KSC kassiert Heimpleite
Spielbericht: KSC - SC Paderborn 1:2 (0:2)
24.01.2010 - Von Matthias Hahn
Bei winterlichen Temperaturen empfing der KSC den SC Paderborn 07 zum ersten Heimspiel des Jahres 2010. Vor 14571 Zuschauern lieferten die Blau-Weißen eine äußerst bescheidene Leistung ab und unterlagen am Ende mit 1:2 (0:2).
Aufgrund diverser Ausfälle war KSC-Chefcoach Markus Schupp am Sonntagnachmittag gezwungen sein Team auf mehreren Positionen umzustellen. Mit Thomas Konrad, er spielte für den gesperrten Sebastian Langkamp in der Innenverteidigung, und Matthias Zimmermann, der im rechten Mittelfeld agierte, waren heute neben Lars Stindl gleich drei Vertragsamateure von Beginn an dabei.
Die Gäste aus Paderborn erwischten einen Start nach Maß und gingen durch einen Doppelpack des Ex- Karlsruher Mahir Saglik in der 9. und 12. Spielminute gleich mit 0:2 in Führung. Zunächst waren es Dino Drpic und Andreas Schäfer, die sich nach einer Flanke von Gaetano Manno kapitale Stellungsfehler leisteten und somit Saglik den Weg zum Tor ebneten. Auch drei Minuten später beim 0:2 offenbarte die Viererkette des KSC große Schwachstellen und staunte nicht schlecht, dass der Torschütze erneut Saglik hieß. Der Gastgeber zeigte sich beeindruckt von den offensiv agierenden Ostwestfalen und hatte nur wenig entgegenzusetzen, sodass Chancen aus dem Spiel heraus Mangelware blieben. Lediglich ein Freistoß von Lars Stindl sorgte für etwas Unruhe vor dem Tor von Daniel Masuch. Nach 30 Minuten wurde der KSC dann besser und hatte großes Pech, dass ein Kopfball von Niklas Tarvajärvi nur an die Latte klatschte und Paderborn-Schlussmann Masuch einen Nachschuss von Anton Fink gerade noch parieren konnte.
Auch nach der Halbzeitansprache von Schupp tat sich der KSC äußerst schwer zu seinem Spiel zu finden. So mussten sich die blau-weißen Fans im Wildparkstadion in Geduld üben, ehe sie in der 61. Minute mal wieder in den Genuss einer Chance ihres Teams kamen. Serhat Akin hatte den Ball gefährlich in den Strafraum gebracht und Demirtas verpasste nur knapp. Danach passierte erstmal nicht viel, auch weil Paderborn sich auf Ergebnisverwaltung beschränkte und dem KSC nichts gelingen wollte. So kam es, dass der in der 52. Minute eingewechselte Ersatzkeeper Kasper Jensen einen äußerst ruhigen und entspannten Nachmittag im Tor der Gäste verlebte und praktisch nichts zu tun hatte. Auch nicht in der 84. Minute, in der Tarvajärvi, völlig freistehend, aus fünf Metern Entfernung nicht ins Tor, sondern weit an diesem vorbei schoss. In der 88. Minute fiel dann aus heiterem Himmel doch noch der Anschlusstreffer durch Andreas Schäfer. Macauley Chrisantus hatte Schäfer mit dem Kopf aufgelegt, sodass dieser mit seinem sehenswerten Abschluss das späte Erfolgserlebnis herbeiführen konnte. Leider kam das Karlsruher Aufbäumen deutlich zu spät. Auch die drei Minuten Nachspielzeit reichten nicht mehr aus, um die zweite Niederlage in Folge doch noch zu verhindern.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Miller - Demirtas, Drpic, Konrad, Schäfer - Staffeldt (37. Akin), Engelhardt (79. Krebs), Zimmermann, Stindl - Fink (46. Chrisantus), Tarvajärvi
Trainer: Markus Schupp
Bank: Kornetzky, Cuntz, Stadler, Müller
SC Paderborn:
Masuch (52. Jensen) - Wemmer, Gonther, Mohr, Schachten - Krösche, Guie-Mien, Alushi, Brückner (82. Daghfous) - Manno (39. Brandy), Saglik
Trainer: Andre Schubert
Bank: Zedi, Holst, Halfar, Krause
Tore:
0:1 - Saglik (9.)
0:2 - Saglik (12.)
1:2 - Schäfer (88.)
Zuschauer: 14571
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Ingolstadt)
Assistenten: Markus Pflaum, Matthias Zacher, Matthias Jöllenbeck





