Negativserie hält an
Spielbericht: Hannover 96 - KSC 3:2 (3:0)
29.11.2008 - von Thomas Strack und Kristof Heinz
Der KSC wartet weiter auf das Ende der Negativserie. Auch bei den ebenfalls unter Druck stehenden Hannoveranern konnten die Badener keine Punkte einfahren. Am Ende siegte Hannover knapp mit 3:2 (3:0).
KSC-Coach Ede Becker hatte im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Dortmund seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert: Für den verletzten Godfried Aduobe kam Timo Staffeldt in die Partie, Lars Stindl ersetzte Alexander Iashvili. Gleichzeitig stellte Becker das System um und ließ zum ersten Mal mit zwei Spitzen spielen.
In der Anfangsphase zeigte sich der KSC kampfeslustig und versuchte das Spiel zu bestimmen. Torchancen konnten sich die Karlsruher allerdings nicht erspielen. Hannover zunächst auch einfallslos, aus heiterem Himmel fiel dann aber die Führung für die Gastgeber. Nach einem langen Ball von Hanno Balitsch lief Mike Hanke völlig frei auf das Tor zu und schob den Ball an Markus Miller vorbei ins rechte Eck (12.). Hannover gab der Führungstreffer Auftrieb, nur fünf Minuten später konnte erneut Hanke auf 2:0 erhöhen. Wieder wurde die KSC-Abwehr durch einen einzigen Ball ausgehebelt, der 96-Stürmer hatte keine Probleme, den Ball im Tor unterzubringen (18.).
Der KSC zeigte sich nach dem Doppelschlag zunächst geschockt, versuchte in der Folgezeit die Partie wieder in Griff zu bekommen. In der Offensive waren aber die üblichen Probleme nicht zu übersehen, Sebastian Freis, Lars Stindl und Edmond Kapllani agierten oftmals zu unentschlossen, außerdem schlichen sich zahlreiche Fehlpässe ins Spiel der Blau-Weißen ein. So kam der KSC auch nur zu einer einzigen Torchance durch Kapllani, der im Strafraum zum Abschluss kam. Die Hannoveraner Abwehr konnte aber in letzter Sekunde zur Ecke klären (27.). Die Heimelf blieb weiterhin gefährlich, Szabolcs Huszti traf nach Vorarbeit von Hanke nur den Pfosten (34.)
Wenige Minuten vor der Halbzeit gab es dann allerdings den nächsten Nackenschlag für den KSC: Nach Unordnung in der Abwehr hatte Mikael Forssell keine Mühe, auf 3:0 zu erhöhen und damit den Pausenstand herzustellen (44.).
Der KSC kam mit unveränderter Aufstellung aus der Kabine, während bei Hannover Bastian Schulz für Steven Cherundolo ins Spiel kam. Die Karlsruher erwischten einen Start nach Maß: Nach Foul von Frank Fahrenhorst an Michael Mutzel konnte Antonio da Silva per Elfmeter auf 1:3 verkürzen (48.). Der Treffer gab dem KSC Auftrieb, der nun die spielbestimmende Mannschaft war. Martin Stoll (54.), Lars Stindl (55) und Edmond Kapllani (57.) vergaben beste Einschusschancen. Auf der Gegenseite hatte lediglich der eingewechselte Bastian Schulz eine Torgelegenheit, seinen Schuss konnte KSC-Keeper Miller aber um den Pfosten lenken (67.). Nur wenige Minuten später dann aber die nächste Riesen-Gelegenheit für die Karlsruher, als Lars Stindl freistehend vor Fromlowitz den Ball am Tor vorbeischob (72.)
In der 73. Minute brachte Ede Becker zwei frische Stürmer, Christian Timm und Joshua Kennedy ersetzten Sebastian Freis und Edmond Kapllani. Nach 87 Minuten wurde der KSC dann endlich für seine Bemühungen in der zweiten Hälfte belohnt und kam durch Stindl zum Anschlusstreffer. Der KSC-Youngster tauchte frei vor Fromlowitz auf und verwertete eiskalt.
Der KSC warf in der Schlussphase alles nach vorne, konnte aber den Ausgleichstreffer nicht mehr erzielen. Die größte Torchance vergab Joshua Kennedy, der nach schöner Flanke von Celozzi am glänzend reagierenden Fromlowitz scheiterte.
Durch die Niederlage rutschen die Karlsruher auf den letzten Tabellenplatz ab, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt allerdings nur zwei Zähler. Am kommenden Samstag ist Werder Bremen zu Gast, der Anpfiff im Wildpark ertönt um 15.30 Uhr.
Stenogramm
Hannover 96:
Fromlowitz - Rausch, Fahrenhorst, Schulz, Cherundolo (46. Schulz) - Balitsch, Huszti, Yankov, Bruggink (90. Eggimann) - Hanke, Forssell (81. Pinto)
Trainer: Dieter Hecking
Bank: Jensen, Schlaudraff, Zizzo, Krebs
Karlsruher SC:
Miller - Eichner, Stoll, Sebastian, Celozzi - Staffeldt (79. Buck), da Silva, Mutzel, Stindl - Kapllani (73. Kennedy), Freis (74. Timm)
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Carnell, Iashvili, Görlitz
Tore:
1:0 - Hanke (13.)
2:0 - Hanke (18.)
3:0 - Forssell (44.)
3:1 - da Silva (48.)
3:2 - Stindl (87.)
Gelbe Karten:
Mutzel, Stindl
Zuschauer: 32417
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Assistenten: Robert Kempter, Stefan Lupp, Dirk Margenberg




