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KSC meldet sich eindrucksvoll zurück

Spielbericht: KSC - Werder Bremen 1:0 (0:0)


06.12.2008 - von Matthias Hahn
Nach zuletzt neun sieglosen Spielen fand der KSC am Nikolaustag im Wildparkstadion vor 29373 Zuschauern endlich wieder  zu alter Stärke zurück und siegte mit einer kämpferischen Leistung am Ende verdient mit 1:0 gegen den SV Werder Bremen.

Erneut musste der KSC auf seinen Mannschaftskapitän Maik Franz verzichten. Auch Tim Sebastian fiel aufgrund eines Muskelfaserrisses aus. Für ihn rückte Stefan Buck nach, der gemeinsam mit Martin Stoll die Innenverteidigung komplettierte.

Bei  winterlichen Temperaturen spürte man beim KSC zunächst deutlich, dass sich die Niederlagen der vergangenen Wochen nicht gerade fördernd auf das Selbstbewusstsein der Spieler ausgewirkt hatten. Keine 30 Sekunden waren gespielt und die Karlsruher hätten ihre guten Vorsätze beinahe über den Haufen werfen können.  Nur der Pfosten verhinderte, dass die Bremer bereits mit ihrem ersten Torschuss durch Claudio Pizarro mit 1:0 in Führung hätten gehen können. Zwei Minuten später war das Glück wiederum auf Seiten der Gastgeber. Nach einer Flanke von Pizarro köpfte Stefano Celozzi den Ball direkt vor die Füße von Aaron Hunt, dessen Schuss aus etwa 18 Metern KSC-Schlussmann Markus Miller gerade noch zur Ecke klären konnte. Nach fünf Minuten meldeten sich dann die Gastgeber erstmals zu Wort und machten in der Folgezeit deutlich, dass man den aus dem Norden Deutschlands angereisten Bremern im weiteren Spielverlauf keine weiteren Nikolausgeschenke machen wollte. In der 12. Minute hätte Sebastian Freis seine Torflaute beenden können. Nach einem tollen Pass von Antonio da Silva auf Freis fehlten diesem bei seinem Heber über Werder-Schlussmann Tim Wiese nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer. Eine Minute später war es erneut Freis, den nur noch Naldo am möglichen Torerfolg hindern konnte. In der 17.Minute kam Christian Eichner aus etwa 17 Metern zu einem schönen Torschuss. Auch hier fehlten nicht viel zu erhofftem Erfolgserlebnis. Der KSC hatte nun die besseren Gelegenheiten und hätte auch in der 27. sowie in der 39. Minute jeweils durch Freis das 1:0 besorgen können. Beide Male fehlte dem Stürmer des KSC jedoch das nötige Durchschlagvermögen sowie das nötige Quäntchen Glück, so dass es beim 0:0-Halbzeitstand blieb.

Den eindeutig besseren Start nach der Halbzeitpause erwischten die Karlsruher. Innerhalb weniger Minuten erspielten sich die wieder erstarkten Gastgeber mehrere gute Gelegenheiten. So beispielweise in der 50. Minute durch Martin Stoll, der nach einer Flanke von Da Silva die Kugel mit dem Kopf beinahe im Tor der Gäste hätte unterbringen können. Auch in der 51.Minute wurde es im Bremer Strafraum gefährlich. Nach einer Flanke von Christian Eichner verlängerte zunächst Lars Stindl, so dass der Ball schließlich zu Freis kam, der den diesen mit der Innenseite knapp über die Latte schob. In der 70. Minute machten sich dann die Norddeutschen mal wieder bemerkbar. Pizarros Kopfball nach Eckball von Diego verfehlte das Gehäuse von Miller nur um Zentimeter. In der 81. Minute hätte sich der KSC dann um ein Haar um den Lohn seiner guten Leistung gebracht. KSC-Schlussmann Miller konnte vor dem heraneilenden Markus Rosenberg in höchster Not klären. Nur drei Minuten später hielt es dann keinen Zuschauer mehr auf dem Sitz. Nach einem Eckball von Antonio da Silva landete der Ball vor den Füßen von Timo Staffelt, dessen Torschuss Stefan Buck zur Freude der heimischen Kulisse im Tor der Bremer zum 1:0 unterbringen konnte. In den letzten fünf Minuten wurde es dann nochmals hecktisch, auch weil die Bremer, inklusive Torwart Wiese nochmal alles nach vorne warfen. Zählbares sprang dabei  jedoch nichts mehr heraus. Den Schlusspunkt setzte Pizarro, der sich in der Hoffnung einen Elfmeter heraus holen zu können zunächst im Strafraum fallen ließ, um sich dann nach einer weiteren unnötigen Aktion die Rote Karte abzuholen. So blieb es beim insgesamt verdienten 1:0-Sieg der Karlsruher über den SV Werder Bremen, die dadurch die Rote Laterne an Borussia Mönchengladbach weiterreichen und sich durch den Dreier auf den 15. Tabellenplatz hocharbeiten.

Stenogramm

Karlsruher SC - SV Werder Bremen 1:0 (0:0)

Karlsruher SC:
Miller - Celozzi (60. Görlitz), Buck, Stoll, Eichner - Staffeldt, Aduobe, Stindl (80. Porcello), da Silva - Freis, Kapllani (77. Kennedy)
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Timm, Iashvili, Langkamp

SV Werder Bremen:
Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo (46. Özil), Tosic (87. Prödl) - Frings, Baumann, Hunt, Diego - Almeida (34. Rosenberg), Pizarro
Trainer: Thomas Schaaf
Bank: Vander, Boenisch, Vranjes, Husejinovic

Tore:
1:0 - Buck (83.)

Gelbe Karten:
da Silva, Kapllani, Tosic
Rote Karten:
Pizarro (90.)

Zuschauer: 29373

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Assistenten: Christian Bandurski, René Kunsleben, Mike Pickel
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