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KSC verabschiedet sich mit Niederlage in die Winterpause

Spielbericht: Hertha BSC Berlin - KSC 4:0 (1:0)


13.12.2008 - von Matthias Hahn

Im letzten Spiel des Jahres 2008 bot der Karlsruher SC am Samstagnachmittag im Olympiastadion gegen Hertha BSC Berlin eine äußerst bescheidene Leistung und verabschiedet sich mit einer 0:4-Niederlage in die Winterpause.

Vor 38421 Zuschauer konnte der KSC leider nicht an das sehr gute Spiel vom vergangenen Samstag gegen den SV Werder Bremen anknüpfen.

Mit einer ganzen Liste von Verletzten hatte der KSC die Reise in die Bundeshauptstadt angetreten: Maik Franz, Tim Sebastian, Stefano Celozzi und Michael Mutzel fielen ebenso verletzungsbedingt aus wie auch Godfried Adoube, dessen Fehlen aufgrund von Adduktorenproblemen erst morgens bekannt geworden war. KSC-Coach Edmund Becker schenkte deshalb im defensiven Mittelfeld Massimilian Porcello das Vertrauen. Während der Deutsch-Italiener also Adoube vertrat, rückte Andreas Görlitz auf der rechten Abwehrseite für Celozzi in die Startformation.

Die etwa 800 mitgereisten Gästefans sahen von Beginn an eine Karlsruher Mannschaft, die sich vor allem im Spielaufbau ideen- und einfallslos zeigte.

Das Berliner Publikum im Olympiastadion musste sich keine sieben Minuten gedulden, ehe es bereits den ersten Torerfolg seiner Mannschaft bejubeln konnte. Nach einer Flanke von Cicero köpfte Stefan Buck den Ball zwar zunächst aus der Gefahrenzone, dieser landete jedoch direkt vor den Füßen von Maximilian Nicu, der mit einem Volleyschuss aus 18 Metern die Hertha mit 1:0 in Führung bringen konnte. Beim KSC dagegen lief in den ersten Minuten nicht viel zusammen. Zwar versuchte man es mehrfach mit Distanzschüssen, so beispielsweise in der 17. Minute durch Massimilian Porcello oder auch in der 20. Minute durch Lars Stindl, diese waren jedoch entweder zu harmlos oder gingen viel zu weit am Tor von Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny vorbei. In der 29. Minute hätten die Berliner direkt nachlegen können. Marko Pantelic kam nach einem Freistoß im Strafraum völlig freistehend zum Kopfball und es fehlten auch hier nur die berühmten Zentimeter. Markus Miller, beim Gegentor chancenlos, rettete seine Mannschaft auch in der 37. Minute mit einer Glanzparade. Nach einem Zuspiel von Pantelic auf Andrey Voronin hatte dieser erstklassig mit der Hacke auf Gojko Kacar abgelegt. Einzig der starke Karlsruher Schlussmann verhinderte Schlimmeres. Die 38.Minute bescherte den Zuschauern dann die beste Gelegenheit des KSC, ein Fehler von Arne Friedrich im Strafraum begünstigte diese. Sowohl Stindl als auch Edmund Kapllani scheiterten jedoch an Drobny, so dass es zur Halbzeit beim 1:0 der Herthaner blieb.

Nach der Halbzeitpause zogen sich die Berliner zurück, ließen dem KSC viel Platz und beschränkten sich in der Folgezteit auf Konterfußball im eigenen Stadion, der auch mit Erfolg gekrönt werden sollte, auch weil es den Karlsruhern nicht gelang aus der Feldüberlegenheit (57% Ballbesitz) einen Ertrag zu ziehen. Sebastian Freis aber auch Lars Stindl hatten mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterten jedoch ein ums andere Mal am starken Berliner-Schlussmann Drobny. Vor allem zwischen der 55. und der 70.Minute war der KSC die deutlich bessere Mannschaft und hätte den 1:1-Ausgleichstreffer durchaus verdient gehabt. Hertha BSC ging weniger leichtsinnig mit der Chancenverwertung um und traf in der 74.Minute nach einem Fehler von Buck durch Valerie Domovchiyskim zum 2:0, in der 86.Minute durch Fabian Lustenberger zum 3:0 und in der 88.Minute durch Raffael sogar zum 4:0-Endstand. Insgesamt geht der Sieg der Herthaner in Ordnung, auch wenn er in der Höhe wohl etwas zu deutlich ausfiel.

Mit 13 Punkten überwintert der KSC auf dem 15.Tabellenplatz und verpasst es, sich im letzten Hinrundenspiel mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause zu verabschieden.

 

Stenogramm

Hertha BSC Berlin - Karlsruher SC 4:0 (1:0)

Hertha BSC Berlin:
Drobný - Friedrich, von Bergen (70. Domovchiyski), Kaká, Stein - Dárdai, Kacar (68. Lustenberger), Nicu, Cicero - Pantelic, Voronin (63. Raffael)
Trainer: Lucien Favre
Bank: Gäng, Rodnei, Chermiti, Radjabali-Fardi

Karlsruher SC:
Miller - Görlitz, Buck, Stoll, Eichner - Porcello (65. Timm), Staffeldt, da Silva, Stindl - Freis (81. Iashvili), Kapllani (65. Kennedy)
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Carnell, Langkamp

Tore:
1:0 - Nicu (8.)
2:0 - Domovchiyski (74.)
3:0 - Lustenberger (86.)
4:0 - Raffael (88.)

Gelbe Karten:
Pantelic

Zuschauer: 38421

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Assistenten: Holger Henschel, Christoph Bornhorst, Norbert Grudzinski
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