KSC erkämpft Punkt gegen Aachen
Spielbericht: KSC - Alemannia Aachen 1:1 (0:0)
07.08.2009 - von David Ruf
Der KSC hat am ersten Spieltag der neuen Zweitligasaison zuhause gegen Alemannia Aachen ein 1:1-Unentschieden erkämpft. Bei einer besseren Chancenauswertung der Badener wären sogar drei Punkte drin gewesen.
Beim KSC durfte Dino Drpic, der am Donnerstag einen neuen Vertrag unterschrieben hatte, von Beginn an ran und bildete zusammen mit Sebastian Langkamp die Innenverteidigung der Badener. Stefan Buck musste deshalb mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen, ansonsten nahm Cheftrainer Ede Becker gegenüber dem Pokalsieg in Berlin keine Änderungen in seiner Anfangsformation vor.
Bei hochsommerlichen Temperaturen im Karlsruher Wildparkstadion hatte der KSC insgesamt mehr vom Spiel. Richtig unterhaltsam wurde es für 23332 Zuschauer aber nur Mitte der ersten Hälfte. Die Gastgeber konnten sich bei ihrem Torwart Jeff Kornetzky bedanken, nicht in Rückstand geraten zu sein. Der Elsässer war sowohl bei einem Kopfball von Cristian Fiel in der 20. Minute als auch bei der anschließenden Ecke zur Stelle. Nach einer Unsicherheit des Karlsruher Keepers konnte dieser dabei durch tolle Reaktionen zwei Schüsse von Hervé Oussalé entschärfen (21.). Der KSC scheiterte hingegen am eigenen Unvermögen vor dem Aachener Tor. Christian Timm verfehlte es bei seinem Schuss von halblinks in der 19. Minute nur ganz knapp, bei der nächsten Aktion - diesmal von Lars Stindl - fehlten ebenfalls nur wenige Zentimeter. Der Youngster, der in dieser Woche zusammen mit Sebastian Langkamp für die U21-Nationalmannschaft nominiert wurde, grätschte in eine Hereingabe von Michael Mutzel, die Niklas Tarvajärvi zuvor verpasst hatte, schoss aber ebenfalls daneben (23.). Aachens Keeper Thorsten Stuckmann war nur zweimal gefordert: Einen Schuss von Stindl parierte er aber ebenso wie einen Freistoß von Marco Engelhardt (27., 29.).
Kurz nach dem Wiederanpfiff mussten die Karlsruher aber einen herben Rückschlag hinnehmen. Ausgerechnet Drpic misslang ein Klärungsversuch nach einer Hereingabe von Manuel Junglas so unglücklich, dass der Ball im eigenen Tor landete (53.). Doch der KSC steckte nicht auf und rannte unermüdlich auf den gegnerischen Kasten an. Wie jedoch bereits in den ersten 45 Minuten präsentierte sich Beckers Team dabei aber zu umständlich oder ungenau und letztlich nicht zwingend genug. Michael Mutzel verfehlte zwei Minuten nach dem Rückstand mit seinem Schuss das Tor knapp, dem eingewechselten Anton Fink versprang der Ball kurz darauf in aussichtsreicher Position (67.). Fink konnte wenig später Kapitän Iashvili in Szene setzen, der aber an Stuckmann scheiterte (70.). Der Georgier musste aufgrund der Folgen eines Zusammenpralls mit Mirko Casper dann wegen einer Verletzung am Arm vom Feld, für ihn kam Gaétan Krebs. Den entscheidenden Spielerwechsel vollzog Becker dann in der 78. Minute, als er mit Macauley Chrisantus einen weiteren Stürmer in die Partie brachte. Sein Mut wurde belohnt: Der 18-jährige schaffte in den restlichen Minuten nicht nur die meisten Torschüsse aller Feldspieler - insgesamt fünf Stück - sondern vor allem den so wichtigen Ausgleich. Einen Fehler von Stuckmann, der einen hohen Ball nicht festhalten konnte, machte sich der Nigerianer mit seinem Treffer zu Nutze (81.). Zu einem weiteren Tor reichte es für die Gastgeber jedoch nicht mehr. Christantus Schuss verfehlte in der 83. Minute ebenso sein Ziel wie beim Versuch von Krebs (83., 86.). Nachdem der KSC die letzten beiden Minuten wegen der Gelb-Roten Karte von Junglas sogar in Überzahl agierte, flatterte ein weiterer Schuss von Chrisantus am rechten Pfosten vorbei und Stuckmann konnte durch eine klasse Parade nach Mutzels Freistoß den Karlsruher Sieg gerade noch verhindern (beide 90.). Doch auch der KSC hatte zuvor noch Glück, denn Kornetzky war gegen Babacar Gueye zur Stelle.
Dem KSC stehen nun zwei Auswärtspartien bevor. Zunächst am kommenden Freitag (18.00 Uhr) beim SC Paderborn 07, am dritten Spieltag dann beim TSV 1860 München (24. August, 20.15 Uhr).
Stenogramm
Karlsruher SC:
Kornetzky - Mutzel, S. Langkamp, Drpic, Schäfer - Engelhardt (78. Chrisantus), Aduobe, Timm (60. Fink), Stindl - Iashvili (70. Krebs), Tarvajärvi
Trainer: Edmund Becker
Bank: Nicht, Demirtas, Staffeldt, Buck
Alemannia Aachen:
Stuckmann - Casper, Szukala, Olajengbesi, Achenbach - Müller (76. Milchraum), Burkhardt, Fiel, Junglas - Nemeth (57. Gueye), Oussale (86. Özgen)
Trainer: Jürgen Seeberger
Bank: Unger, Kratz, Adlung, Korte
Tore:
0:1 - Drpic (53.)
1:1 - Chrisantus (81.)
Gelbe Karten:
Drpic, Mutzel, Kornetzky
Gelb-Rote Karten:
Junglas (88.)
Zuschauer: 23332
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Assistenten: Josef Maier, Karl Valentin, Patrick Alt





