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2:3-Niederlage gegen 96er

Spielbericht: KSC - Hannvoer 96 2:3 (2:2)


12.05.2009 - von Matthias Hahn
23930 Zuschauer hatten den Weg ins Stadion gefunden, um ihren Club, bei seiner letzten Chance im Kampf gegen den Abstieg, lautstark zu unterstützen. Bedingungslose Offensive war heute von Beginn an das Motto des KSC. Gleich drei Stürmer Alexander Iashvili, Joshua Kennedy und Sebastian Freis sollten es richten. Während Marco Engelhardt nicht wie gewohnt auf der Sechserposition spielte, sondern auf der linken Außenbahn ersetzte Lars Stindl den, an einer Schienbeinkopfprellung laborierenden, Giovanni Federico.

Der KSC begann stark, kam sehr gut ins Spiel und ging bereits nach zehn Minuten durch Iashvili mit 1:0 in Führung. Auch nach dem Tor war der KSC dem zweiten Tor näher als Hannover 96 einem möglichen Ausgleichstreffer. Getragen von den Fans sowie einem frühen Erfolgserlebnis spielten sich die Hausherren immer wieder gute Torchancen heraus. So beispielsweise durch Christian Eichner, dessen Querpass auf Freis jedoch etwas zu ungenau kam (22.). Die etwa 300 mitgereisten Hannoveraner mussten sich bis zur 25. Minute gedulden, ehe ihre Elf durch einen Freistoß von Jacek Krzynowek zum ersten Mal Gefahr vor dem Tor von KSC-Schlussmann Markus Miller ausübte. In der 30. Minute hatte Iashvili die Chance das Ergebnis auf 2:0 zu erhöhen, sein Schuss aus etwa 12 Metern wurde jedoch von der Hintermannschaft des Tabellenelften abgeblockt. Vier Minuten später hatte der KSC mehr Erfolg. Lars Stindl brachte sein Team nach einem tollen Pass von Eichner mit 2:0 in Führung (32.) und sorgte damit für wahre Freudengesänge auf den Rängen. Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte hätten für den KSC dann nicht unglücklicher verlaufen können. Zunächst verkürzte Sergio Pinto nach einem Patzer von Miller auf 2:1. Quasi mit dem Halbzeitpfiff fiel der Ausgleichstreffer durch Michael Forssell.

Die Halbzeitansprache von KSC-Coach Ede Becker schien gewirkt zu haben. Der KSC kam mit Schwung aus der Kabine und hatte gleich zwei gute Möglichkeiten (51., 52.). Zunächst war es Freis, dem nach einem Pass von Andreas Görlitz nur noch Robert Enke im Weg stand. Eine Minute später fand eine gute Hereingabe von Iasvili keinen Abnehmer. Doch in der 64. Minute musste der KSC einen Rückstand hinnehmen. Nach einem Doppelpass der Hannoveraner, der die gesamte Hintermannschaft des KSC aushebelte, besorgte Hanno Balitsch das 2:3 für die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. In der 69. Minute kam es zu einer äußerst strittigen Situation. Eichner hatte den Ball im Tor der Gäste untergebracht, auch die Tormusik war schon ertönt, aber Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Abseits, da der im passiven Abseits stehende Kennedy zuvor offenbar Torwart Enke irritiert hatte. Den drohenden Abstieg vor Augen warfen die Karlsruher alles nach vorne, kamen auch noch einmal zu einer guten Gelegenheit durch Stindl (89.). Am Ende reichte es aber trotz eines zwei Tore-Vorschwungs erneut nicht, so dass nun schon ein Wunder her muss.

Stenogramm

Karlsruher SC - Hannover 96 2:3 (2:2)

Karlsruher SC:
Miller - Görlitz, Drpic, Franz, Eichner - Aduobe, Stindl, Engelhardt (77. Kapllani) - Freis, Kennedy, Iashvili
Trainer: Edmund Becker
Bank: Unger, Timm, Staffeldt, Saglik, Langkamp, Celozzi

Hannover 96:
Enke - Pinto (85. Stajner), Eggimann, Schulz (57. Fahrenhorst), Rausch - Balitsch, Schulz (57. Fahrenhorst), Schlaudraff (34. Herrmann), Bruggink, Krzynowek - Forssell
Trainer: Dieter Hecking
Bank: Fromlowitz, Krebs, Tarnat, Schmiedebach

Tore:
1:0 - Iashvili (11.)
2:0 - Stindl (32.)
2:1 - Pinto (42.)
2:2 - Forssell (45.)
2:3 - Balitsch (75.)

Gelbe Karten:
Görlitz, Drpic, Pinto, Franz

Zuschauer: 23930

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Assistenten: Felix Zwayer, Markus Häcker, Alexander Schlutius
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