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KSC findet in die Erfolgsspur zurück

Spielbericht: KSC - Union Berlin 3:2 (3:0)


08.11.2009 - Von Matthias Hahn

Am Sonntagnachmittag empfing der KSC im Wildparkstadion den 1. FC Union Berlin. Vor 17235 Zuschauern hatten sich die Blau-Weißen vorgenommen, ihre Fans endlich wieder mit einem Dreier zu beglücken. In einem packenden Zweiligaspiel schaffte es der KSC, am Ende sein Vorhaben in die Tat umzusetzen und gewann mit 3:2 (3:0).

Gegen die Hauptstädter nahm KSC-Cheftrainer Markus Schupp gleich drei personelle Veränderungen vor. Der Kroate Dino Drpic war nach abgesessener Sperre wieder in der Anfangsformation, für ihn musste Sebastian Langkamp weichen. Michael Blum ersetzte den erfolglosen Finnen Niklas Tarvajärvi und Marco Engelhardt kam für Godfried Aduobe, den eine Kehlkopfentzündung außer Gefecht gesetzt hatte. Auch im taktischen Bereich machten sich diese Veränderungen bemerkbar; so musste die Raute im Mittelfeld einer Doppelsechs weichen, die von Engelhardt und Michael Mutzel gebildet wurde. Im offensiven Mittelfeld agierte der KSC mit Blum und Lars Stindl. Endlich wieder für Tore im Angriff sollten Anton Fink sowie Alexander Iashvili sorgen, der etwas zurückgezogen hinter dem Neuzugang aus Unterhaching spielte.

Der KSC begann gut und spielte offensiv nach vorne. Die Berliner zogen sich weit in ihre eigene Hälfte zurück und überließen dem Gastgeber das Spielgeschehen. Erstmals gefährlich wurde es in der 7. Minute. Nach einem guten Freistoß von Engelhardt konnte Union-Keeper Jan Glinker den Ball nicht festhalten, war dann aber im Nachschuss von Iashvili zur Stelle.

In der 14. Spielminute wurde der KSC für seine Offensivbemühungen belohnt. Nach einem tollen Pass von Iashvili auf Fink behielt dieser die Übersicht und spielte quer auf Blum, der das 1:0 besorgen konnte. Zu einer weiteren guten Gelegenheit kam der KSC durch Iashvili in der 19. Minute. Andreas Schäfer hatte den Ball von der linken Außenbahn in den Strafraum gebracht und Glinker konnte gerade noch zur Ecke klären. Der KSC war zu diesem Zeitpunkt die klar bessere Mannschaft und dominierte das Geschehen nach Belieben. Glinker hatte so mehrfach die Gelegenheit sich auszuzeichnen. In der 24. Minute war er allerdings chancenlos.

Finks Distanzschuss aus etwa 20 Metern landete zuerst am Pfosten und dann im Tor der Berliner zum 2:0. Auch in der 32. Minute hieß der Torschütze Anton Fink. 17235 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, aber das Leder zappelte bereits zum dritten Mal im Netz der Gäste. Nach einem Pass von Schäfer landete der Ball bei Fink und dieser ließ bei seinem Heber zum 3:0 Union-Schlussmann Glinker nicht den Hauch einer Chance. Kurz vor der Halbzeit konnte sich dann auch Markus Miller auszeichnen. Nach einer Unachtsamkeit in der Hintermannschaft war er beim Schuss von Karim Benyamina zur Stelle und verhinderte somit Schlimmeres.

Nach der Pause knüpfte der KSC da an, wo er in Durchgang eins, aufgehört hatte. Nach einem fulminanten Distanzschuss von Blum, bewahrte Glinker seine Mannschaft mit einer Glanzparade vor dem 4:0. In der 49. Minute sahen die blau-weißen Anhänger dann aber ein unnötiges Foulspiel von Engelhardt an Kenan Sahin, was den Unparteiischen Dr. Helmut Fleischer dazu veranlasste direkt auf Strafstoß zu entscheiden. Torsten Mattuschka ließ Markus Miller dabei aus elf Metern keine Chance und verkürzte auf 3:1. Der KSC ließ sich davon sichtlich beeindrucken und spielte in der Folgezeit nicht mehr so selbstsicher nach vorne, wie das noch in der ersten Halbzeit der Fall gewesen war. Konsequenterweise fiel dann auch der 3:2 Anschlusstreffer durch Kenan Sahin in der 71. Minute. Union Berlin machte nun das Spiel und die Hausherren ließen sich immer mehr in die eigene Hälfte zurückdrängen.

So entwickelte sich aus einem sicheren 3:0-Vorsprung am Ende eine Zitterpartie. Letztendlich schaffte es der KSC aber doch das Ergebnis über die Zeit zu retten und gewann so mit 3:2. Getrübt wurde der Sieg durch eine unschöne Szene in der 83. Minute, in der Matthias Langkamp mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz getragen werden musste.

 

Stenogramm

Karlsruher SC - 1. FC Union Berlin 3:2 (3:0)

Karlsruher SC:
Miller - Staffeldt, Drpic, M. Langkamp (85. S. Langkamp), Schäfer - Mutzel, Engelhardt, Stindl (76. Demirtas), Blum - Iashvili, Fink (72. Tarvajärvi)
Trainer: Markus Schupp
Bank: Nicht, Cuntz, Dulleck, Toch

1. FC Union Berlin:
Glinker - Rauw, Stuff, Göhlert - Younga-Mouhani, Mattuschka, Dogan, Parensen, Gebhardt (83. Schulz) - Benyamina, Sahin
Trainer: Uwe Neuhaus
Bank: Busch, Hollwitz, Jahn, Bemben, Antunovic

Tore:
1:0 - Blum (14.)
2:0 - Fink (24.)
3:0 - Fink (32.)
3:1 - Mattuschka (50.)
3:2 - Sahin (71.)

Gelbe Karten:
Dogan, Fink, Sahin, Staffeldt

Zuschauer: 17235

Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)
Assistenten: Guido Kleve, Lothar Ostheimer, Markus Sinn
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