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KSC unterliegt Wehen Wiesbaden

Spielbericht: KSC - SV Wehen Wiesbaden


28.01.2009 - von Matthias Hahn
Nach einer enttäuschenden Leistung verlor der KSC am Mittwochabend mit 0:1 (0:0) im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden und scheidet damit im Achtelfinale aus.

13686 Zuschauer sahen im Wildparkstadion eine äußerst enttäuschende und schwache Leistung der Karlsruher. KSC-Cheftrainer Edmund Becker begann in der Viererkette mit Bradley Carnell auf der linken Seite für den grippegeschwächten Eichner und Stefano Cellozi auf der rechten Außenbahn. In der Innenverteidigung schenkte Becker Stefan Buck sowie Tim Sebastian das Vertrauen. Das Mittelfeld bildeten Neuzugang Marco Engelhardt und Michael Mutzel im defensiven Bereich sowie Christian Timm und Antonio da Silva im offensiven. Im Angriff für Tore sorgen sollten Rückkehrer Giovanni Federico und Joshua Kennedy.

In der ersten Halbzeit gelang dem KSC jedoch wenig Zählbares. Viele Fehlpässe vor allem im Mittelfeld führten immer wieder zu unnötigen Ballverlusten. So waren Großchancen relativ rar gesät. Die Zuschauer mussten bis zur 33. Minute warten, ehe es zum ersten Mal gefährlich wurde. Eine verunglückte Flanke von Rückkehrer Federico wäre mit etwas Glück beinahe im Gehäuse von Wiesbadens Schlussmann Alexander Walke gelandet. Dessen Vordermannschaft spielte aber für einen Zweitligisten recht munter mit, so dass man einen Klassenunterschied eigentlich nicht ausmachen konnte. In der 38. Minute hätte Ronny König mit einem Seitfallzieher seine Mannschaft beinahe in Front gebracht, allerdings traf er den Ball nicht richtig, so dass es beim 0:0 blieb.

So ruhten die Hoffnungen der Karlsruher Fans auf der zweiten Halbzeit, die jedoch ähnlich schlecht begann, wie erstere endete. In der 54. Minute hätte Federico dann aber den Führungstreffer mit der bis dato besten Chance besorgen können. Nach einer schönen Flanke von Stefano Celozzi von der rechten Außenbahn fehlten dem Stürmer nur wenige Zentimeter. In der 72. Minute reagierte Becker dann auf die schwache Leistung seiner Mannschaft mit einem Doppelwechsel: Sebastian Freis kam für Kennedy und Lars Stindl ersetzte Engelhardt. Quasi mit seinem ersten Ballkontakt wäre Freis dann beinahe das 1:0 gelungen. Nach einer Flanke von Celozzi landete das Leder bei dem 23-jährigen, der im Strafraum aus halb linker Position volley abzog, so dass der Ball nur ganz knapp am linken Lattenkreuz vorbei ging. Im direkten Gegenzug geschah dann was geschehen muss, wenn man seine Chancen nicht konsequent verwertet. Nach einer Unachtsamkeit in der Karlsruher Hintermannschaft lief Ronny König völlig allein auf KSC-Keeper Markus Miller zu und ließ diesem beim Führungstreffer zum 0:1 keinerlei Chance. Sichtlich geschockt vom Gegentreffer warfen die Gastgeber nun alles nach vorne und kamen nach einem Eckball von da Silva durch einen Kopfball von Federico brandgefährlich vors Tor der Wiesbadener. Einzig allein Björn Ziegenbein verhinderte auf der Torlinie den Ausgleichstreffer. Auch in den letzten fünf Minuten machte es der KSC nicht viel besser und scheiterte abermals an eigenem Unvermögen sowie letzter Inkonsequenz vor dem gegnerischen Tor. Gerade Freis verpasste es kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich zu erzielen. Nach einem schönen Pass von da Silva zeigte Freis jedoch erneut Nerven, so dass es bei einer äußerst ärgerlichen und vor allem unnötigen 0:1-Niederlage und damit dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal blieb.

Stenogramm

Karlsruher SC - SV Wehen Wiesbaden 0:1 (0:0)

Karlsruher SC:
Miller - Celozzi, Sebastian, Buck, Carnell (79. Görlitz) - Mutzel, Engelhardt (71. Stindl), Timm, da Silva - Federico, Kennedy (71. Freis)
Trainer: Edmund Becker
Bank: Kornetzky, Aduobe, Stoll, Iashvili

SV Wehen Wiesbaden:
Walke - Simac, Kopilas, Glibo, Schönheim - Siegert (70. Ziegenbein), Panandetiguiri, Schwarz, Orahovac (88. Hübner) - Ziemer (82. Diakité), König
Trainer: Wolfgang Frank
Bank: Richter, Barg, Koen, Amstätter

Tore:
0:1 - König (73.)

Gelbe Karten:
Schwarz

Zuschauer: 13686

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Assistenten: Robert Kempter, Stefan Lupp, Marco Fritz
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