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Auch gegen Dortmund nichts Neues

Spielbericht: KSC - Borussia Dortmund 0:1 (0:1)


21.11.2008 - von David Ruf
Die sich zuletzt beim KSC häufenden Probleme - insbesondere in der Offensive - haben sich auch im Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht geändert, am Ende steht eine 0:1-Niederlage der Karlsruher.

Wie angekündigt hatte KSC-Cheftrainer Edmund Becker zwei Änderungen in seiner Anfangsformation vorgenommen. Für Bradley Carnell, der heute nicht im Kader stand, spielte Alexander Iashvili auf der linken Außenbahn. Zudem erhielt Edmond Kapllani im Angriff seine Chance von Beginn an. Joshua Kennedy durfte nach einer strapaziösen Reise mit der australischen Nationalelf zunächst nur auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Gegenüber den letzten Auftritten der Karlsruher änderte sich aber zunächst auch gegen den BVB nichts. Zwar hielten die Gastgeber vor 29600 Zuschauern im Wildparkstadion gut mit, zeigten sich jedoch im Angriff erneut viel zu harmlos. Richtig gefährlich wurde es für das von Roman Weidenfeller gehütete Tor der Gäste nur nach einem Eckball. Godfried Aduobe war mit dem Kopf an Ball gekommen, Young-Pyo Lee auf der Linie jedoch zur Stelle (8.). Kurz darauf traf Sebastian Freis aus halbrechter Position nur das Außennetz (19.), mehr gibt es von den Angriffsbemühungen der Becker-Elf aber nicht zu berichten. Die bis dato ebenfalls wenig gefährlichen Dortmunder kamen hingegen mit ihrer ersten gefährlichen Chance bereits zum Führungstreffer. Begünstigt durch einen Fehler des herauseilenden KSC-Schlussmanns Markus Miller konnte Mohamed Zidan den Ball nach einer Flanke des früheren Karlsruhers Tamas Hajnal über die Linie drücken (21.). Ansonsten boten auch die Gäste eher fußballerische Magerkost, Miller konnte sich in der 25. Minute nur noch gegen Lee auszeichnen, als er dessen Fernschuss parierte.

Bereits zur Halbzeit reagierte Becker und brachte Lars Stindl für Alexander Iashvili, am Resultat und den eher harmlosen Karlsruher Offensivbemühungen änderte dies jedoch vorerst nichts. Die Dortmunder verlegten sich aufs Kontern, kamen aber nur noch einmal gefährlich vor das KSC-Tor. Jakub Blaszczkowskis Schuss konnte Miller aber durch eine schnelle Reaktion entschärfen. Auf der Gegenseite war Weidenfeller zuvor gegen Freis zur Stelle gewesen (53.). Als der Ball das einzige Mal an diesem Abend im Dortmunder Netz zappelte hatte Schiedsrichter Gagelmann auf eine Abseitsstellung von Kapllani entschieden, der Jubel der Zuschauer war damit umsonst (61.). Weitere Gelegenheiten zum Ausgleich vergaben Mutzel (62.), Kapllaini (69.) und Stindl, der das Leder aus fünf Metern über das Tor schoss (74.). Für mehr Belebung sorgte auch die Hereinnahme Kennedys zehn Minuten vor Schluss nicht mehr, der KSC muss damit die siebte Niederlage in den letzten acht Spielen hinnehmen.

Die bereits seit Wochen auftauchenden Probleme in Form einer harmlosen Offensive und einer in den entscheidenden Situationen oftmals zu unkonzentrierten Defensive konnte der KSC auch gegen Dortmund nicht abstellen und muss nun befürchten, am Wochenende bis ans Tabellenende durchgereicht zu werden.
 

 

Stenogramm

Karlsruher SC - Borussia Dortmund 0:1 (0:1)

Karlsruher SC:
Miller - Celozzi, Sebastian, Stoll, Eichner - Mutzel, Aduobe (59. Staffeldt), Freis, da Silva (80. Kennedy), Iashvili (46. Stindl) - Kapllani
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Timm, Buck, Görlitz

Borussia Dortmund:
Weidenfeller - Owomoyela, Hummels, Subotic - Sahin (82. Santana), Tinga, Kringe, Hajnal - Blaszczykowsi (88. Buckley), Zidan (72. Frei) - Lee
Trainer: Jürgen Klopp
Bank: Ziegler, Kruska, Schmelzer, Sadrijaj

Tore:
0:1 - Zidan (20.)

Gelbe Karten:
Stindl

Zuschauer: 29600

Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Assistenten: Matthias Anklam, Sascha Thielert, Kai Voss
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