KSC verliert wichtiges Big-Point-Spiel gegen Eintracht Frankfurt
Spielbericht: KSC - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:0)
21.02.2009 - von Matthias Hahn
Am Samstagnachmittag verlor der KSC gegen die Frankfurter Eintracht mit 0:1 Toren und verpasste es damit gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf zu punkten.
Vor 27623 Zuschauern hatte KSC-Cheftrainer Edmund Becker seine Anfangsformation aufgrund zahlreicher Ausfälle erneut umstellen müssen. Der nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung stehende Marco Engelhardt ersetzte den verletzten Godfried Aduobe. In der Innenverteidigung schenkte Becker Stefan Buck das Vertrauen, der Tim Sebastian vertrat, da sich dieser im Training eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Außerdem fehlten neben dem langzeitverletzten Kapitän Maik Franz, Massimian Porcello (ebenfalls verletzt), sowie die nicht berücksichtigten Bradley Carnell und Timo Staffeldt.
Im Sturmzentrum sollte Sebastian Freis für Wirbel und vor allem für Tore sorgen. Das Mittelfeld komplettierten, wie schon in Köln, Christian Timm, Antonio da Silva, Giovanni Federico und Lars Stindl.
Der KSC war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und ließ von keinen Zweifel daran, dass man die drei Punkte heute im Wildpark behalten wollte. Bereits nach sieben Minuten hätten die Gastgeber mit etwas Glück in Führung gehen können. Ein Freistoß von Antonio da Silva in die linke obere Ecke konnte Eintracht-Schlussmann Markus Pröll gerade noch parieren. Auch in der 14. Minute war es der KSC, der nach einem schönen Pass von da Silva auf Timm beinahe zum Torerfolg gekommen wäre; einzig Nikola Petkovic verhinderte in letztem Moment das 1:0. Von der Frankfurter Eintracht war bis dato nur wenig zu sehen, auch weil der KSC die Räume eng machte und dem Gegner somit nur wenig Platz für Chancen ließ. Jedoch war es beim KSC wie so oft, man hatte zwar viele gute Gelegenheiten, verpasste diese aber in Zählbares umzumünzen. So scheiterte in der 31. Minute Stefan Buck nach einem Freistoß von Lars Stindl mit dem Kopf, ebenso wie zwei Minuten später Timm, dessen Torabschluss im Strafraum von Habib Bellaid in letzter Sekunde verhindert werden konnte. Frankfurts einzig nennenswerte Gelegenheit hatte Patrick Ochs mit einem Verzweiflungsschuss aus der Distanz, der sein Ziel jedoch weit verfehlte. Da die Gastgeber auch in der 41. Minute durch einen Kopfball von Federico kein Tor erzielen konnten, blieb es beim 0:0-Halbzeitstand.
Die zweite Halbzeit begann verspätet, da Frankfurter Fans durch das Abschießen von Feuerwerkskörpern die Gesundheit der Spieler gefährdeten. Der KSC schaffte es zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, an die gute Erste anzuknüpfen. Folglich ging Frankfurt, quasi mit der ersten richtigen Torchance in der 54. Minute mit 0:1 in Führung. Nach einer Flanke von Ochs, verpasste es Buck den Ball entscheidend weg zu schlagen, so dass der eingewechselte Caio KSC-Keeper Markus Miller keine Chance ließ. Edmund Becker reagierte sofort, nahm Timm raus und brachte in Mahir Saglik den zweiten Stürmer. Die Gastgeber hätten keine vier Minuten später den Ausgleich erzielen können. Nach einem Pass von Görlitz fehlten Federico bei seinem Schuss rechts am Tor vorbei nur die berühmten Zentimeter.
Dennoch fand der KSC nun wieder besser in die Partie zurück und kam in der 70. Minute durch Saglik zu einer weiteren guten Gelegenheit, dem es jedoch vergönnt war sein erstes Tor für den KSC zu erzielen. Chancen gab es nun im Minutentakt. Stindl hatte in der 72. Minute die nächste dicke Gelegenheit. Ein sehenswerter Torschuss des 20-jährigen aus halblinker Position verfehlte das Gehäuse von Pröll nur knapp. Der KSC warf nun alles nach vorne und zog durch die Einwechslungen von Alexander Iashvili und Edmund Kapllani alle Register. Zuletzt genannter sollte dann in der 83. Minute auch zu seiner Torchance kommen. Allein auf Pröll zulaufend, verpasste er es aber aus spitzem Winkel das 1:1 zu erzielen und traf in dieser Szene nur das Außennetz. Das Spiel war damit so gut wie gelaufen, da Frankfurt die ausbleibenden Minuten, durch Entlastungsarbeit nach vorne, über die Zeit brachte, so dass es bei der unglücklichen Heimniederlage blieb.
Durch die Niederlage gelang es dem KSC nicht, sich aus der Abstiegszone zu entfernen. Da auch die direkten Konkurrenten punkteten, bleibt man auch weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat nunmehr schon zwei Zähler Rückstand auf das rettender Ufer. Gleich am kommenden Sonntag (17.00 Uhr) hat man jedoch die Möglichkeit im baden-württembergischen Derby gegen den VfB Stuttgart vor erneut heimischer Kulisse alles besser zu machen.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Miller - Görlitz, Buck, Drpic, Celozzi - Engelhardt (79. Kapllani), Timm (57. Saglik), da Silva, Stindl (76. Iashvili), Federico - Freis
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Mutzel, Stoll, Eichner
Eintracht Frankfurt:
Pröll - Ochs, Russ, Bellaid, Petkovic (46. Caio) - Mahdavikia (75. Steinhöfer), Fink, Inamoto, Köhler - Fenin, Liberopoulos (89. Meier)
Trainer: Friedhelm Funkel
Bank: Nikolov, Vasoski, Kweuke, Ljubicic
Tore:
0:1 - Caio (54.)
Gelbe Karten:
Petkovic, da Silva, Mahdavikia, Saglik
Zuschauer: 27623
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Assistenten: Norbert Grudzinski, Patrick Ittrich, Jan-Hendrik Salver





