bei ihrem Torwart Walke bedanken, dass dieser beim Schuss von Chrisantus die Übersicht behielt und den Ball gerade noch abwehrte. Der KSC war nun die klar bessere Mannschaft und ließ die Gäste aus dem Norden nicht mehr so richtig zur Entfaltung kommen. Einziges Manko der Blau-Weißen blieb die Chancenverwertung. So auch in der 66. Minute, in der es dem völlig freistehenden Staffeldt nach einer Hereingabe von Andreas Schäfer nicht gelang, den Ball aus etwa acht Metern im Tor der Gäste unterzubringen. Eine weitere gute Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, vergab Fink nach einem Zuspiel von Lars Stindl; seinem Torschuss von der Strafraumgrenze mangelte es an der nötigen Präzision. Die Geduld der 17089 Zuschauer wurde auch im weiteren Spielverlauf auf die Probe gestellt. In der 82. Minute war dann aber endlich der Bann gebrochen und der KSC erzielte den längst fälligen Ausgleichstreffer. Nach einem Eckball von Stindl und einer Kopfballverlängerung des ehemaligen Karlsruhers Tim Sebastian stand Anton Fink goldrichtig und ließ Walke aus fünf Metern keine Chance. Der KSC drängte nun auf den Sieg, warf alles nach vorne und wurde in der Nachspielzeit für seine Bemühungen belohnt. Marvin Matip hieß der Torschütze, der nach Vorarbeit von Matthias Langkamp, quasi mit dem Schlusspfiff, alles klar machte und die blau-weißen Anhänger im Wildparkstadion zu regelrechten Freudentänzen animierte.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Miller - Zimmermann, Matip, S. Langkamp, Demirtas (60. Schäfer) - Staffeldt, Stindl, Fink, Krebs (89. M. Langkamp) - Iashvili (60. Engelhardt), Chrisantus
Trainer: Markus Schupp
Bank: Nicht, Konrad, Cuntz, Müller
FC Hansa Rostock:
Walke - Schöneberg, Orestes, Sebastian, Schlitte - Langen (90. Fillinger), Schröder, Danielsson, Dahlèn - Johannsson, Bartels (84. Jänicke)
Trainer: Marco Kostmann
Bank: Kerner, Pannewitz, Carnell, Bülow, Kroos
Tore:
0:1 - Johannsson (32.)
1:1 - Fink (81.)
2:1 - Matip (90.)
Gelbe Karten:
Engelhardt, Staffeldt, Schlitte, Danielsson
Zuschauer: 17089
Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Diez)
Assistenten: Robert Kampka, Markus Sinn, Dominik Nowak





