KSC gewinnt Pokalfight
Spielbericht: KSC - Alemannia Aachen 3:1 (1:1)
31.07.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
In der ersten Runde des DFB-Pokals empfing der KSC am Sonntagnachmittag den Ligakonkurrenten Alemannia Aachen. In einem packenden Pokalfight gingen die Blau-Weißen nach Toren von Milchraum, Kempe und Krebs verdient mit 3:1 (1:1) als Sieger vom Platz und sicherten sich somit den Einzug in die zweite Pokalrunde.
KSC-Coach Rainer Scharinger veränderte sein Team auf nur einer Position und brachte für Thorben Stadler den wieder genesenen Patrick Milchraum, der gegen seinen Ex-Verein zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Blau-Weißen kam.
Die Hausherren erwischten zunächst den besseren Start und kamen in der 4. Minute zu einer Möglichkeit durch Marco Terrazzino, der nach Vorarbeit von Alexander Iashvili im Strafraum zum Abschluss kam, den Ball aber nicht richtig traf. Der gute Auftakt der Blau-Weißen wurde jedoch durch ein Foulspiel von Dennis Kempe an Marco Stiebermann und dem daraus resultierenden Elfmeter, den Kevin Kratz zum 0:1 für die Gäste verwerten konnte, zunichte gemacht. Der KSC hielt dagegen und Iashvili hatte nach einer Flanke von Klemen Lavric den Ausgleich auf dem Fuß, Alemannia-Keeper Bay Waterman wusste dies jedoch zu verhindern und klärte in höchster Not zur Ecke. Auch in der Folgezeit waren die Karlsruher präsenter als die Gäste vom Tivoli und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor von Waterman auf; lediglich die letzte Konsequenz fehlte noch. Dies änderte sich in der 26. Minute, in der Patrick Milchraum nach einer schönen Einzelaktion aus 18 Metern in die linke untere Torrecke einschoss und den KSC mit seinem Tor zum 1:1 zurück ins Spiel brachte. Beflügelt vom Erfolgserlebnis erspielten sich die Blau-Weißen weitere gute Chancen. So hatten Staffeldt und Lavric beispielsweise aussichtsreiche Gelegenheiten, ihr Team in Führung zu bringen. In der 38. Minute mussten die 15118 Zuschauer im Wildparkstadion dann eine Schrecksekunde hinnehmen. Nach einem Schuss von Stiebermann zappelte das Netz von Dirk Orlishausen. Da aber Bas Sibum, im Abseits stehend, den Ball noch berührte, erkannte der Fifa-Schiedsrichter Deniz Aytekin den Aachener Treffer nicht an. In der 42. Minute stand Orlishausen erneut im Mittelpunkt des Geschehens und faustete einen Freistoß von Kratz aus der Gefahrenzone. Kurz vor Ende der ersten Hälfte war es dann der KSC, der noch einmal Gefahr vor dem Aachener Tor versprühte und nach einem Kopfball von Lavric beinahe noch das 2:1 besorgt hätte.
Die Blau-Weißen waren gedanklich noch in der Kabine als Orlishausen mit einer Glanztat verhinderte, dass Stiebermanns Volleyschuss dem KSC erneut einen frühen Rückstand bescherte (46.). Und auch im weiteren Spielverlauf hatten die Hausherren Glück, dass die eigene Schlafmützigkeit im defensiven Bereich von den Aachener Angreifern nicht konsequenter bestraft wurde, denn nach einem kapitalen Fehler von Niklas Hoheneder an der Torauslinie kamen die Aachener in der 57. Minute zu einem weiteren Abseitstor durch Benjamin Auer. Nach sechzig absolvierten Minuten beteiligten sich dann auch die Blau-Weißen wieder am Offensivfußball und hatten nach einem Eckball und einer Volleyabnahme von Lavric die erste gute Möglichkeit nach dem Seitenwechsel. Ein Kopfball von Dennis Kempe in die Maschen des Aachener Gehäuses versetzte die blau-weißen Fans in der 84. Minute in Euphoriegesänge. Der eingewechselte Thorben Stadler hatte den Eckball von der linken Seite hereingebracht und Kempe platzierte den Ball in die obere linke Torecke zum 2:1 - Waterman konnte nur noch staunen. Damit war der KSC jetzt natürlich auf der Siegesstraße, hätte sich jedoch in der 90. Minute beinahe noch selbst um den Lohn seiner Arbeit gebracht und konnte sich einmal mehr bei seinem Schlussmann bedanken, der einen Schuss von Sergiu Radu mit den Fingerspitzen erstklassig parierte. Quasi mit dem Schlusspfiff krönten die Hausherren mit dem 3:1 durch Krebs ihre tolle Leistung und zogen verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.
Stenogramm
Karlsruher SC:
Orlishausen - Lechner, Hoheneder, Kempe, Milchraum (75. Stadler) - Staffeldt, Haas - Terrazzino (90. Cuntz), Buckley (73. Krebs) - Iashvili - Lavrič
Trainer: Rainer Scharinger
Bank: Robles, Müller, Fink, Zoller
Alemannia Aachen:
Waterman - Erb, Olajengbesi, Feisthammel, Fardi - Kratz, Sibum - Yabo (85. Radu) - Stiepermann, Auer, Uludag
Trainer: Peter Hyballa
Bank: Hohs, Strifler, Junglas, Lubasa, Achenbach
Tore:
0:1 - Kratz (7.) (Foul-Elfmeter)
1:1 - Milchraum (26.)
2:1 - Kempe (83.)
3:1 - Krebs (90.)
Gelbe Karten:
Staffeldt (33.), Erb (34.), Haas (58.), Iashvili (60.), Uludag (90.)
Zuschauer: 15118
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Assistenten: Christian Gittelmann, Patrick Alt, Christof Günsch





