KSC kämpft Münchner Löwen nieder
Spielbericht: 1860 München - KSC 1:3 (1:1)
24.08.2009 - von David Ruf
Unter Interimstrainer Markus Kauczinski ist dem KSC am Montagabend der erste Saisonsieg gelungen. Die Karlsruher siegten beim TSV 1860 München hochverdient mit 3:1.
Kauczinski änderte neben der taktischen Ausrichtung - der KSC spielte erstmals in dieser Spielzeit mit einer Raute im Mittelfeld - die Startformation auch auf gleich drei Positionen. Auf der rechten Abwehrseite durfte Christian Demirtas den verletzten Michael Mutzel ersetzen. Im Mittelfeld musste Marco Engelhardt weichen, Godfried Aduobe spielte als einziger Sechser. Änderungen gab es auch auf den Außenbahnen: Rechts erhielt Timo Staffeldt das Vertrauen und auf links kam Gaétan Krebs ebenfalls erstmals von Beginn an zum Einsatz.
Die Karlsruher präsentierten sich von Beginn an wesentlich engagierter als zuletzt, weil es aber vor allem an der Genauigkeit beim letzten Pass fehlte, waren Torchancen zunächst Mangelware. Auch die Gastgeber kamen vor 30800 Zuschauern in der Münchner Allianz-Arena zunächst nicht zu Torraumszenen. Dennoch gingen die „Löwen“ in der 19. Minute in Führung und profitierten dabei vor allem vom schlechten Abwehrverhalten Dino Drpics. Der Kroate griff Kenny Cooper nicht an, so dass dieser aus 18 Metern unbedrängt ins linke untere Eck schießen konnte. Doch der KSC ließ den Rückstand nicht lange auf sich sitzen und glich bereits wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff aus. Krebs hatte das Leder herrlich für den heute gemeinsam mit Anton Fink in der Sturmspitze agierenden Christian Timm aufgelegt, der 30-jährige lüfte den Ball anschließend über Münchens Keeper Gabor Kiraly in die Maschen (20.). Timm hätte wenig später fast noch die Karlsruher Führung erzielt, scheiterte mit seinem Schuss aus kurzer Distanz aber an Kiraly (34.). In der 41. Minute zeigte Peter Gagelmann zur Überraschung der rund 2000 mitgereisten Karlsruher Fans nach einem Zweikampf zwischen Drpic und Benjamin Lauth auf den Elfmeterpunkt. Da der Münchner Kapitän das Leder beim Strafstoß aber an die Latte hämmerte, blieb es zum Halbzeitpfiff beim 1:1.
In der zweiten Hälfte drehte der KSC weiter auf und kam durch Krebs zum verdienten 2:1. Staffeldt hatte den Franzosen glänzend in Szene gesetzt, der daraufhin zur Führung der Karlsruher einnetzen konnte (58.). Den Sack endgültig zu machte Sebastian Langkamp, der im Anschluss an einen Stindl-Freistoß auf 3:1 erhöhte (72.). Es ist der erste Sieg des KSC in einem Auswärtsspiel bei 1860 München seit 48 Jahren und gleichzeitig auch der erste Sieg der Karlsruher in der Allianz-Arena.
Der KSC hat durch den Sieg nun vier Punkte auf dem Konto und rückt auf den achten Platz der Tabelle vor. Bereits am Freitag steht die nächste Partie auf dem Plan. Um 18.00 Uhr gastiert dann der FC St. Pauli im Wildparkstadion.
Stenogramm
TSV 1860 München:
Kiraly - Rukavina, Felhi, Ghvinianidze, Holebas - Ignjovski, Lovin (78. Djokaj), Kaiser, Ludwig (61. Rösler) - Cooper (74. Schäffler), Lauth
Trainer: Ewald Lienen
Bank: Tschauner, Hoffmann, Beda, Pappas
Karlsruher SC:
Kornetzky - Demirtas, Drpic, S. Langkamp, Schäfer - Aduobe (57. Engelhardt), Staffeldt (64. Chrisantus), Krebs, Stindl - Timm, Fink (87. M. Langkamp)
Trainer: Markus Kauczinski
Bank: Nicht, Zimmermann, Rupp, Buck
Tore:
1:0 - Cooper (19.)
1:1 - Timm (20.)
1:2 - Krebs (58.)
1:3 - S. Langkamp (72.)
Gelbe Karten:
Holebas, Staffeldt, Kaiser, Felhi
Zuschauer: 30800
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Assistenten: Matthias Anklam, Stefan Trautmann, Markus Sinn





