KSC unterliegt Tabellenführer
Spielbericht: KSC - 1. FC Kaiserslautern 1:3 (1:0)
28.02.2010 - Von Matthias Hahn
Bei orkanartigen Sturmböen verlor der KSC im Südwest-Derby gegen die Roten Teufel aus Kaiserslautern vor 28765 Zuschauern mit 1:3 (1:0). In einer schwachen Begegnung, die zwischenzeitlich aufgrund des Orkans kurz vor dem Spielabbruch stand, reichte dem Tabellenführer der Zweiten Fußball-Bundesliga eine starke Halbzeit, um die drei Punkte aus dem Wildparkstadion zu entführen.
Gegen die Pfälzer nahm KSC-Cheftrainer Markus Schupp zwei personelle Veränderungen seiner Mannschaft vor. Für Christian Demirtas rückte Andreas Schäfer auf die linke Außenbahn. Außerdem musste Timo Staffelt Serhat Akin weichen, der gemeinsam mit Lars Stindl, Gaétan Krebs und Godfried Aduobe die Route im Mittelfeld bildete.
Beiden Teams war die Anspannung von Beginn an deutlich anzumerken. So war die Anfangsviertelstunde geprägt von zahlreichen Fehlpässen im Mittelfeld. Die erste Chance des Spiels hatten dann die blau-weißen Gastgeber durch Alexander Iashvili. Dessen Torschuss aus halbrechter Position stellte Lautern-Schlussmann Tobias Sippel aber vor keine größeren Probleme. Die etwa 7000 mitgereisten Kaiserslautern Fans mussten sich bis zur 26. Minute gedulden, ehe ihr Team erstmals durch einen Kopfball von Erik Jendrisek vor das Tor von Markus Miller kam. Marvin Matip hatte aber aufgepasst und konnte den Kopfball aus der Gefahrenzone schlagen. Ansonsten war es aber eine sehr ereignisarme erste Hälfte, in der Großchancen auf beiden Seiten Mangelware blieben. Kurz vor der Halbzeit drehte der KSC dann aber nochmals auf und zeigte sich von seiner besten Seite. Zunächst hatte Gaetan Krebs nach toller Flanke von Macauley Chrisantus eine gute Gelegenheit; sein Drehschuss konnte von Sippel erst im Nachgreifen entschärft werden. Zwei Minuten später waren die Hausherren erfolgreichreicher. Nach einem langen Pass von Schäfer auf Akin, behielt dieser die Übersicht und legte quer auf Chrisantus ab, der wenig Mühe hatte die Kugel zum 1:0-Pausenstand im Gehäuse der Gäste unterzubringen.
Der 1 .FC Kaiserslautern erwischte den besseren Start nach dem Seitenwechsel und konnte in der 56. Minute, nach einem Eckball, durch Jendrisek den Ausgleich erzielen. Unmittelbar danach war es erneut Jendrisek, der Miller bei seinem Torschuss zu einer Glanzparade zwang. Der KSC, von der Leistungssteigerung der Gäste sichtlich beeindruckt, zog sich immer mehr in die eigene Hälfte zurück und überließ dem FCK die Kontrolle über das Spiel. Markus Miller war daher ein ums andere Mal gefordert. So auch in der 63. Minute nach einem Distanzschuss von Alexander Bugera, in der er den Ball gerade noch über die Torlatte lenken konnte. Srdjan Lakic zerstörte in der 79. Minute sämtliche Hoffnungen des KSC auf einen positiven Spielausgang und brachte seine Mannschaft mit seinem Treffer zum 1:2 auf die Siegerstraße. Der KSC, mit den Gedanken schon nicht mehr auf dem Platz, musste kurz vor dem Schlusspfiff sogar noch das 1:3 für die Roten Teufel hinnehmen. Erneut hieß der Torschütze Lakic, der nach einem Freistoß von Bugera völlig freistehend zum 1:3-Schlussstand einköpfen konnte.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Miller - Zimmermann, Matip, S. Langkamp, Schäfer - Aduobe (88. Bieber), Akin, Krebs, Stindl (83. Cuntz) - Chrisantus (72. Fink), Iashvili
Trainer: Markus Schupp
Bank: Nicht, Demirtas, Konrad, Staffeldt
1. FC Kaiserslautern:
Sippel - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Steinhöfer (83. Ilicevic), Bilek, Mandjeck, Sam - Nemec, Jendrisek (84. Hornig)
Trainer: Marco Kurz
Bank: Robles, Paljic, Lakic, Fuchs, Pavlovic
Tore:
1:0 - Chrisantus (45.)
1:1 - Jendrisek (56.)
1:2 - Lakic (79.)
1:3 - Lakic (90.)
Gelbe Karten:
Stindl, Sam, Cuntz
Zuschauer: 28765
Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)
Assistenten: Sönke Glindemann, Karl Valentin, Florian Steinberg





